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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Wir haben Augsburg unter Kontrolle

Hallo Augsburg, hallo ihr lustigen Datschiburger. Keine Sorge wir haben alles unter Kontrolle. Die Überwachungs-Kameras in unserer Stadt gehören nämlich uns. Und für paar Flaschen Schnaps rücken wir gerne die eine oder andere verdächtige Szene raus.


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Der Ober-Pirat lügt uns doch alle an: 


Das hier ist eine typischen Verschwörungs-Theorie einiger Augsburger Sektierer:


Wer betreibt eigentlich Überwachungskameras in Augsburg, wer hat Zugriff auf die Bilder – und was wird damit gemacht? Hier auf YouTube ein interessanter Beitrag dazu.
Das Augsburger Radio Fantasy hat wie am Wochenende angekündigt das Thema Überwachung in Augsburg aufgegriffen und dazu unter Anderem ein Interview mit dem Augsburger Piraten-Bezirksrat Fritz Effenberger gefilmt.
Also, wie sieht es nun aus in Augsburg?
„Auf die Videoüberwachung oder Aufzeichnung an öffentlichen Plätzen oder Straßen wird in Augsburg bisher verzichtet“
Mit diesen beruhigenden Worten wird die Stadtverwaltung in diesem Artikel der Augsburger Allgemeinen von Anfang 2015 zitiert. Im Artikel ist übrigens die Rede von „Sicherheitskameras“, was wohl suggerieren soll, dass mehr Überwachung automatisch für mehr Sicherheit sorgen würde.
Was ist aber zum Beispiel mit den Verkehrskameras der Stadtwerke, die an vielen Stellen in Augsburg hängen? Radio Fantasy zitiert die Augsburger Polizei so, dass diese nichts mit ihnen zu tun haben und sie auch kein Zugriff auf die Bilder hätten.
Den Piraten Augsburg liegen allerdings glaubhafte Augenzeugenberichte vor, dass die Polizei doch Zugriff auf die Bilder genau dieser Verkehrskameras hat. 
Die beiden Interviewer wollten erst nicht glauben, dass die Polizei sie angelogen haben könnte. In einem weiteren Interview bestätigt aber der Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, Jürgen Fergg, diese Darstellung: „Die Polizei kann sich auf diese Bilder aktuell aufschalten, wenn sie denn möchte, und gegbenenfalls auch aufzeichnen“. Dass angeblich die Qualität so gering seie, dass keine Gesichter oder Nummernschilder erkennbar sind, ist da nur ein schwacher Trost – beobachtet ist man trotzdem. Und je nach Technik sind allzu detaillierte Bilder auch gar nicht nötig, um effektiv zu überwachen.
Sicherlich gibt es für diese Diskrepanz der Aussagen eine total einleuchtende Begründung, denn selbstverständlich würde die Polizei nie gegenüber der Presse lügen – aber leider wollte sich die Polizei dem Sender gegenüber nicht weiter äußern. Mal sehen was dazu noch herauskommt.