Freitag, 28. September 2018

Blutiger Raubtierkampf im Schwabencenter

"Grusel und Spannung"
Eine Taube wird grausam zerrupft
Eva Streit berichtet über ein brutales Schauspiel, das sich im Augsburger Schwabencenter zugetragen hat.

Eva Streit, die sich für viele Geschehnisse in Augsburg interessiert, beim Essen mit Freunden.

Habe sehr Ungewöhnliches beobachtet. Vom 6. Stock aus:

Ein Falke kam geflogen und schnappte sich im Flug eine vorbeifliegende Taube
und rang die in der Luft runter bis auf den Boden. Die Taube schlug mit den Flügeln
und wehrte sich, Alles ging klanglos vor sich. 

Der Falke hielt die Taube mit den Krallen fest, die wild um sich schlug, er begann sofort, ihre Federn auszurupfen. Unmengen von Federn – von der um sich schlagenden Taube. 

Rumliegende Federn

Einmal entkam sie den Krallen des Falken, aber er erwischte sie gleich wieder. Der Kampf dauerte
und dauerte. Mindestens 50 Minuten. Die rumliegenden Federn wurden immer mehr,
immer noch schlug die Taube mit den Flügeln. 

Der Falke hielt sie aber fest. Das alles passierte auf der Grünfläche über unserer Tiefgarage. Hier stehen im Geviert kleine Betonmauern und direkt daneben spielte sich das Drama ab. Plötzlich kreiste eine Krähe über den zwei kämpfenden Vögeln. Sie ließ sich auf dem Mäuerchen (ca. 100 cm hoch) nieder und beobachtete das Geschehen und lief dabei aufgeregt hin und her.

Geheimes Kommando?

Sie flog ganz kurz weg zum nächsten Baum, krächzte kurz und eine zweite Krähe flog mit der ersten hin zum Mäuerchen. Nun liefen 2 Krähen aufgeregt hin und her und beäugten den Falken mit der immer noch flügelschlagenden Taube. Fast wie auf ein geheimes Kommando, hüpften beide Krähen von der Mauer runter ins Gras, eine links und eine rechts vom Falken und griffen ihn an. Der kreischte wild und schlug mit seinen Flügeln gegen die Krähen, die jedes mal erschreckt zurückwichen, um gleich den nächsten Angriff zu starten. 

Die Krähen gaben auf

Nun hatte der Falke gleich drei Gegner. Dieser Kampf mit Flügelschlägen und Falkengekreisch dauerte ungefähr 10 Minuten, bis die Krähen aufgaben und sich in den nächsten Baum flüchteten, wo sie nun von oben den Falken beobachteten. Die Taube flatterte immer noch und der Falke rupfte an ihr rum. 

Verstörendes Schauspiel

Nach knapp einer Stunde war die Taube dann doch endlich tot und der Falke zupfte und rupfte und weidete sein Opfer aus, ungefähr 30 Minuten lang, Inzwischen war es stark dämmrig, ich wollte aber unbedingt sehen, wann der Falke wegfliegt. Das beeindruckende, auch verstörende Schauspiel nahm nochmal an Spannung zu, als eine Katze über das etwas weiter entfernte Mäuerchen sprang.
Ich fragte mich, wie lange es wohl dauert, bis sie den Raubvogel entdeckt. 

Katze schnuppert am Taubentorso

Es dauerte nicht lange. Sie schlich sich in Katzenmanier, mehr oder weniger am Bauch robbend, cm um cm näher. Ob sie jetzt den Falken anspringt und ihn tötet?. In dem Moment, als sie zum Sprung ansetzte, flog der Falke mit einem Krächzer hoch und entschwand Richtung Siebentischwald. Die Katze schnupperte noch eine Weile an dem Taubentorso – zwischen all den Federn und trollte sich dann, um kurz drauf wütend einer zweiten Katze kreischend nachzujagen.

Was für ein Schauspiel.

Blinder Aktionismus?

Statt langweiliger grauer Platten, jetzt ein markanter schwarzer Blindenleitstreifen.

Augsburgs Blinde, bekommen wieder eine starke Orientierungshilfe. Auch wenn in der Steingasse plötzlich irgendwo die Blindenrillen aufhören und irgendwo wieder anfangen, hat man sich entschlossen, jetzt auch mal am Königsplatz bissle was für die nichtsehenden Menschen zu tun. 

Bis vor kurzem konnten hier die nichtsehenden Menschen, die auf einen weißen Stock angewiesen sind, um durch unsere schönes Augsburg zu tasten und zu finden, keine große Hilfe erwarten. Blindenrillen für ein Blindenleitsystem sind im grauen Plattenmeer am Kö-Boden glatte Fehlanzeige.

 Aber jetzt wurde am neuen Königsplatz einer  toller schwarzer Blindenstreifen mit Rillen für den weißen Langstock angebracht. Der engagierte Augsburger Behindertenbeirat hätte sonst mal wieder kräftig auf den Tisch gehauen, wenn einer da wäre ...

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Gratulation, liebes Augsburg, aber wie kommen jetzt die Blinden durch die Bahnhofstraße zum Bahnhof? Schaut euch doch  mal in anderen Städten um, vor allem in italienischen, dort wurde dieses Problem oft schon bestens gelöst."

Werden hier, am neuen Kö, Augsburgs Blinde  für ihre neue schwarze Orientierungshilfe am
Boden bald eine Dankeswallfahrt abhalten?