Montag, 3. September 2012

Augsburg - vergammeltes Kaff?



Reinhard Gammel, der ewige Provokateur, Galerist und Frauen-Nacktmaler, der in Augsburg lebt und arbeitet, hat jetzt ein Buch herausgebracht: "Augsburg - Kaff der guten Hoffnung. Vergammelte Werke 2001 - 2011."

Ein Kritiker über Gammels Werk:
"Es sind Anekdoten eines schwitzenden Deutschen unter lauter Machos, philosophische Gedanken über Freiheit und den Tod, erotische Lyrik zum Rotwerden und kulturelle Essays vom Feinsten gegen den täglichen provinziellen Kleingeist. Ein imposantes intellektuelles Feuerwerk des für meine Stadt und über den Kreis hinaus. Bert Brecht wird wieder lebendig.

Gammel über sein Werk:
"Es sieht so aus, als hätte ich ein Augsburg-Buch geschrieben. Die Endstation jenseits von Merian.  Augsburg kommt zwar gelegentlich in die Schlagzeilen, aber selten in kulturell bemerkenswerte. Daher mein Hinweis: natürlich schreibe ich für die ganze Menschheit. Für wen sonst? Es gibt hier zwar noch prächtige Häuser aus des Zeit des Humanismus, doch mit solchen aufklärerischen Ideen hapert es. Haben schon mehrere erlebt. Sie sind dann abgewandert.

Ich bin angekommen, 2001. Als Auswanderer aus der Karibik, 100 Tage Einsamkeit. Beginnt also mit Ich. Ecce homo. Warum ich hier bin. Zurück an den Orten des Grauens, wo Ich sich verloren vorkommt. Erkenne dich selbst, orakelt man, und ich versuche, mich erotisch zu orientieren. Gelingt nicht immer. Hat aber Tiefe. Liebes Erklärungen.

Das schwarze Gebräu der Augsburger Bürger zu schlucken, lehne ich ab. Die Jugend verderben ist ok. Denkanstöße mache ich gerne. Dazu habe ich übrige Meinungen. Werde allerdings heute mehr und mehr zum Spätsokratiker. Alles ist Luft. Hat sich angesammelt als Vergammelte Werke."

Gammels Buch ist auch hier zu beziehen: http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&index=books&keywords=Augsburg%20-%20Kaff%20der%20guten%20Hoffnung%3A%20Vergammelte%20Werke%202001-2011&linkCode=ur2&tag=dienstleistung0d