Dienstag, 5. Mai 2015

Alle klauen sie Augsburgs Ideen - Wo bleibt der Stadtmarketing-Koordinator?


Manche bösartigen Lästermäuler, typisch Datschiburger halt, behaupten, die besten Werbeideen für Augsburg habe man sich in anderen Städten geklaut. Das mit den bunten Schirmen in der türkischen Stadt Antalya

Und den Slogan "Jetzt kommst du" habe man sich bei den Tierschützern und bei Hertie geschnappt. "Aber der Augsburger Dödel, Fan des Durchscnitts, ist mit jedem Scheiß zufrieden, wenn es billig ist", meint ein renommierter Werbespezialist, der auf unsere Ideen neidisch ist. "Vernünftige oder gar kritische Mäuler in den Augsburger Medien, die wissen, dass hier nur Augenpulver gestreut wird, dass die Blender am Werk sind, die für die Stadt garnix bringen, außer hohen Kosen, stopft man einfach mit massig Werbung mit viel Kohle", meint völlig unbegründet ein Augsburger Medien-Insider.





Alles Lüge! Es war ganz anders! Diese Ideen stammen alle aus Augsburg und wurden von den anderen Städten bei uns geklaut. 

Motto: Woisch was i moin?

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Datschiburger völlig meschugge?





Der Jüdisch Historische Verein in Augsburg meint zu der "Aktion Sonntag in the City": "Jeder kennt den berühmten “Nürnberger Trichter“, die seit Jahrhunderten scherzhaft überlieferte Methode aus der spitzen Feder von Georg Harsdörffer, “Wissen” mittels einen Trichter ohne große Anstrengung in die Gehirne der Menschen zu träufeln. 

Sie diente als Metapher, selbst dem Dümmsten etwas beizubringen. Heute geht es bekanntlicher Weise nicht mehr um Wissen, sondern um Werbung und Reklame, (emotionale) Suggestion, um Kampagnen, die erklären sollen, was man selbst nicht bemerkt, vielleicht, weil es gar nicht existiert.

Kurze Rede, langer Sinn. Nun jedenfalls hat es auch einen Augsburger Trichter gebraucht, realisiert bei und mit offenbarer Hilfe der St. Anna Kirche ..."



Das ist uns neu, dass die Gemeinde St. Anna für die genialen Augsburger Werbekampagnen zuständig ist, die dafür sorgen werden, dass Augsburgs Innenstadt in Zukunft von unzähligen Shoppern überrannt wird. Denn nun haben wir meschuggen Datschiburger kapiert: Wir legen grünen Teppich und graues Pflaster aus, stellen paar bunte Liegestühle hin, und hängen einige Schirme in die Luft. Dann ist Augsburg endlich besuchenswert.

Damit ist Augsburg und seine Geschäftswelt gerettet. Sonst brauchts da nix mehr. Viele leere Läden oder Schnäppchenmärkte? Wurscht! Spielcasinos bis zum Kö?  Wurscht! Toter Schmiedberg? Wurscht! Teure Parkhäuser? Wurscht? Römermuseum zu? Wurscht! Junkieplatz Oberhausen? Wurscht!

Unser neues Stadtmarketing bringts doch voll. Wir dachten, das macht der einfältige Melcer, oder der Tiefgang-Sieber, oder die blonde Ursula Baier Pickartz. Jetzt ist es die Anna-Kirche, ja sowas. Wer blickt hier noch durch? Wir bräuchten endlich einen Koordinator für das Augsburger Stadtmarketing.
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Unsere ukrainische Putzfrau meint dazu: "Ich glaub nicht, dass bei den Augsburger Stadtwerbern noch ein Trichter hilft, da müssten wir es schon  mal mit einer Abfüllanlage von Riegele versuchen."

Augsburger Wunderheiler-Paar flüchtet nach Mallorca ...

Bei Augsburgs Versicherungsspezialist kann man sich bestimmt auch gegen missglückte Wunderheilungen versichern lassen, wurde uns gesagt.

Irgendwas stimmt nicht mehr mit unserem Gedächtnis. Da gab es in Augsburg doch mal einen Versicherungs-König, der sich immer gerne  im Zentrum der Macht aufhielt, am liebsten als Sponsor.

Hm, wie heißt dieser tolle Kerl denn? Tisch? Stuhl? Bank? Dann hat er eine wunderhübsche und ero ... äh ... esoterische Frau geschwängert und  geheiratet. Mit der durfte er sogar zur Hochzeitsfeier von Augsburgs Oberoberbürgermister Kurt Gribl und dessen ehemaliger Wahlkampfhelferin. Viellelicht waren einst bestellte höhere Kräfte für Gribls Wahlkampfsieg verantworlicht? 

Diese Frau des ehemaligen Versicherungs-Königs von Augsburg soll ganz besondere Kräfte haben. Laut Gerücht. Angeblich soll sie damit sogar Wunderheilungen vollbringen. Und ihr Gatte, der mit ihr jetzt nach Mallorca geflüchtet ist, nachdem er seine Mutter noch bestens versorgt hat, die einst mit ihrem Mann das Geschäft ihres Sohnes aufbaute, soll für diese wunderbaren Heilerin der ideale Gel ... äh ... Welt-Chanel zur überirdischen Kraftquelle sein.

Aber warum ist dieses wunderbare Schamanen-Pärchen aus Augsburg verschwunden? Wir bräuchten sie hier doch so notwendig. Alles so krank hier. Nur noch raffen, gieren, raffen. Sicherlich konnten sie den Neid über ihre Heilungserfolge nicht mehr ertragen. Selbst die prominentesten und reichsten und einflussreichsten Datschiburger waren ja ihre Gäste. Sie sollen sogar für Liebesglück und Kindersegen gesorgt haben. Das können wir versichern. Wer heilt jetzt aber verblödete und versoffene Journalisten wie uns?

Oder die bei den Kollegen, wo es aber nicht ganz so schlimm sein soll.

Könnte es der Auftrag von unserem besorgten OB Dr. Kurt Gribl gewesen sein, der dem Wunderheiler-Paar befahl die Alkoholkranken vor dem Oberhauser Bahnhof zu retten? Das wäre natürlich viel schwieriger als verkalkte Chefredakteure von ihren krankhaften Schleimdrüsen zu befreien, die immer auf Überproduktion stehen. Da soll nicht mal die beste Milchkur aus Aretsried helfen.

Komischerweise können wir uns noch an den Wunderheiler Lamar in Augsburg erinnern. Der bekam einst einen fetten Bericht in der ehemaligen Schwäbischen Neuen Presse (SNP) von Walter Kurt Schilffarth. In dieser wahnsinnig guten Polit-Postille hat damals ein gewisser Thomas Faulhaber geschrieben, dass dieser Wunderheiler, sogar nur über ein Foto, aus der Ferne selbst schwerkranke Menschen heilen kann. Faulhaber soll dafür auch was bekommen haben. Ewige Gesundheit dazu, hoffentlich.

Der bekloppte Journalist Arno Loeb  schrieb damals im Augsburger Monatsmagazin Lueginsland "gegen die Dummheit von Faulhaber und Schmidt hilft leider auch kein Wunderheiler."

Das hat dann doch gewirkt.

Jedenfalls stellten Thomas Faulhaber, der dann später als Wunder-Journalist zur Augsburger Allgemeine geholt wurde, zusammen mit seinem damaligen SNP-Chefredakteur Richard S. Schmidt eine Strafanzeige wegen Beleidigung gegen Arno Löb. Aber der hatte wohl noch einen besseren Wunderheiler zur Seite.

Als Loeb wegen Beleigdigung der beiden Top-Journalisten zur Polizei vorgeladen wurde, entschied nämlich die Vernunft des Staatsanwaltes gegen Faulhaber und Schmidt.

Es soll geheißen haben: "Wer gegen den Loeb so eine Strafanzeige stellt, na, bei dem kann ja was nicht stimmen."