Samstag, 9. April 2011

Schau mal ... Lichtbilder aus Augsburg ...














Langsam erobert der Frühling auch Datschiburg ...

Garski: Unsere AZ ist die schnellste Krimi-Zeitung der Welt, oder?


Mit Freude hat der Augsburger Krimi-Autor Peter Garski Die Dritte Seite in seiner Heimatzeitung gelesen. Ausgabe Samstag, 9. April 2011. Eine packende Story voll Gewalt, Blut und Erschossenen, so schwärmt er. Die Reporterin Sandra Weiss schrieb eine bleihaltige Krimi-Geschichte über Ciudad Juarez, die tödlichste Stadt Mexicos. Hier wird pausenlos gemordet. Auch das Foto auf der kriminellen AZ-Seite ist super, meint Krimi-Garski. Es zeigt einen Mann der gerade von Kugeln durchsiebt wird. Wo? Irgendwo halt.


Und wenn man denkt, dass diese Story zwar erst am 21. Februar 2011 in der österreichischen Zeitung Der Standard erschienen ist, so kann man es doch als einzigartige blitzschnelle logistische Leistung unserer Heimatpresse bezeichnen, dass diese spannende Story bereits 6 Wochen später bei uns in Augsburg zu lesen ist, meint schwärmerisch Peter Garski.

Ja, da staunt sogar unsere ukrainische Putzfrau, die alte Meckertante.

Und wenn die AZ weiter so ruckzuckmässig drauf ist, lesen wir auch sicher in einigen Wochen die neueste Krimi-Story von Sandra Weiss aus dem mörderischen Wüstennest ....

Wir verraten schon mal zur Vorfreude den Anfang der nächsten Weiss-Story vom 8. März:





Im Internet wird die Reporterin Sandra Weiss gar als Lügnerin hingestellt. Was ist da dran?






Hier Auszüge aus der Drogenkriegsstory von Sandra Weiss im Wiener Standard:



In Juárez stirbt man schnell. Weil man zu viel weiß, zu viel redet, die falschen Leute kennt oder zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Ein Schaulustiger raunt, der Besitzer habe mit dem Falschen Geschäfte gemacht. Mit Joaquín alias Chapo Guzmán, dem Anführer des mächtigen Sinaloa-Kartells, der vor drei Jahren zum Angriff auf die Stadt blies, in der bis dahin das Juárez-Kartell das Sagen hatte.

Seither starben fast 8000 Menschen im Kugelhagel. Zuerst Schlüsselfiguren der Kartelle, dann, als die Capos sich abschotteten, Dealer, Kleinkriminelle und Polizisten, schließlich jeder, der vage zur anderen Seite gezählt wurde. Von einem "Zerstörungskrieg bis zur Erschöpfung, in dem immer mehr Unschuldige sterben", spricht Gustavo de la Rosa, Menschenrechtsbeauftragter des Bundesstaates Chihuahua. Im Dezember explodierte im Stadtzentrum eine Autobombe, vor einem Jahr wurden 16 Schüler bei einer Party in einem Vorort niedergemetzelt - eine Verwechslung.

Warum die Frauen in der Bar sterben mussten? Das wird man kaum erfahren - 90 Prozent der Morde werden nie aufgeklärt. Die Ermittlerteams der Stadt sind heillos überfordert. Die Gemeindepolizei gilt als unfähig und korrupt. Zur Verstärkung hat Präsident Felipe Calderón 4500 Bundespolizisten und 3500 Militärs nach Juárez geschickt. Doch sie hecheln hilflos einem unsichtbaren Feind hinterher. So erleben die Juárenses jeden Tag mehrmals das immer gleiche makabre Spektakel aus Schreien, Schüssen, Sirenen, Plastikbändern und Hütchen ...