Mittwoch, 20. Juli 2016

Sonnenschirm-Verbot für Augsburger Gastronom - Stadtbücherei-Café Inhaber wirft Handtuch

Harry Britzlmair ist sauer auf Augsburger Behörden - man hat ihm die bunten Sonnenschirme
vorm Stadtbücherei-Café verboten - darum schließt er verärgert seine
Orangerie in den nächsten Tagen.
Irgendeinem Augsburger Amt waren die Sonnenschirme des beliebten Stadtbücherei-Cafés "Die Orangerie" wohl zu bunt. Von einem Amtsmitarbeiter wurde Orangerie-Wirt Harry "Brizzi" Britzlmair, der das ewige Pleitecafe, geplant vom Augsburger Stararchitekten Schrammel, vor einigen Monaten übernommen hatte und wieder auf die Erfolgsspur brachte, darauf hingewiesen, dass die bunten Sonnenschirme für ihn nicht erlaubt sind. Britzlmaier musste sie abbauen. 

Unter der Leitung von Britzlmair kamen in letzter Zeit immer mehr Gäste in das Café im Erdgeschoss der neuen Augsburger Stadtbücherei auf dem Ernst-Reuter-Platz zwischen Parkhaus, Stadtmarkt, Fußgängerzone und Grottenau-Post. Besonders beliebt waren die österreichischen Schmankerl aus seiner Orangerie-Küche.

Das Café in der Stadtbücherei, das einst als "Tivoli" begann und nicht ging, wurde dann zu "Lohhof" und ging auch nicht. Die Lehmbauleute hatten es nicht lange betrieben. Interessant ist, dass im Aufzug der Stadtbücherei immer noch ein Schild vom "Café Tivoli" zu sehen ist, das schon lange nicht mehr existiert. 

Ein Gast: "Da sieht man mal, wie lieblos das Café von seinem Erschaffer und von der ganzen Stadtbücherei gesehen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass der Architekt zu herzlos und ideenarm war, denn er hat nicht mal das einstige Kino "Tivoli", das hier stand, in das Gebäude der Stadtbücherei integriert, sondern schnöde abgerissen." 

Nachem Harry Britzlmair voller Wut die beanstandeten Schirme von seiner Sonnenterrasse auf dem roten Platz vor seinem Café entfernt hatte, soll er gesagt haben: "Jetzt mag ich nicht mehr, ich höre auf. Nach dem August schließe ich die Orangerie. Sollen doch diese Sesselfurzer das Café übernehmen." 

"Tja, wo ist da unser buntes Augsburg?", fragt da unsere ukrainische Putzfrau. "Die einen dürfen Fahnen vom Perlachturm runterhängen, die anderen dürfen nicht mal bunte Sonnenschirme zur Freude ihrer Gäste aufstellen."

Café Orangerie mit den verbotenen bunten Sonnenschirmen.
Ansicht des Stadtbücherei-Cafés ohne die verbotenen Schirme.

Karikatur, die im Café "Orangerie" gefunden wurde.

Proscht Bio!

Hier wird Bio-Bier in der Kühltasche zur "Mutter Erde" geliefert.

Immer mehr Bierfreunde in Augsburg wollen gutes Bier. Bestes Öko-Bier gibt es in Augsburg im Bio-Laden "Mutter Erde" im Bauerntanzgässchen, bei der Gaststätte Bauerntanz. 
Während Augusta-Bräu seine Brauerei ausgelagert hat, Bob's in Oberhausen ein dunkles Sommer-Bier "Dark Summer Night" braut und Riegele sich bei - im doppelten Sinne des Wortes - ausgezeichneten Craft-Bieren engagiert, verkaufen Klaus und Renate in "Mutter Erde" schon lange ihr Bio-Bier aus der Öko-Brauerei "Riedenburger". Sogar gesundes "Radler" aus Dinkel wird da nun als sommerlicher Durschtlöscher angeboten. 

P.S.: Wer weiß es noch: In "Mutter Erde" begann einst der Siegeszug des vegetarischen Restaurants in Augsburg, bis hin zur legendären "Goldenen Gans".

P.P.S.: Die Hausbrauerei "König von Flandern", unterhalb der Buchhandlung Pustet, wird gerade umgeabut. Mal schauen, was dort unter der Leitung der Brüder Seferis in Zusammenarbeit mit der Brauerei  Hasen/Tucher herauskomt.