Donnerstag, 12. Mai 2011

Augsburgs blonder Held: Hugo wird verewigt ....


Unser blonder Augsburg-Held namens Hugo wird auf dem Cover der neuen Scheibe der Augsburger Combo Generation N super verewigt. Allein wegen diesem Cover muss sich jeder Datschi diese Scheibe zulegen. Pflicht!

Ekelfleisch aus dem Augsburger Umland macht Furore ...

Warum braucht die justiz vier jahre zum ermitteln? komisch - oder? 


Das Schreibt die mitteldeusche zeitung (mz) zum ekel-fleisch aus dem Augsburger umland:

"Dieser Skandal stinkt zum Himmel: Im Sommer 2007 deckt Lastwagenfahrer Miroslaw Riszard Strecker einen der größten Fälle von Fleischmanipulation in Deutschland auf. Bei einer Lieferung von 11,5 Tonnen Fleischabfällen bemerkt er, dass sie von Mitarbeitern einer Wurst- und Fleischfabrik im schwäbischen Wertingen heimlich umetikettiert werden und schlägt Alarm.

Nach und nach kommt ans Licht, dass die Wertinger Firma insgesamt rund 150 Tonnen Schlachtabfälle an Berliner Dönerbuden verkauft hatte. Erst knapp vier Jahre nach dem Skandal müssen sich der Fleischfabrikant und zwei seiner Geschäftspartner von diesem Freitag an vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten 22 gewerbsmäßige Betrugstaten vor, weil sie zwischen Juni 2006 und August 2007 tiefgefrorene Schlachtabfälle als lebensmitteltaugliches Fleisch verkauft haben sollen. Dabei sollen rund 190 000 Euro umgesetzt worden sein. Eine Gefährdung der Verbraucher konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Zu dem Prozess sind nach Angaben des Vorsitzenden Richters der 2. Strafkammer, Wolfgang Natale, insgesamt 15 Zeugen an vier Verhandlungstagen geladen.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Memmingen, die für alle bayerischen Fleischskandale zuständig ist, waren bereits im Oktober 2007 abgeschlossen. Es folgte die Anklage wegen Betrugs und Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz - verhandelt wird wegen der örtlichen Zuständigkeit in Augsburg. Der Betreiber der Wertinger Wurst- und Fleischfabrik darf seitdem kein Gewerbe mehr ausüben, ist jedoch auf freiem Fuß.

Grund für die Prozessverzögerung war vor allem die hohe Belastung des Landgerichts Augsburg und der zuständigen 9. Kammer. Der Vorsitzende Richter Rudolf Weigell musste Fälle vorziehen, bei denen der Angeklagte bereits in Untersuchungshaft saß. Seit Anfang des Jahres arbeitet die neu geschaffene 2. Strafkammer einen Berg von Wirtschaftsstrafsachen auf - darunter auch den Wertinger Ekelfeischskandal, sagt Gerichtssprecher Karl-Heinz Haeusler.

Der Dönerfleisch-Skandal hatte auch zu heftigen Reaktionen in der Politik geführt. Seit dem Inkrafttreten des Verbraucherinformationsgesetzes vor drei Jahren ist es Behörden erlaubt, die betreffenden Firmen bei Verstößen gegen Lebensmittelvorschriften öffentlich zu nennen. Außerdem legten Union und FDP in ihrem Koalitionsvertrag fest, dass Schlachtabfälle in Zukunft eingefärbt und dadurch kenntlich gemacht werden müssen.

Darüber hinaus ehrte Horst Seehofer (CSU) - damals Bundeslandwirtschaftsminister - Lastwagenfahrer Strecker für seine Courage mit der «Goldenen Plakette» des Ministeriums. Er wurde daraufhin mit Interviewanfragen überhäuft. Auch vor Gericht soll er seine Geschichte noch einmal erzählen. Strecker ist als Zeuge am zweiten Verhandlungstag geladen."