Sonntag, 21. Februar 2016

Wir veröffentlichen das negative Gheimpapier zum Augsburger Wasserstadt-Bewerbungs-Test - Treffer und versenkt?

Maarten Holthuis

Groote waterwerken“

Begutachtung der UNESCO-Bewerbung der Stadt Augsburg durch die
Universiteit Vlissingen, vertreten durch Mijnheer Maarten Holthuis


januari 2016
Rijkswaterstaat, afdeling Maastricht, provincie Limburg
Transport- und Wasserministerium, Dienststelle Maastricht, Provinz Limburg



Anstelle eines Vorwortes:

Het beschrijf ist eine Expertise, die zum Schutz niederländischer Interessen vom Ministerium Rijkswaterstaat in Auftrag gegeben wurde. Möge der liebe Gott Mitleid haben und unser Holland und sein Königshaus vor dem Einfall der Schwaben schützen!



Maarten Holthuis bei einem Inkognito-Besuch in Augsburg: Wird sein Geheimbericht Augsburgs UNESCO-Bewerbung fördern oder zerstören?




Vindeliker- und Römerzeit

Das keltische Volk der Vindeliker beherrschte bis zur Eroberung durch die Römer bereits weite Teile der Ströme Biber, Günz, Iller, Kammel, Lech, Leibi, Mindel, Neufnach, Roth, Schmutter, Singold, Wertach und Zusam. Die nautischen Exkursionen beschränkten sich anfangs auf das Schiffen in Strömen nach reichlichem Metgenuß. Dies änderte sich rapide, denn die Römer drangen rasch bis zur Donau vor, die sie sogar überquerten! Und schon bald legten die Besatzungstruppen in der Hauptstadt ihrer Provinz Raetien, dem heutigen Augsburg, einen Hafen an. Die Hafenanlage dürfte sich allerdings im Stadtgebiet Gersthofens nahe dem Merkur-Tempel befunden haben. Das antike Augusta Vindelicorum residierte, wie neueste Forschungen ergaben, auf dem Bärenberg. Soeben wurde dort das Amphitheater freigelegt – pünktlich zur UNESCO-Bewerbung!


(Photo „Amphitheater“: um die Sensation zu verstecken wurde die Ausgrabungsstätte mit weißem Pulver bedeckt)

So wie der Hafen, da in Gersthofen angesiedelt, kein Bestandteil der Augsburger Bewerbung sein darf, trifft es auch jenes römische Boot, welches 1991 angeblich in Xanten-Warth ausgegraben wurde. Diese Prahm stammte vermutlich nicht aus dem Rhein, sondern höchstwahrscheinlich vom Lech. Der angeblich aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene Direktor des Augsburger Römermuseums pflegte in jungen Jahren beste Kontakte zu Albert Steeger (1885-1958) und dessen Nachfolgerin Prof. Dr. Renate Pirling, der „Entdeckerin“ des Goldhelms von Frankenfürst Arpvar, den sie 1962 in Gelduba ausgrub. Es ist nicht auszuschließen, daß es sich keineswegs um einen Merowingerhelm des 5ten Jahrhunderts, vielmehr ein 500 Jahre älteres Vindelikerartefakt handelt. Wahrscheinlich wurde dieser Vindelikerfürst bei einem Raubzug im Gelderland getötet, das `Xantener´ Römerschiff fast 2000 Jahre später irgendwie an den Niederrhein bugsiert und nahe dem APX (Archäologischer Park Xanten) vergraben. Aus einer verständlichen Trotzhaltung heraus wird Augsburgs Bewerbungskomitee deshalb das Amphitheater mit Einreichung der offiziellen Bewerbung den internationalen Medien präsentieren.






Nachdem die Römer vergeblich versucht hatten, die Vindeliker zu domestizieren, verließen sie verbittert Raetia und deren Hauptstadt Augusta Vindelicorum. Die Kelten zerstörten nach dem Abzug der Invasoren nicht nur feste Häuser, Fußbodenheizungen, Wasserleitungen, warfen gröhlend Fensterscheiben ein, sondern
versenkten die gesamte römische Flotte und bauten wieder Flösse, um Besuchern aus dem Morgenland und keltischen Verwandten aus Britannien Floßfahrten mit Metbesäufnissen anzubieten, die schlafenden Betrunkenen auszurauben. So schifften sie (im wahrsten Sinne des umgangssprachlichen Wortes) denn wieder lechabwärts und überließen den römischen Hafen dem Zahn der Zeit. Dennoch bezeichnet sich Augsburg, obzwar eine Römergründung gerne als älteste Stadt Deutschlands. Schließlich liegt Trier mit seiner angeblich antiken Porta Nigra links-rheinisch, gehört demnach zu Frankreich. Damit ihnen niemand in Deutschland zuvorkomme, verrechneten sich die Repräsentanten Augsburgs kurzerhand um dreißig Jahre und feierten 1985 ihre 2000 Jahre alte Stadt!


Maritime Glanzzeit

Wie die Namensverwandtschaft signalisiert, handelt es sich bei dem Volk der Veneter um Vindeliker. Und nach dem Vorbild Augsburgs mit seinen vielen Bächen, den unzähligen Brücken und Stegen errichteten die aus Schwaben eingewanderten Veneter auf der Lagune eine Siedlung. Somit könnte der mediterrane Vorposten Augsburgs, heute in der Landessprache Venezia genannt, den Ambitionen insofern schaden, da Venedig längst der Titel UNESCO-Weltkulturerbe zuerkannt wurde, wenngleich die gesamte Planung eindeutig schwäbische Wurzeln aufweist.

Die Rolle des bedeutendsten Kriegers der Stadt dürfte der Bewerbung gleichermaßen abträglich sein. Der Admiral Ulrich von Dillingen (890 – 973) hatte von 900 – 908 in der Abtei St.Gallen christliche Seefahrt und Schiffbau studiert. Später war er auch nebenberuflich als Seelsorger tätig, und zwar seiner adeligen Herkunft entsprechend im Range eines Bischofs. 

Dieser Kriegsherr umging, als sich asylsuchende Magyaren der Stadt näherten, den Flüchtlingstroß mit seiner Flotte, indem er lechaufwärts segelte. Hinterrücks überfiel er mit seinen Mannen die armen ausgezehrten Flüchtlinge und ließ sie gnadenlos abschlachten, zumal sie keine Christen waren. Dieser Genozid, als „Schlachten auf dem Lechfeld“ in die schwäbische Geschichte eingegangen, fand vom 8. bis 10. August 955 statt. Der Vatikan sprach Admiral Ulrich später in seiner Funktion als Geistlichen, sprich Bischof heilig. Und noch heute feiert die Stadt Augsburg weltweit einzigartig am 8. August einen Feiertag namens Augsburger Friedensfest?!? 

Sollte jedoch, wie aus unbestätigten Quellen verlautete, der jetzige ungarische Präsident Orbán Reparationsforderungen an die Stadt Augsburg stellen, so dürfte kein Cent für eine Weltkulturerbebewerbung übrig bleiben, zumal dieser Völkermord 1.061 Jahre zurückliegt, sich etliche Zinseszinsen angesammelt haben dürften. Inwieweit sich die derzeitigen Stadtoberen diesbezüglich zu verantworten haben, mag dahingestellt sein. Unsere prachtige hoofdstad Den Haag samt Internationalem Strafgerichtshof, wo neben anderen bis 2024 noch der Ungar Péter Kovács als Richter fungiert, ist einen, auch lebenslangen Besuch allemal wert.

Die katholische Kirche allerdings bemüht sich seit kurzem um Schadensbegrenzung. So wurde im vergangenen Jahr in der Basilika von St.Ulrich & Afra die Ausstellung „Das Kreuz mit Ulrich“ präsentiert. 
Doch wenden wir uns den wasserbautechnischen Erfindungen Augsburgs zu.
Herausragend – die MVG.

Jener Pionier war ein Fugger! Diese Familie armer Waldbauern aus den Stauden betätigte sich auch als Tischler, die den Handwebern zuarbeiteten. Während die späteren Fugger weltberühmt sind, so weiß kaum jemand, daß der Vater von Hans Fugger, welcher sich 1367 in Augsburg niederließ, als Waldbauer und Schreiner den Grundstock für den sagenhaften Reichtum seiner Nachfahren legte. Jener Hans der Ältere gilt nämlich als Erfinder der MVG, der mechanischen Versitzgrube. Daher spricht der Volksmund noch heute davon, die Fugger machten aus Exkrementen Gold. Selbst der österreichische Dramatiker & Romancier Thomas Bernhard (+) lobte Augsburg in höchsten Tönen als die Kloake am Lech schlechthin. - Erst die Erfindung des WC ließ den Geldsegen verrinnen, da das Patent der Fugger flugs an Bedeutung verlor.
Aufgrund zahlreicher Dependancen in den Hafenstädten Antwerp, Frankfurt a. d. Oder, London und Venedig gehörte Augsburg dank der Flotten der Fugger, wie auch Welser zu den führenden Hansestädten! Bleibt zu vermuten, die Belagerung Augsburgs durch die Schweden war eine Reaktion auf das aggressive Auftreten der Reichshansestädter als Seestreitmacht in der Ostsee.






Der Reichtum der Fugger indes mehrte sich, weil diese Kaufleute den ersten Konzern der Welt auf den Buckeln ihrer Zwangsarbeiter in Oberungarn (der heutigen Slowakei) erwirtschafteten.
Die Kaufmannsfamilie deren von Welser stand den Fuggern kaum nach. Unter der Admiralität des berühmtesten Freibeuters Augsburgs, Balthasar Spengler wurde nicht nur Venezuela erobert, sondern vor allem die Sklaverei eingeleitet. Spengler veröffentlichte 1509 sein Buch „Meerfahrt über Indien & Afrika“. Als sein Nachfolger Phillip von Hutten auf der Suche nach dem sagenhaften Goldland El Dorodo mehrmals scheiterte, verlegte er sich auf ein lukrativeres Geschäft: den Handel mit afrikanischen Sklaven.- Der damals in Venezuela lebende spanische Missionar Bartolomé de Las Casas beschrieb die Landesherren wie folgt: „Die Augsburger sind schlimmer als die wildesten Löwen. Aus Habgier handeln diese menschlichen Teufel viel brutaler als alle ihre Vorgänger“.

Herausragend in der Fuggerstadt: Die Brunnen. Besonders schmerzlich hingegen, die Nationalität der Bildhauer: Holländer, Hubert Gerhard und vor allem Adrian de Vries. Allein schon der Name verbietet es den Augsbürgern, de Vries als einen der ihren zu vermarkten. In Bezug auf die Brunnenkunst gehen die Punkte eindeutig an – und der Sieger ist HOLLAND !

So kulturell offen wie ihre Vorfahren erweisen sich die heutigen Eingeborenen leider nicht. Obzwar gespendet entschied sich die Stadtbevölkerung gegen die Aufstellung der Brunnenfigur „Aphrodite“ vor dem evangelischen Kirchenschiff von St. Ulrich, der Schlächterkathedrale. Bei einem Disput mit dem in Rheydt am Niederrhein aufgewachsenen Künstler Markus Lüpertz (1956-61 Studium an der Werkkunstschule Krefeld; später Direktor der Kunstakademie Düsseldorf) verwahrte sich der bekennende Katholik gegen das Ansinnen eines protestantischen Gartenzwerges und Schrebergärtners, der Bildhauer möge das Konterfei eines Gartenzwerges mit den Gesichtszügen des verstorbenen Bischofs Stimpfle formen. Einen Kleriker der katholischen Kirche, zudem Großoffizier der deutschen Statthalterei mit einer Verfkwartmütze*1) darzustellen, ging dem aufrechten Gläubigen Lüpertz zu weit, so daß er die Provokation mit einem Wangenstreich enden ließ. Seit dem Auftreten Luthers sind überall im öffentlichen Raum Reliefs und Statuetten von Penisnüssen zu sehen! Die Penisnuß ziert sogar das Stadtwappen. Da auch der in Krefeld geborene katholische Künstler Joseph Beuys in Augsburg zur „Entarteten Kunst“ gezählt wird und somit keinen Auftrag zur Brunnengestaltung erhielt, solidarisierte sich sogar sein protestantischer Landsmann, der Moerser Kabarettist Hanns Dieter Hüsch mit Beuys und trat zeitlebens niemals in Augsburg auf! In jüngster
Zeit demonstriert die Initiative „Besorgte Eltern“ wider das Tragen von Penismützen außerhalb der Amtsräume und das öffentliche Zurschaustellen, verhüllt immer wieder trotz Geldstrafen steinerne Zipfelnüsse!





(Photos: Verhüllte Zipfelnußplastikstatuette und erigierte Zipfelnußgeländerverzierung; beide im Passagierhafengebiet)

Dem Meer Land abzugewinnen, dies verdankt Holland dem Augsburger Einwanderer Eisele. Dieser begeisterte Eisangler ließ sich im Fischerdorf Urk nieder. Sehr rasch erlernte er das Hochseeangeln und wurde zum tollkühnen Fischer, der weit hinaus auf die Nordsee segelte. Die Insel Urk wurde Eisele alsbald zu klein. Er versuchte, dem Meer Boden abzutrotzen und legte Polder an. Um das Neuland trocken zu legen, hob Eisele kleine Gräben aus und leitete das Salzwasser zurück in die Urker See, eine riesige Nordseebucht. Um das gewonnene Land höher zu legen, besann er sich auf die Wasserkunst seiner Heimat. Er funktionierte die Technik der Augsburger Wassertürme einfach um, indem er Windmühlenkraft nutzte. Leider verstarb Eisele sehr früh. Bei einer fürchterlichen Sturmflut verlor der Pionier der angeblich holländischen Wasserbaukunst vor Texel sein Leben. Zur Erinnerung an einen der tapferen sieben Schwaben benannten die Friesen die Urker See nach Eisele, seither als Ijsselmeer jedermann geläufig.

Welch unvergleichlichen Stellenwert Augsburgs Wasserbaukunst einnimmt, dies offenbart allein schon der Vergleich mit unserer Heimat, het Nederlande. Während in Holland 26% der Landmasse unterhalb des Meeresspiegels liegen, Wasser in der Regel schlappe 14 Meter hochgepumpt werden muß, so sind in Augsburg 494 Meter zu überwinden! Unser höchster Gipfel, der Vaalser Berg im Limburger Land weist gerade einmal 322,7 Meter auf. (Diesen Berg habe ich selbst schon mit dem Mountainbike erklommen/Anm. d. Verfassers).
So wie der antike Hafen der Römer sich nicht einmal lokalisieren läßt, so verschwand auch der mittelalterliche Hafen, der anfangs nur den Flössern diente. Später segelten Hanseschiffe über den Lech und die Donau bis nach Konstantinopel. Auf dem Weg dorthin verkauften Augsburger Handelshäuser eigene Sklaven als Donauschwaben an Fürstenhäuser in der Walachei. Weitere Exportgüter im Mittelalter waren vor allem Textilien, die in den vielen Seemannsgarnspinnereien hergestellt wurden. 

Lange Zeit galt ja Augsburg (nach der Samt- & Seidenstadt Krefeld/Anm. d. Übersetzers) als zweitbedeutendster Textilstandort Deutschlands. Die Kaufleute der freien Reichshansestadt versilberten damals alles. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff „Augsburger Silber“. Sowohl das große Schiffshebewerk am Lochbach, als auch die vielen Hafenbecken und Werften wurden beim Matrosenaufstand während der bayerischen Räterepublik vom roten Mob vollständig zerstört. Lediglich die Anlegestelle der Donau-Personenschifffahrt – wegen geistiger Verwandtschaft benannt nach dem französischen Charmeur Dominique Strauss-Kahn, Ex-Minister und anerkannter Sittenstrolch - blieb vom Karl-Albert-Gollwitzer-Hafen erhalten.

*1) In der schwäbisch-bajuwarischen Landessprache lautet das Synonym für verfkwart (lat.: Penis“) „Zipfel“.
Die Eingeborenen frönen seit jeher dem Zipfelnußkult. Mehrere Oberbürgermeister, respektive solche, die – wie es bei uns heißt – keine Pfannen mehr auf dem Dach haben – Müller (+), Menacher, sowie der amtierende Burgemeester -, tragen als Zeichen der Würde und zur Bedeckung ihrer Blöße Zipfelmützen! Wohl ein uralter heidnischer Brauch der Vindeliker. (Vlg. Mütze der Dogen bei den Venetern in Venedig). Konsequenterweise installierte der amtierende Burgemeester gar einen Kulturbeauftragten für das Poppen !


Neuzeit

Da der Personenschifffahrtshafen bislang ohne Verbindung zum südlich der Kommune gelegenen Yachthafen Mandichosee, den alten Häfen Hochfeld und Karmelitengasse, sowie dem ans Seemannsheim grenzenden Eiskanal – dort erlernen die Inuit die Eskimowelle, um im heimischen Eismeer überleben zu können – ist, plant Wasserbaudezernent G. Schmäckle ein Kanalsystem, welches nicht nur die einzelnen Häfenbecken miteinander verknüpft, sondern auch den neuen, 100-Millionen-Euro teuren Containerhäfen, im Norden vor den Toren der Stadt gelegen, miteinbezieht. Ferner wird der Lech-Wertach-Kanal die alte Innenstadt queren und unterhalb des Hauptbahnhofs verlaufen, damit die Fahrgäste der Wassertaxen und Häfenrundfahrboote



(Photos: Baustelle Röhrenkanal am Bahnhofsvorplatz, aus Richtung Ost und West aufgenommen)

direkt auf die Fernzüge der Eisenbahn umsteigen können. Leider fordert die Stadt in dem Zusammenhang die an Rotterdam ausgeliehenen Wasserbusse zurück, um sie selbst für touristische Zwecke einsetzen zu können. Der Containerhäfen wird per Straße an das bereits bestehende, autobahnnahe Güterverkehrszentrum angeschlossen und nach Augsburgs berühmtesten Donaumoos-Piraten benannt: Theo-Berger-Allee. Diese endet an der „Kaiserpfalz Gablingen“, der Residenz von Kaiser Franz zu Giesing. Hunderte von Büroräumen sind bereits bezugsfähig. 

Die Pfalz – sie besitzt einen eigenen Frisiersalon und eine Kfz-Werkstatt für des Kaisers Fuhrpark - wird schwer bewacht und ist nachts wunderbar illuminiert. Kaiser Franz erschien die Burg Landsberg von Prinz Uli zu Ulm als Altersruhesitz antiquiert, weshalb er sich für eine neue Pfalz stark machte. Selbst in der Schweiz sammelte ein Sepp namens Blatter einige Rappen zur Unterstützung des neuen Domizils. In unmittelbarer Nähe des Containerhäfens befindet sich außerdem – unterirdisch gelegen; zwölf Stockwerke tief! - die NSA – Nautische Schule Augsburg. Die Werften werden im übrigen nicht restauriert, da verborgen bleiben soll, es handelte sich um Flugwerften zum Bau der Messerschmittdüsenjäger und anderer Militärflugzeuge. Heutzutage dient die größte Flugwerft der zivilen Luftfahrt: Airbus-Teilfertigung.

Ein ganz besonderes Anliegen der Stadtoberen und des Kulturausschusses der Reichshansestadt ist die Wiederherstellung einer alterwürdigen Institution, nämlich der Hafenkneipe „Zum Schnapper“, wo dereinst der junge Bert Brecht Notizen zur Dreigroschenoper machte, erstmals das „Lied von der Seeräuber-Jenny“ intonierte. Selbst der veraltert erscheinende traditionelle Rotlichtbezirk in der Jakobervorstadt soll eine Gracht bis zur Anlagestelle Kahnfahrt bekommen, um Dominique als Schirmherrn angemessen begrüßen zu können. Dies muß jedoch als krampfhafter Versuch angesehen werden, um jeden Preis mit Amsterdam konkurrieren zu wollen. Dabei wird übersehen, ohne die Duitsen gäbe es kein Anne-Frank-Haus, eine der meistbesuchten Locations unserer kulturellen Hauptstadt. Übrigens, eine von Europas Kulturhauptstädten wollte Augsburg auch einmal werden. Demnächst (2018) dürfen die Vindeliker wieder – wenn auch friedlich – in Frysland einfallen, um die Kulturhauptstadt Leeuwarden zu goutieren.










Ein einziges großes Schiff kann die Flotte der Reichshansestadt heute noch aufweisen: die Fregatte Augsburg. In guter alter Manier lauert dieses Kriegsschiff vor der Küste Syriens im östlichen Mittelmeer. Leider darf die Augsburg nicht an Kampfhandlungen teilnehmen, weshalb sich die Besatzung damit begnügt, Flüchtlinge aus der See zu bergen und an Bord zu holen. Die frierenden und hungrigen Menschen aus dem Morgenland werden wie zu Zeiten der Kreuzzüge perfide mit Schweinefleisch-Meat-Pie und Schweineblut – abgefüllt in Flaschen mit der Aufschrift „Traubensaft“ - vergiftet.

Die allerwenigsten Straßennamen erinnern an die glanzvolle Epoche als Reichshansestadt. Selbst nach Rudolf Diesel (geb. 1858 in Paris) wurde lediglich eine schäbige Industriestraße benannt, da der Erfinder des Dieselmotors, welcher heutzutage fast sämtliche Schiffe auf Erden antreibt, dem Druck des Mobbings in Augsburg – die Penismützenträger gaben ihm den Spitznamen Pariser – nicht gewachsen war und versuchte, nach England auszuwandern. Als ihm die Aussichtslosigkeit eines positiven Bescheids seines Asylantrages bewußt wurde, stürzte er sich während der Überfahrt nach England in den Kanal, was wiederum nicht für Augsburg spricht! Die meisten Straßennamen wirken eher schauerlich oder abschreckend: Finstere Gasse, Im Galgental, Josef-Piller-Straße, Prof.-Messerschmitt-Straße, Pulvergäßchen, Radau, Saugasse, Schießgraben-straße, Schießstättenstraße, Schlachthausgäßchen, Schleifergäßchen, Zeugplatz. Natürlich gibt es auch, im Winkel Oberhausen gelegen, eine Zipfelstraße! 

Der „Fischmarkt“ hingegen taucht offiziell nicht mehr im Stadtplan auf. Dort wurden noch bis vor wenigen Jahren die heißbegehrten Augsburger Silberfische aus der Räucherei der AVA (Abfallverwertung Augsburg) angeboten. Der Fischmarkt, ursprünglich zwischen Perlachturm und Rathaus gelegen, darf seit dem 2. Mai 2008 nicht mehr als solcher bezeichnet werden, nachdem Jugendliche in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai desselben Jahres „Der Fisch stinkt immer am Kopf“ ans Rathaus gesprayt hatten.

Wenige Jahre nach dem Abzug der US-Armee haben die Augsburger wieder einmal fast alle Bauten der Besatzungsstreitkräfte des Landes, welche die Vindelikernachfahren vom Tyrannen befreiten, geschliffen.
Viele der geplanten Neu- und Umbauten harren noch der Realisierung. So fehlt beispielsweise dem im Volksmund als Maiskolben verunglimpften höchsten Gebäude der Reichshansestadt immer noch das Leuchtfeuer, um den Bewohnern heimzuleuchten. Auch die Sprungtürme und das Hausbootareal am Naherholungsgebiet „Rindsee“ warten noch auf die Inbetriebnahme. Dieser riesige Baggersee diente bislang nur als Badesee, wurde allenfalls mit Ruderbooten eines Bootverleihs befahren. Demnächst bietet das städtische Seefahrt- und Hafenamt Ausflugsfahrten mit einem Raddampfer – ein Geschenk der amerikanischen Partnerstadt Dayton - an. Der „Rindsee“ wurde übrigens nach dem Augsburger Wappentier benannt, dem Rindvieh. 




Das Prunkstück aller Neubauten hat seine Pforten längst geöffnet und weltweit Aufsehen erregt. Unter der Ägide des Wasserbaudezernenten G. Schmäckle errichtete die Stadt ein überdachtes und mit tribünenartigen Sitzreihen umrandetes Becken. Dieses wird rund zehn Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt. Sobald sich winterliche Temperaturen einstellen, das Wasser somit gefriert, laden die Verantwortlichen Schläger aus ganz Deutschland ein, die sich auf der Eisfläche um eine schwarze Gummischeibe prügeln. Raffinierterweise wurden die Etagen der Tribüne so angelegt, daß fast niemand die Gummischeibe sehen kann. Einmal pro Woche stürmen Heerscharen von Gewinnsüchtigen das Areal und entrichten ihren Obolus, um einen Tribünenplatz zu erhaschen. Wer von den Zuschauern in der glücklichen Lage ist, per Smartphone als erste oder erster eine Aufnahme der Gummischeibe zu schiessen, hat gewonnen!

Het Nederlande schließt sich dem Spielbetrieb dieser neuen Sportart nicht an und begnügt sich weiterhin damit, bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften die Nummer eins - bei Frauen und Männern - im Eisschnelllauf zu stellen. Die Sache mit den Holzprügeln überlassen wir gerne den Schwaben.


Geplante Begleitprogramme und bewerbungsspezifische Bauten

Wie wir überraschenderweise aus der Provincie Zuid-Holland erfuhren, soll die in Delft beheimatete Deltaflume-Forschungsabteilung demnächst laut einer unbestätigten Aussage von Direktor Marcel van Gent ans Forschungszentrum Hochablaß übersiedeln, falls die nächste Jahrhunderflut vor 2053 eintrifft. Dies mag nicht weiter verwunderlich erscheinen, trug doch der frühere Augsburger Ordnungsdezernent Einreißer im Jahre 1999 maßgeblich zum Erfolg der Pfingstflutung bei, welche weite Teile des Augsburger Winkels Pfersee unter Wasser setzen konnte. Skeptikern sei gesagt, mag Augsburg auch weit vom nächsten Meer entfernt sein, so weist es dennoch Gezeiten auf, die sich allein schon in der Stadtkasse bemerkbar machen. Hier herrscht seit acht Jahren Ebbe! Dennoch gelang es der Stadtkümmerin, für das Planungsfeststellungsverfahren zum 540 Hektar großen Deltaflume-Gelände 54 € und 35 Cent als Rücklage zu bilden.

Statt eines kostpieligen Infocenterneubaus für Touristen setzt die Kulturmakulatur auf ein Begleitprogramm. Nach einem Besuch einer siebenschwabenköpfigen Delegation des Stadtratkulturausschusses in der Partnerstadt Inverness mit einer Exkursion zum Loch Ness, wo man sich vor Ort vom Nutzen des Versenkens eines Seeungeheuers (noch im Entwicklungsstadium; Planung bei einer namhaften Augsburger Roboterfirma in Arbeit) im Stempflesee informierte, neigen die Verantwortlichen dazu, nicht nur Touristen in den Mittelpunkt ihrer Mautbegehren zu rücken, sondern vor allem das in Vergessenheit geratene Argument „Kultur als weicher Standortfaktor“ auszugraben: Festspiele! Der Zeitraum wurde schon fixiert, da jedes Jahr um den 20ten Januar herum auf dem Messegelände die world exhibition „Fischen & Schiffen“ stattfindet. Mit Weltstars wie Nana Mouskouri, Freddy Quinn und dem Lützelburger Shanty-Chor sollen schon Vorverträge in der Schublade liegen. Und für die Kleinen wird Wildwasser-Seepferdchenreiten den Lochbach abwärts das ambitionierte Vorhaben ergänzen. 

Nachdem Themen wie Brecht, Frieden, Literaturstadt, Mozart, Reichstage und Römer keine Zugkraft entwickeln konnten, rückt nun das Seeungeheuer in den Fokus: Seeungeheuermusical auf der Freilichtbühne (eine Auftragsarbeit, die an Herrn Bourani vergeben wurde, da ein Brief an Höllerich-Black mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“ retourniert wurde), sowie Ballett- („Schwanensee“; Ensemble: Marineverein Augsburg e.V.) und Theateraufführungen (Gastspiel des Ohnesorg-Theater Hamburg), sogar Opern („Zar und Zimmermann“; aufgeführt von der Laienspiel- & Gesangsgruppe der Russischen Landsmannschaft unter der Regie von Juri H.) im – maroden – Zweieinhalb-Sparten-Theater. Eine halbe Sparte wurde kürzlich wegen notwendiger Restaurierungsarbeiten im Goldenen Saal und im Sitzungssaal des Rathauses untergebracht. Dort finden in der Regel nur kabarettistische Auftritte statt.

Was außerdem nicht unerwähnt bleiben sollte; Augsburg würdigt als einzige Hansestadt seine Seemänner mit einer ganz besonderen Geste: Wer einmal Weltmeister oder Olympiasieger war, darf sich mit seiner Kanutenpartei um das Burgemeesteramt bewerben und erhält zumindest einen Sitz im Stadtparlament! Außerdem erklingt zu Beginn jeder Stadtratssitzung die Schiffsglocke der Fregatte Augsburg und läutet somit den offiziellen Teil ein.

Zusammenfassung

Abschließen möchte ich meine Expertise, deren Ergebnis sich kurz zu einem „Nee voor Augsburg“ zusammenfassen läßt, mit dem Zitat jenes Sinnspruches beenden, welcher seit den schwäbischen Raubzügen im frühen und späten Mittelalter bis zum heutigen Tag (zumeist als große Muscheln mit Schriftzug) in vielen Fluren holländischer Haushalte hängt und da lautet:

Gott segne Limburg
und das Gelderland
er laß das Zwaabseland
in Satanshand!“

- - -

Auf Quellenangaben wurde verzichtet, da sich diese Expertise auf diejenigen Informationen beruft, die dem Schreiben der Voranmeldung der Stadt Augsburg beim Weltkulturerbebüro Paris beigefügt wurden.

Übersetzung aus dem Niederländischen: Jüpp M. Tonfeld, geb. 1960 in Krefeld-Linn; dort wohnhaft. Cousin
von Maarten Holthuis.

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Sponsoren: UNESCO-IHE (UNESCO-Institut für Wasserbildung), Havenbedrijf Rotterdam N.V., Koninklijke Maatschappij „De Schelde“, Nederlandse Spoorwegen sowie Akzo Nobel, DAF, Douwe Egberts, Frau Antje (Nederlandse Zuivelstichting), Heineken, ING Groep, Océ, Rabo Bank, Philips, Royal Dutch Shell, Scheuten Glasgroep, Stork und Unilever.
Limburger afdrukken, Postbus 921, AC 5928 Venlo, januari 2016, Nederlande

Auf Quellenangaben wurde verzichtet, da sich diese Expertise auf diejenigen Informationen beruft, die dem Schreiben der Voranmeldung der Stadt Augsburg beim Weltkulturerbebüro Paris beigefügt wurden.

Übersetzung aus dem Niederländischen: Jüpp M. Tonfeld, geb. 1960 in Krefeld-Linn; dort wohnhaft. Cousin
von Maarten Holthuis.

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Sponsoren: UNESCO-IHE (UNESCO-Institut für Wasserbildung), Havenbedrijf Rotterdam N.V., Koninklijke Maatschappij „De Schelde“, Nederlandse Spoorwegen sowie Akzo Nobel, DAF, Douwe Egberts, Frau Antje (Nederlandse Zuivelstichting), Heineken, ING Groep, Océ, Rabo Bank, Philips, Royal Dutch Shell, Scheuten Glasgroep, Stork und Unilever.

Limburger afdrukken, Postbus 921, AC 5928 Venlo, januari 2016, Nederlande
 

Autor der geheimen Studie:

Maarten Holthuis, geboren 1960 in Borne; Besuch der kath. St.Jansschool, anschließend kath. Bataafs Lyceum in Hengelo. Studierte Wasserwirtschaft an der HZ Universiteit Vlissingen und Kulturwissenschaften in Leiden am Instituut vor Geschiedenis. Promotion: „Historie van de Zwaabse zeerovers, plunderaars en bandieten in Gelderland en Limburg“. Lehrt am Huizinga Instituut der University Maastricht Cultuurweltenschappen und wurde durch das populärwissenschaftliche Sachbuch „Groote vrijbuiter en kaper“ bekannt. Holthuis lebt mit seiner Familie auf einem Hausboot im Hafen von Roermond.

Kaffee, Kuchen und Wurst extra ... Verrückte Kunst ...

Ein paar Bilder aus einer kleinen Augsburger Künstler-Galerie















In der ehemaligen Metzgerei Walter, am Stephinger Berg, über der sich früher der Grafiker Bernhard "Stone" Leitenmaier, seine Gelbwurst in der Pfanne gebraten hat, kannst du die originelle Galerie "Extrawurst" von Augsburger Künstlern entdecken und verrückte Kunst einkaufen. Bei Kaffee und Kuchen, aber ohne Wurst extra.

Zu sehen und zu kauen, äh, Fehler, kaufen, ist die Kunst von 
Nadine Braun,
Katharina Maier,
Peter Mangold
und bald kommt auch
Lane Ziegler
dazu.

Auch Lesungen Augsburger Autoren
sind angesagt.
   
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Und die beiden Metzgerbrüder stehen auch nicht mehr mit dem blutigen Fleischerbeil in der Hand Wache, wenn abends Fremde kommen ... 

Hüpf und Dreh - Neues Flüchtlingseinbürgerungsmodell: bayerisch integriert, der Wahnsinn!



Ihr wisst ja, liebe verblödete ASZ-Leser, niemand bringt lieber positive Meldungen, als wir. Darum berichten wir auch über das neue Integratiosn-Modell von Flüchtlingen aus orientalischen Gegenden wie Syrien, Afghanistan, Irak oder aus dieser gefährlichen Gegend halt.

Im Lechhauser Saalbau Krone führt die bayersiche CSU mit Hilfe des Trachtenvereins Lechhausen die schnellstmögliche Integration auf Blasmusik-Basis durch. Da staunen nicht nur wir, oder ihr, da staunt die ganze Welt. Mal davon abgesehen, dass nicht jeder weiß, dass Lechhausen der bayerische Teil der schwäbischen Spätzlemetropole Datschiburg ist und deswegen von den Einheimischen sowieso als exotisches Ausland betrachtet wird. Also, wer von Lechhausen nach Augschburg zieht wird dort auch als "Zuagroaster" betrachtet, fast schlimmer als wenn jemand aus Somalia kommt, nur mal so nebenbei.

Ob das auch mit dem Gebetsteppich praktiziert wird, entzieht sich leider unserer Kenntnisnahme. Und wie das mit den Frauen dann durchgezogen wird, ist uns auch noch nicht klar.

Tipp von unserer ukrainischen Nutzfrau: "Unbedingt den Ton beim Filmschauen einschalten!"