Dienstag, 31. März 2026

Alles verkauft, nix gerettet!

 

 

Wenn der Cappuccino den Catwalk räumt

​In der Schwabenmetropole Augsburg vollzieht sich am Rathausplatz ein modisches Trauerspiel. Eine engagierte Gastronomin versilberte ihr gesamtes Hab und Gut, um ihr geliebtes Café Eberle vor dem Aus zu retten. Selbst die privaten Designerschätze mussten weichen, damit die Kaffeebohnen weiter mahlen konnten. 

Doch alle Opfer blieben fruchtlos. Wo früher der Milchschaum thronte, ziehen nun die Kleiderständer ein. In den Räumlichkeiten des gescheiterten Lokals eröffnet demnächst eine Boutique. Ironischerweise kehrt damit genau die Mode zurück, die eigentlich die Rettung finanzieren sollte. Ein herber Schlag für die Augsburger Gemütlichkeit.

Sonntag, 29. März 2026

Sonntags-Bildla

 


In Augsburg kramt man gern in den Archiven, Schubladen und Abfalleimern. Wir auch! Ein altes Foto vom Schulball im Mai 1963 im Gögginger Parktheater zeigt den jungen Roy Black beim Abschlussball. Der spätere deutsche Schlagergott grübelt mit einer hübschen Mitschülerin nicht zu wem sie hinterher gehen wollen, sondern über den Text für einen ersten Charterfolg. Die Pause nach einem flotten Tänzchen wird produktiv genutzt. Denn der Refrain sitzt bereits schon:
«Mit so nem Scheiß
bist du nicht allein!».
Passend dazu wurde fleißig an der ersten Strophe gefeilt, die das ganze Elend der deutschen Schlagerwelt in vier Zeilen presst. Ein echtes Schmankerl für alle. Die den Roy mal von seiner ganz ehrlichen Seite erleben wollen.

Wir hätten ihm für einen Vers folgenden Text vorgeschlagen:

"Die Welt ist so schön wie ein bunter Ballon,
ein schönes Geschenk ist der Liebe Lohn,
doch ist die Liebe am Ende dann tot,
hilft Alkohol gegen die bittere Not!



In Augsburg sprießen jetzt ökologische Parkplätze. Ein Baum als Fahrradständer kombiniert Schatten mit Kettenfett. Wer sein Rad liebt, der schiebt es direkt ans Geäst. Hoffentlich verwechselt kein Hund den neuen Parkplatz mit einem stillen Örtchen.


In Augusta Vindelicum zwischen Lech und Wertach trägt der Kaiser jetzt ab und zu Knallfarben. Orange Kästen am Augustus-Brunnen bergen keine Schatzkarten, da liegen Warnwesten für den Ernstfall bereit. Falls die Touri-Barbaren oder Radler anstürmen, wirft sich Augustus damit in Schale zur Warnung seiner verschlafenen Stadtregierung. Sicherheit geht vor, auch wenn man aus Bronze ist. 


In der einsamen Welser-Passage in Augsburg zeigt uns eine Dame, wie man wirklich Geld spart. Ihr neues Geschäft ist die Sensation für alle Sparfüchse in der Brecht-Stadt: Es gibt dort absolut nichts zu kaufen. Die Regale sind leer und der Geldbeutel bleibt voll. Ein geniales Konzept für echte Schwaben. Der Leerstand ist bekämpft und wer nichts ausgibt. Der hat am Ende mehr. Es soll sich um eine hübschle Idee unseres genialen Wirtschaftsreferenten handeln.


In Augsburg jagen alle dem Jugendwahn nach: "Jung fühlen" wird propagiert. Doch mal ehrlich: Wer will sich in der Brecht-Stadt ständig wie ein Teenager verbiegen? Gewusst? "Alt fühlen" ist das neue Chic! Besonders bei der Mode. Wer braucht schon löchrige Jeans. Wenn der Tweed-Mantel so richtig Charakter hat? Reife zeigt Stil. Und der sitzt besser als jeder Trend. Einfach mal entspannt alt aussehen. Das spart Nerven und sieht in Augsburg verdammt gut aus.



In Augsburg war das Motto «Wild wählen» wohl vielen zu riskant. Die Wählerschaft zwischen Lech und Wertach blieb lieber zahm und stubenrein. Martina Wild blieb im Regen stehen, weil die Augsburger beim Kreuzchenmachen ungern das Lasso schwingen. Ein Name ist eben Schicksal. Wer «Wild» verspricht, erntet bei sicherheitsliebenden Schwaben eher Skepsis.
Viel kuscheliger kam da die Konkurrenz daher: «Augsburg braucht einen Freund» klang nach Gruppenkuscheln im Rathaus. Brachte für Florian Freund den vollen Erfolg. Er ist der neue OB. Bei einer Siegerin namens Eva Weber hätte der Slogan wohl «Augsburg braucht ein Auffangnetz» lauten müssen. Damit man nicht hart auf dem Boden landet. Stimmt, Namen sind Schall und Rauch. Aber an der Wahlurne sind sie das Fangnetz für die Hoffnung. Erfolg hat in Augsburg nur, wer den Leuten das Gefühl gibt, dass sie nicht verloren sind.



Am Hauptbahnhof in Augsburg steht jetzt der Endgegner für jeden Krümel: Ein Besen mit Schaufel! Dieses reinliche Duo wartet dort auf seinen Einsatz für die Innenstadt. In der Brecht-Stadt nimmt man die Sauberkeit eben wörtlich. Wer hier aussteigt, der darf gleich mitschwingen. Ein fegendes Denkmal für alle. Die Ordnung über alles lieben. P.S.: Selbstbedienung!



In Augsburg rätselt der Landesvater Markus Söder beim Gögginger Frühlingsfest und versucht uns die kulinarische Welt zu erklären. Doch als Nürnberger ist er in der Brecht-Stadt kulinarisch völlig aufgeschmissen. Er verwechselt die Weißwurst mit dem Zwetschgendatschi. Und er glaubt wohl ernsthaft, dass man in München Spätzle mit süßem Senf isst. In Augsburg schüttelt man nur den Kopf samt Magen. Bayerns dauerhungriger Ministerpräsident sieht den Wald vor lauter Leberkas nicht mehr. Hauptsache die Kamera läuft, wenn er die Brezn falsch herum hält. Ein echtes Schmankerl für alle, die wissen, dass Augsburg eben nicht München ist. Und Nürnberg schon gar nicht. Kann es sein, dass in Nürnberg der Verstand im Bratwurst-Weckla versteckt?



In Augsburg passt zusammen. Was zusammengehört: Der meist bankrotte Hotelturm ist das perfekte Wahrzeichen für die ärmste Großstadt Deutschlands. In der Brecht-Stadt lebt man eben über seine Verhältnisse. Oder gar nicht? Ein Turm ohne Moos, in einer Stadt ohne Kies.
Das ist wahre Harmonie am Lech.



In Augsburg wird die Verspätung jetzt literarisch. Die Stadtwerke spendieren am Königsplatz eine Leihbücherei für wartende Fahrgäste. Wer hier lange auf Tram und Bus, darf mit einem ausgeliehen Buch kostenlos in fremde Welten abtauchen, bevor ein ÖPNV-Fahrzeug kommt. Wahrscheinlich hat man dann locker den «Faust» durch. 



In Augsburg sorgt der City-Club am Kö ständig für Gesprächsstoff. Nach der Razzia mit 200 Polizisten hängt dort jetzt ein Totenkopf (ausgeliehen von Bob's 7.geilste Kneipe in Oberhausen) mit Tüte im Mund an der Wand. Zur wirkungsvollen Abschreckung der Junkie-Horden. Man spielt in der Augsburger Gastronomie gerne offen mit dem Image. Ob die Umbenennung des City-Clubs in «117 Gramm» wirklich kommt, bleibt abzuwarten. Es wäre zumindest ehrlich. In Augsburg nimmt man einen Skandal eben mit Humor. Ein echtes Kuriosum für die Party-Szene auf der ganzen Welt.



Es gibt Kneipen-Quiz und es gibt Stadt-Quiz. In Augsburg sorgt ein hässlicher Teerfleck auf dem wunderbaren Rathausplatz für Spekulationen. Mitten auf dem schönen Pflaster klebt dieses schwarze Etwas. Was verbirgt sich wohl in der Wasserstadt darunter? Ist es ein vergrabener Schatz der einstigen Patrizier? Oder doch eher eine Leiche eines FW-Kandidaten, der hier ein ungemütliches Ende fand? Vielleicht ist es auch nur der klägliche Versuch, ein Schlagloch für die Ewigkeit zu versiegeln? In Augsburg wird schließlich jeder Fleck zur Legende. Wer weiß schon genau.  Es ist jedenfalls, zur Unterhaltung der Touris, ein archäologisches Rätsel für zwischendurch, das zum Stehenbleiben und Grübeln einlädt. Wir rätseln wer sich's ausgedacht hat: Vielwisser und Vielschreiber Martin Kluger oder Touri-Boss Götz Beck?



"Nanu", wundern wir uns: Ist der Geisterfahrer-Kabarettist Silvano Tuiach jetzt ein Veganer, die er sonst als Italo-Gourmet immer gerne verspottet? Wir kennen die Wahrheit: In Augsburg wird jetzt kulinarisch getrickst. Tuiach knabbert auf dem Foto nämlich gar keine echte Erdbeer-Frucht. Spekulationen machen die Runde, dass die Metzgerei Reiter für ein Comeback dahintersteckt. Sie präsentiert nun Schweinefleisch-Würstchen in Erdbeerform als neueste Kreation für getarnte Fleischfans. In Augsburg weiß man, dass der Tuiach für fast jeden Käse wirbt. Wenn die Kasse stimmt. Vielleicht gibt es bald Wurst-Smoothies auf der Bühne, serviert von Tuiachs Comedy-Lakai Herr Braun. Egal, Hauptsache das Honorar schmeckt. Ein echter Verkaufsschlager für alle wird das bei dieser genialen Werbung. Alle wollen diese fleischige Erdbeere, die sich nicht zwischen Obst und Sau entscheiden können.

Dienstag, 10. März 2026

Porzellan-Freund mit Wunder und Gesang auf dem Weg zum Thron?

Dirigent Florian Freund ist leider nicht auf dem Bild!

Florian Freund von der Augsburger SPD hatte diesen einen magischen Moment der Erleuchtung, als er bei seiner Stimmzettel-Abgabe zur Wahl am 8.3. in einer Gögginger Schule versehentlich in einer maroden Toilette eingeschlossen wurde und der herbe Duft der 1970er Jahre seine Sinne vernebelte, woraufhin der Kämpfer der Augsburger SPD beschloss, dass nur eine radikale Keramik Offensive den Sieg gegen Eva Weber bringen kann.


Dat macht er wahre Freundensprünge vor Begeisterung, während er in ganz Augsburg seine Pläne für goldene Spüldrücker präsentiert, es ist ein echter Freundschaftsdienst für die Jugend in Augsburg, wenn er verspricht, dass kein Kind mehr die Luft anhalten muss, dabei zeigt er sich stets freundstrahlend und verteilt kleine Seifenstücke in Form seines Kopfes, damit die Wähler in Augsburg beim Händewaschen immer an ihren liebsten Freund denken.

Wer braucht schon die Lächel-Routine von Augsburgs Ober-Winke-Katze Eva Weber, wenn man eine freundliche Rundumsanierung für alle Abflüsse bekommen kann? Freund ist eben ein echter Gastfreund der Augsburger Schüler, der die Sanierung zur absoluten Herzensfreundsache erklärt hat, und so fließen die satirischen Ideen in der Schwabenmetropole Augsburg so unaufhaltsam wie das Wasser in einem neuen Tiefspüler. Freund plant sogar zum Thema Sport einen großen den Urinstein-Wurfwettkampf.

Wobei Freund zu allen seinen Aktionen eine glänzende Klobürste wie ein Zepter des Wandels schwingt. In der gesamten Bert-Brecht-Stadt Augsburg sollen demnächst Freundeskreise für Sanitärtechnik gegründet werden, um die Erneuerungs-Revolution in den kaputten Schul-Toiletten voranzutreiben und für ihn Stimmen zu sammeln.

Sein Wahlkampf-Team von der Augsburger SPD hat sogar eine Freundschaftsanfrage an die größten Fliesenleger-Gruppierungen der Welt geschickt, damit Augsburg zur strahlenden Welthauptstadt der Hygiene wird. Während Eva Weber im Rathaus ihren Goldschmuck für nächste Wahlkampf-Foto poliert, hat Freund bereits die freundliche Übernahme der städtischen Kloschüsseln eingeleitet.

Freund will als Freund der arbeitenden Bevölkerung auch beim Umbau des Staatstheaters Augsburg dafür sorgen, dass nicht nur die Proberäume durchsichtig gestaltet werden, sondern auch die Wände der Toiletten. Damit endlich klar wird, dass auch die Hochkultur-Typen nur einfach Menschen sind, die das Klopapier mehr lieben als das Programmheft. 

Das große Freundschaftsprojekt "duftendes Augsburg", planen Freund und sein Team. Wer könnte diesem freundstrahlenden Optimismus widerstehen, wenn er mit einem Lächeln durch die Gassen von Augsburg zieht? Sogar die Kirchtürme in Augsburg scheinen ihm besonders freundlich zuzunicken, wenn er wieder eine Schule oder eine Kita besucht und dort die verschimmelten Wände mit einem fachmännischen Blick prüft. Natürlich hat er immer einen Eimer roter Farbe dabei, damit er sofort zur Tat schreiten kann und mit der Allround-Klobürste den maroden Wänden einen farbenfreundlichen Anstrich verpassen kann.

Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste ...


Es ist eine Zeit der kollektiven Freundensprünge für alle, die in Augsburg auf frischen Wind in den Schulen und auch anderswo in der Stadt hoffen, bis am 22. März die Entscheidung fällt, ob die Schwabenmetropole Augsburg bereit ist für diesen sauberen Freundschaftsdienst.

Freund lässt es sich nicht nehmen, als Zeichen der Verbundenheit kleine Freundschaftsbändchen aus softem Klopapier an die Passanten in Augsburg zu verteilen, um die Nähe zur Basis zu demonstrieren. Das könnte die nötigen Stimmen bringen, um Eva Weber von ihrem OBin-Thron zu stoßen.

Zudem plant die Augsburger SPD ein großes Freundschaftssingen in Augsburgs vergammelten Turnhallen, damit die Vorfreude auf Freunds Wahlsieg gegen Weber gebührend begangen wird. Das wird die finale Stimmgewinn-Aktion werden.

Aber: Es ist und bleibt trotz heftigem Disput zwischen Weber und Freund natürlich im gemütlichen Augschburg ein freundschaftlicher Wettlauf um die Macht in der Schwabenmetropole Augsburg, bei dem Florian Freund als der freundliche Fels in der Brandung keine Sekunde nachlässt.

Sein Freundschafts-Team ist siegesgewiss und glaubt fest an ein Stimm-Wunder in Augsburg.

Dienstag, 3. März 2026

Glanz und Gloria in der Schwabenmetropole mit Eva Weber

Viel Gold am Hals von OBin Eva Weber.



Wer dieser Tage durch die Straßen der Schwabenmetropole Augsburg spaziert, könnte glatt vergessen, dass Augsburg im bundesweiten Vergleich oft das Schlusslicht bei der Kaufkraft bildet.

Von den Wahlplakaten der Oberbürgermeisterin Eva Weber strahlt uns nämlich eine goldene Aura entgegen, die eher an den Hof von Versailles als an ein verarmtes Rathaus in Bayerisch-Schwaben erinnert.

Es funkelt und glitzert so gewaltig, dass die Passanten auf der Maximilianstraße beinahe eine Sonnenbrille benötigen, um nicht vom puren Goldglanz geblendet zu werden.
​Es ist ein faszinierendes psychologisches Experiment.

Während der durchschnittliche Bürger beim Blick in den Geldbeutel eher gähnende Leere vorfindet, setzt die Stadtspitze auf optische Opulenz.
Viel Gold an den Händen von Eva Weber.



Vielleicht ist das Gold auf dem Weber-Plakat auch als diskreter Hinweis zu verstehen. Wenn schon kein echtes Gold in den Kassen der Stadt flimmert, dann soll es wenigstens auf dem Papier so aussehen.

Es ist das visuelle Versprechen einer Goldreserve, die leider nur aus Druckerschwärze besteht.

​In der Bert-Brecht-Stadt Augsburg hätte der Namensgeber sicher seinen Spaß an dieser Inszenierung gehabt. Er hätte vermutlich ein kurzes Gedicht darüber verfasst, wie der Glanz des Goldes die Schlaglöcher und die kaputten Schulen und endlosen Baustellen und das Elend in den Vorstädten überstrahlt.

Während die Mieten steigen und die Gehälter und Renten eher trüb ausfallen, lächelt uns die geballte Pracht entgegen. Man fragt sich unwillkürlich, ob das Plakat mit einer speziellen Blattgold-Beschichtung versehen wurde, um die Wertigkeit der Versprechen zu unterstreichen.

​Eventuell ist es aber auch ein pädagogischer Ansatz. Die Bürger sollen sich am Anblick von Reichtum derart satt sehen, damit sie den Mangel im Alltag besser ertragen können.
Brille mit Goldrahmen und kostbare Perlen am Ohr: Eva Weber mit ihrem
schönen Schmuck auf dem Wahlplakat



Augsburg zeigt sich hier von seiner glänzendsten Seite, auch wenn der Lack an vielen Ecken bereits bröckelt. Es bleibt die Hoffnung, dass nach der Wahl nicht nur das Plakatgold übrig bleibt, sondern vielleicht auch ein wenig echter Wohlstand in der Schwabenmetropole ankommt. Vielleicht dürfen wir im Goldenen Saal was abkratzen?

Waren wir nicht mal die Stadt der Goldschmiede?

Wie immer in Augsburg: Wir waren mal gut!

Alles verkauft, nix gerettet!

    Wenn der Cappuccino den Catwalk räumt ​In der Schwabenmetropole Augsburg vollzieht sich am Rathausplatz ein modisches Trauerspiel. Eine...