Donnerstag, 16. August 2018

Die Drei-Möhren-Mohren-Schande

Mitten in Augsburg: Abgeschlagene Mohren-Köpfe an der Hotelwand.


Riesenwirbel um Mohren-Diskriminierung und Rassismus ...

Also Polemixta kennt sich rein gar nicht mehr aus. „Drei Mohren“, dieses Augsburg-Nobel-Vorzeige Hotel wird mit Diskriminierungsvorwürfen beschmissen.

Skandal, Skandal, Skandal! 

Dort essen die Gäste womöglich noch Negerküsse (die sind so süß). Vielleicht sind Dickis die Alternative? Halt, halt! Nur, wenn die Gäste nicht dick sind. Fettaugen schmecken auch sehr lecker, ganz zu schweigen von süßen Amerikanern aus Mürbeteig mit weißem Zuckerguss. In irgendeinem Augsburger Lokal soll es sogar immer noch "Mohrakopfsemmeln" geben. 

Da läuft Polmixta das Wasser im Mund zusammen.
Die Mohren als hoteleigene Tür-Sklaven.

Diskriminiert könnten sich aber Tiere, zum Beispiel die Pfauen in den Zoogehegen fühlen, wenn Kinder und Erwachsene sich süße Pfauenaugen kaufen. 

Igittigittigitt!!!! 

Was aber, so fragt Polemixta, wenn eine korpulente (fette wäre diskriminierend) Dame eine „fette Henne“ in ihrem Garten anpflanzt, nimmt sie sich dann selbst auf die Schippe oder diskriminiert sie sich vorsätzlich, wenn sie erklärt: Die „fette Henne“ schmeckt als Salatgewürz besonders gut. „Mahlzeit“ sagt Polemixta.

Wenn der Amerikaner boxt.

Manche Fetthennen-Arten (Sedum telephium) lassen sich als Gemüse weichkochen. 

Polemixta fragt sich, wann nun fette Hennen, Pfauenaugen, Dickis oder gar die Amerikaner nicht auf der Speisekarte im Hotel „Drei Mohren“ oder anderswo stehen dürfen? 


Von "Fetter Henne" beleidigt?

Diesem Skandal wären die „Drei Mohren“ einfach nicht gewachsen, oder sie schafften es in die überregionale Presse.


Ihr Polemixta

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Ein Augsbuger Historien-Fan meldet sich zum Thema:

Peter Gustav Bartschat Die drei 'Mohrenköpfe' am Hotel wurden erst nachträglich angebracht, als man die wahre Ursache des Namens nicht mehr allgemein kannte.
Heute gilt als gesichert, dass der Name so zustande kam: Auf der gegenüberliegenden Seite der Maximilianstraße (im Mi
ttelalter noch: Reichsstraße) lagen drei Häuser, die zur Pfründe (Immobilienbesitz) der Moritzkirche gehörten. Diese Häuser nannte man in Augsburg 'Die drei Moritze'. In einem der Häuser befand sich ein Gasthaus. Später zog das Gasthaus auf die andere Straßenseite; dort hatte das Gebäude, in das es zog, ursprünglich zum Besitz der Fugger gehört, die dann aber einen Teil ihrer Grundstücke verkauften. Das Gasthaus nahm seinen Namen einfach mit. Weil sich aber kaum noch jemand an der Ursprung des Namens erinnert, entstand eine Stadtsage über eine Gruppe von Mönchen aus Abessinien, die nach Augsburg gepilgert sein sollen, um am Grab der Heiligen Afra zu beten.
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