Donnerstag, 7. April 2011

Mal wieder ein Skandal um Roy-Black-Musical ... Wahnsinn!


Bild: Die Journalistin Wilma Sedelmeier veröffentlichte im aktuellen Augsburg Journal (AJ) zu dem kuriosen Roy-Black-Musical in Hamburg einige Interviews mit bekannten Roy-Black-Experten. Zum Beispiel mit Günter Ortmann, einen früheren Mitglied von Roy Blacks Agusburger Band The Cannons. Darunter aber auch das Großmaul Arno Loeb, der mal eine Bio-Schwarte zum Augsbuger Schnulzen-Genie verfasst haben will.


Wir bringen hier exklusiv aus dem AJ-Interview mit Arno Loeb ein paar der bescheuertsten Passagen:

Sedelmeier -AJ: Was halten Sie von der Hamburger Idee, Roy Black als seine kranke Ehefrau umsorgender Schlager-Sänger zu präsentieren? Also, wie stehen Sie zu diesem nebulösen Ein-Mann-Stück aus dem hohen Norden?



Arno Loeb: Das sollte wohl ein Skandal-Stück werden. Dazu ein sehr billiges, mit nur einem einzigen Schauspieler. Zielt ziemlich penetrant auf Roy Blacks schlimme Zeit mit zu viel Alkohol ab. Man müsste natürlich dieses Stück sehen, um es fair beurteilen zu können. Immerhin hat Roy Black ja einen kleinen Bezug zu Hamburg. Seine große Liebe und erste Frau Silke Vagts, das einstige Model und Bravo-Layouterin, kam schließlich aus dem Ort Pinneberg, der nicht weit von Hamburg entfernt liegt.


Sedelmeier -AJ: Welche Erinnerungen kommen da bei Ihnen hoch?


Arno Loeb: Es war ein riesiger Knaller, mein Roy-Black-Musical vor elf Jahren. Die Medien stürzten sich wie verrückt auf uns. Sogar die Tagesthemen der ARD berichteten deutschlandweit über uns. Durchaus positiv. Der Regisseur Marcelo Santos, der Hauptdarsteller Claudio Maniscalco, die Schauspieler und ich haben damals im Jahr 2000 von Januar bis März drei Monate in Berlin am Hansa-Theater für unser Roy-Black-Musical täglich hart gearbeitet. Der Produzent wurde leider von einigen Sonsoren im Stich gelassen, so konnte dieses Musical nur mit einer lächerlichen Summe auf die Bühne gebracht werden. Leider. Es war eine tolle Premiere in der Kongresshalle. Die Schlager-Fans waren begeistert und diskutierten heiß darüber, ob es nicht besser oder schlechter wäre, die Hits von Roy vom Band kommen zu lassen. Auch Rudolph Mooshammer hatte das Musical hervorragend gefallen, nur die brünetten Haare des Roy-Black-Darstellers sah er kritisch. Es war allerdings ein Fehler die große Kongresshalle gleich für zwei Wochen zu mieten. Wir hätten damals ein paar Nummern kleiner starten müssen. Es folgten unzählige Berichte in den Medien über unser Roy-Black-Musical, die überwiegend positiv waren. Mein Roy-Black-Musical war nur kurz auf der Bühne, weil die Veranstalter nach der Premiere leider pleite waren. Geplante Gastspiele in Köln, Zürich, Wien, Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Berlin und anderen Städten mussten abgesagt werden, obwohl die Nachfrage hervorragend war.


Sedelmeier -AJ: Wie unterscheidet sich Ihr Roy-Black-Musical von dem Hamburger Stück? Was haben Sie besser gemacht?


Arno Loeb: Mein Roy-Black-Musical baute sich auf der Geschichte des deutschen Schlagers auf und stieg voll in die Sechziger Jahre ein, als die Beat-Invasion aus Großbritannien die deutschen Schmalz-Helden aus den Charts fegte. Ich zeigte, wie Roy Black mit seinen Cannons in Augsburg entdeckt wurde, wie man ihn zum Schlager-Star der "schweigenden Mehrheit" aufbaute, wie er seine große Liebe Silke vor den weiblichen Fans verstecken musste, wie er durch ein schlechtes Management viele Probleme bekam und zum guten Schluss wird sein großes Comeback auch durch die Fernsehreihe "Ein Schloss am Wörthersee" präsentiert. Es gab damals viel Beifall vom Publikum weil uns ein sehr gefühlvolles Musical gelungen war, das sich möglichst nahe an den Fakten von Roy Blacks Schicksal orientiert. Allerdings ist es kein Musical für Leute, die gerne mit dem Fremdwörterbuch unterm Arm spazieren gehen, sondern die ideale Unterhaltung für ein Publikum, das mit viel Herz und einer großen Packung Musik unterhalten werden will. Die Mutter von Roy Black und sogar seinen skeptischen Bruder Walter hat mein Musical überzeugt. Man hat mich schließlich als Autor für das Musical engagiert, weil ich eine ehrliche und gut recherchierte Biografie über Roy Black alias Gerhard Höllerich geschrieben habe, der 1943 im kleinen Walddorf Straßberg, im Süden von Augsburg, am Ende des 2. Weltkrieges, geboren worden war.


Sedelmeier -AJ: Wäre es nicht möglich, Ihr Musical nochmals zur Aufführung zu bringen?


Arno Loeb: Natürlich könnte man mein Roy-Black-Musical wieder auf die Beine stellen. In ziemlich kurzer Zeit sogar. Es würde zweifelsfrei das Publikum begeistern, Jung und Alt, das den einstigen deutschen Schlager-König inzwischen als Kulststar feiert. Mein Musical ist voller Hits, voller Gags, voller Tanz und voller witziger, aber auch dramatischer Dialoge. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ein tolles Sommer-Musical auf der Freilichtbühne sein könnte. Ungefähr wie die Aufführung mit den Comedian Harmonists, aber halt nicht so politisch. Auch wenn Roy Black kein unpolitischer Schnulzenheini war, wie ihn manche gerne hinstellen wollen. Roy Black war damals nicht zu feige, sich gegen den Vietnam-Krieg zu äußern. Und ich kann mir auch vorstellen, dass mein Roy-Black-Musical auf Tournee gehen kann. Man muss mich nur kontakten und ich bin dabei! Regisseur Marcelo Santos hat mich erst neulich gefragt, ob wir mein Roy-Black-Musical wiederbeleben sollten. Die Zeit ist reif!


Sedelmeier -AJ: Wie ernst eigentlich nehmen Sie Roy Black und seine Schlager?


Arno Loeb: Ich finde, dass Roy Black eine einzigartige, sofort erkennbare Stimme und ein wahnsinnig gutes Gefühl für Melodien hat. Was mich an dem Sänger aus Augsburg fasziniert, ist der Weg vom wilden Rock'n-Roll-Shouter Blacky in den Augsburger Ami-Clubs zum Hitparadenstürmer als gebügelter Schlagerheld mit der verführerischen Samtstimme, der von den deutschen Medien damals zum idealen "Schweigersohn aller deutschen Mütter" ausgerufen wurde. Er verkaufte Millionen von Schallplatten vor allem an seine weiblichen Fans und fühlte sich von seinem Produzenten immer mehr als "Schlagerfuzzi" missbraucht, dessen Texte immer noch seichter wurden. Nachdem sich Roy Black von seinem ersten Plattenproduzenten getrennt hatte, suchte er einen Weg zu besseren Texten und einem moderneren Sound wie bei "In Japan geht die Sonne auf". Und er schaffte das auch mit Leuten wie Dieter Bohlen in den 80ern, was in meinem Musical mit einem TV-Auftritt bei Thomas Gottschalk gezeigt wird.

Ja sowas ....


Bild: Ja, sowas ... auch hinter Gitter wird die Augsburger Skandal-Zeitung fleissig gelesen. Wie kam die Gute nur in diese beschissene Situation? Sie soll die Druckmaschine einer anderen Augsburger Zeitung zerstört haben.