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Sonntag, 27. September 2026

Sonntags-Bildla

 


In der idyllischen Puppenkiste namens Augsburg, wo das Leben bekanntlich im Schneckentempo an den Lech-Kanälen vorbeizieht, hat sich ein verwegener Stadtverschönerer an einem Schaltkasten vergangen. Mit Stencil-Kunst, die an die archaischen Höhlenmalereien unserer Vorfahren erinnert, huldigen die Augsburg-Punks nun einem gewissen "CIZARIS ULCIAS". 

Wer mag das sein? Ein bisher unbekannter, spätrömischer Bierkutscher, der den Göttern hiesiger Brauereien huldigte? Oder vielleicht ein rebellischer Legionär, der es leid war, tagaus tagein am Ulrichsplatz Sandalen zu polieren und stattdessen lieber ein bisschen mit dem Bimsstein Motive kratzte? 



Brecht goes Bio: Das neue Plakatmotiv für das Brecht-Festival Augsburg sorgt für Aufsehen. Der Dichter, bekannt für seinen Blick durch die Dinge hindurch, verschmilzt hier ganz mit der Natur. Ein klares Statement gegen Luftverschmutzung und für mehr Grün in der Stadt! Wer ihn nicht sieht, hat ihn einfach nicht verstanden."



Augsburg 2030: Die „Fahrradstadt“ ist Realität. Da Parkplätze für Räder Mangelware sind, müssen Radfahrer kreativ werden. Hier sehen wir die innovative „Türgriff-Halterung“ für Helme – platzsparend, praktisch und garantiert diebessicher... solange niemand die Tür öffnet.



"Noch etwas Geduld – es wird mega!", verspricht das Plakat am Augsburger Hauptbahnhof. Ein satirischer Grins-Mann in Warnweste und Laptop wirbt für das Unmögliche: die Fertigstellung der Baustelle. Die Ironie ist spürbar, denn kein Augsburger glaubt mehr an ein Ende des Dauerprojekts. Das Plakat wird so zur Karikatur der eigenen Verzögerungstaktik.


"Wozu brauchen wir Lastwagen für Kunstausstellungen, wenn wir DIESES Biest haben? Es trotzt dem Wind, dem Wetter und dem Mangel an Parkplätzen. Unsere Geheimwaffe gegen Kulturlosigkeit: Der Kult-Kurier auf drei Rädern.

Romantik trifft Kabel Salat

​In der Schwabenmetropole Augsburg blüht jetzt die Energiewende. Am Obstmarkt wurde eine E-Ladesäule idyllisch zwischen zwei Rosensträuchen platziert. Während der Akku lädt, duftet es herrlich nach Botanik. Wer beim Einstecken an den Dornen hängen bleibt, spürt die Faszination Elektromobilität hautnah.


Endlich bringt die Stadt Augsburg Natur zurück auf den Königsplatz! Eine Freiluftausstellung zeigt beeindruckende Großaufnahmen von unberührten Landschaften und bedrohten Arten. Ein Muss für jeden Naturfreund – und eine gelungene Ablenkung von der tristen Realität.


Willkommen am Augsburger Stadtmarkt, der neuesten Freiluft-Installation im modernen Minimalismus. Vergessen Sie überteuerten Käse und Bio-Gemüse – hier wird roher Beton und feinster Bauschutt kredenzt. Ein Performance-Künstler in Warnweste (links im Bild) inszeniert stundenlang das meditative "Händeringend-Umschauen-ob-schon-Mittag-ist". Sein Kollege im Bagger (rechts) übt sich in millimetergenauem Nichtstun, um die Statik des Sandhaufens nicht zu gefährden. Der Sakura-Laden im Hintergrund sorgt für asiatischen Flair: 'Warten auf Godot' trifft auf 'Bauverzögerung'. Einfach nur Zen.


Ein Denkmal für die gescheiterte Wertstofftrennung: Der Mülleimer am Platz der Stadtbücherei Augsburg. Einst stolzes Symbol urbaner Ordnung, präsentiert er sich heute als avantgardistisches Kunstwerk der Zerstörung. Seine deformierte Gestalt trotzt dem Diktat der Funktionalität und kündet von den rohen Kräften, die im Augsburger Nachtleben walten. Ein wahres Kleinod für Liebhaber des gepflegten Vandalismus.


Montag, 21. September 2026

Skurriles Kanu-Rennen auf dem Eiskanal!

 

Originell: Im Sarg als Kanu den Eiskanal runterpaddeln.
(Bild: AI und AL)


Wettpaddeln im Holzsarg: Der Eiskanal erlebt die verrückteste Wildwasser-Regatta des Jahres

​Wo sonst die Weltelite des Wassersports um hundertstel Sekunden kämpft, wurde es neulich gewohnt spritzig, aber überraschend morbid. Bei strahlendem Herbstwetter versammelten sich Tausende Schaulustige an den Tribünen am Eiskanal, um ein Spektakel der besonderen Art zu verfolgen. Das erste internationale Wildwasser-Sarg-Rennen lockte das Publikum zu den wagemutigen Paddlern, die sich in massiven Eichenkisten die tosenden Fluten hinabstürzten.

​Der anspruchsvolle Parcours auf den wilden Wellen verlangte den Athleten in den schwimmenden Särgen alles ab. Zwischen brausenden Walzen, künstlichen Strudeln und den wuchtigen Betonhügeln im Kanal mussten die Kanuten beweisen, dass man auch ohne klassisches Kajak nicht sofort untergeht. Die massiven Holzkonstruktionen boten zwar exzellenten Rammschutz gegen die harten Betonelemente, erwiesen sich in den engen Kehrwässern und Wirbeln jedoch als erstaunlich schwerfällig. 

Die Idee für die Sarg-Kanus kam von Hannes Eigegner, dem neuen Star der Freien Wähler (FW) Augsburg. Schon länger wurde dem firschgebackenen Stadtrat vorgeworfen, dass er keine Ideen liefere. Eigegner sah neidisch das spektakuläre Plastikentenrennen im Augsburger Eiskanal, das viel Publikum anzog. Da machte es Klick bei ihm! "Das können wir auch", dachte er sich. "Wozu haben wir jetzt einen Bestatterin als Anführerin in unseren FW-Reihen?" Gesagt getan, er sprach mit Susanne Bössner, die sich eine Bestattungsfirma zugelegt hat. "Wir bräuchten einige Särge von dir", meinte er zu ihr. "Dann bauen wir die als Kanu um und machen ein sensationelles Sarg-Kanu-Rennen auf dem Eiskanal." 

FW-Stadtrat Hannes Eigegner hatte die fantastische Sarg-Kanu-Idee. 


Völlig geheim waren die Vorbereitungen. Als die Pressemitteilung rausging, war die Sensation da. Sowas hatte es in Augsburg noch nie gegeben. Ja, es gab schon Bestatter, die auf Fußball-Trikots Werbung machten. Oder einen Stadtrat, der sich zur Wahlwerbung in eine Urne zwängte. Aber das wars schon. 

​Besonders an der berüchtigten Verengung des Eiskanals nahe der Zuschauerränge kam es beim ersten Sarg-Kanu-Rennen auf dem Eiskanal zu turbulenten Szenen, als gleich drei Särge gleichzeitig versuchten, die Strömung optimal zu nutzen,. Dank doppelter Dichtungen und wetterfester Schwimmwesten blieben alle Sportler unversehrt, auch wenn der eine oder andere Paddler nach einer Kenterung eine unfreiwillige Taucheinheit absolvieren musste.

Das Team «Die Unsterblichen» sicherten sich mit einem waghalsigen Tempo auf den Wellen den begehrten Sieger-Pokal.

Eigegner und seine Freien Wähler zeigten sich begeistert von der Mega-Resonanz und planen bereits eine Wiederholung für das kommende Jahr.

P.S.: Touri-Boss Götz Eck war so begeistert, dass er die Sarg-Kanus auch in der Augsburger Kahnfahrt einsetzen will.

Susanne Bössner spendierte als Bestatterin und FW-Vorsitzende in Augsburg die Särge, die zu Kanus umgebaut wurden.