Dienstag, 5. Januar 2016

Interview mit dem WSA-Aussteiger Thomas Milasevic

"Für Anna Tabak wird es schwer - Sie tut mir leid."


Thomas Milasevic kämpfte einst Seite an Seite mit den WSA-Leuten Tabak und Grab für ein buntes Augsburg.


Unser Exklusiv-Interview mit einem der Augsburger WSA-Gründer, Thomas Milasevic. Er rechnet nun mit dem Verein ab, der nur noch von Peter Grab und Anna Tabak gesteuert wird.


ASZ-Frage: Warum, Thomas Milasevic, sind sie aus dem Polit-Verein Wir sind Augsburg, kurz WSA, nun plötzlich ausgetreten? Sie waren doch eines der wichtigsten Mitglieder dort?

Thomas Milasevic: Es gab eine Zeit, in der ich Peter Grab und Anna Tabak vertraut habe.

ASZ-Frage:  Nun nicht mehr?


Posting des WSA-Gegners.


Thomas Milasevic: Ich habe den beiden vertraut, dass wir gemeinsam für Augsburg etwas erreichen können. 

ASZ-Frage: Was hats gebracht?

Thomas Milasevic: Für Augsburg, aber vor allem für die Menschen dieser Stadt war mein Engagement bei WSA gedacht. Damals habe ich mitgeholfen den Verein WSA e.V. zu gründen und mich sogar bereit erklärt, eine führende Aufgabe im Vorstand zu übernehmen. 

ASZ-Frage: Was ist da sonst noch passiert?


Posting von Thomas Milasevic.


Thomas Milasevic: Vor einigen Tagen bin ich – wie viele andere Mitglieder der ersten Stunde – aus dem WSA-Verein ausgetreten. Aus Protest gegen die Ausschussgemeinschaft im Stadtrat mit der rechtsradikalen AfD. 

ASZ-Frage: Haben Sie nicht geahnt, wie Grab und Tabak ticken?

Thomas Milasevic: Nein, ich hätte mir tatsächlich nie vorstellen können, dass meine ehemaligen Freunde irgendwann gemeinsame Sache mit der Pegida-Partei machen. 

ASZ-Frage: Waren sie zu naiv? Was ging in Tabak und Grab wohl vor, dass die mit einer mirgrantenfeindlichen Partei zusammenarbeiten?

Thomas Milasevic: Ich weiß nicht, was die beiden so verblendet hat, aber ich empfehle Peter Grab, die Ausschussgemeinschaft mit der AfD sofort aufzulösen.




ASZ-Frage: Wie sehen Sie die Zukunft ihres ehemaligen Vereins, wenn Grab und Tabak dort weiterregieren?

Thomas Milasevic: Der Verein WSA e.V. ist schon jetzt durch dieses Anbiedern an die Rechten irreparabel geschädigt. Der noch jungen Anna Tabak möchte ich auf dem Weg geben, dass dieser Makel, Geschäftsführerin der rechtspopulistischen Ausschussgemeinschaft AfD/WSA zu sein, ihren Lebenslauf negativ belasten wird.


Pausenlos weitere Austritte enttäuschter Mitglieder aus der WSA.
Wann löst sich der Rest-Verein von Tabak und Grab auf?


ASZ-Frage: Was würden Sie Anna Tabak raten, die nun wohl unter die Räder gekommen ist.

Thomas Milasevic:  Liebe Anna, Du hast Dich eigentlich schon vor Beginn Deines eigentlichen Berufslebens dahingehend disqualifiziert, von den meisten Augsburgern überhaupt ernst genommen zu werden. Das persönlich finde ich schade und traurig, weil ich Deinen Ehrgeiz lange geschätzt habe. Nun wird es für dich immer schwerer einen guten Job zu finden. Wer will schon eine Juristin, die mit der fremdenfeindlichen AfD zusammenarbeitet? Du tust mit so was von leid.


Der ehemalige WSA-Mann Thomas Milasevic sieht Anna Tabak durch die Zusammenarbeit mit der AfD im braunen Sumpf versinken.


ASZ-Frage: Wars das? Abrechnung finito?

Thomas Milasevic: Mehr ist zu den Beiden von meiner Seite nicht zu sagen. 

ASZ-Frage: Wie sehen Sie nun Augsburgs Zukunft? 

Thomas Milasevic: Für die Friedensstadt Augsburg wünsche ich mir, dass ihre Bürgerinnen und Bürger immer den Mut haben, gegen Rassismus und Ausländerhass ihre Stimme zu erheben. 





Wer ist dagegen? Warum viele nicht?


"Muslime gegen Gewalt" lesen wir auf vielen Plakaten in Augsburg. Brav. Aber wo sind die Plakate, auf denen Katholiken oder Protestanten oder Juden oder Orthodoxe oder überhaupt Pfarrer, oder Straßenkehrer, oder Bäcker, oder Kassiererinnen, oder Autoverkäufer, oder Blumenhandlungen, oder Rechtsanwälte, oder Hausfrauen sich gegen Gewalt aussprechen?

Sind die jetzt alle für Gewalt?