Donnerstag, 24. September 2009

Jubel: Endlich ein städtischer Saufplatz in Oberhausen! Augsburgs Politiker planen einen Promille-Geniestreich!

Kann das wirklich sein: 
Verteilt die Stadt Augsburg einen hochintelligenten Fragebogen zur Installation einer amtlichen Trinkerstube in Oberhausen?



Das wollen die klugen Augsburger Politiker von den Oberhausern endlich mal wissen: "Stellen Sie sich vor, jemand stellt eine so genannte Trinkerstube für die Personen am Oberhauser Bahnhof mit einem Sozialarbeiter zur Verfügung, wo die Betroffenen sich treffen können. Wo könnte sich dieser Raum Ihrer Meinung nach befinden?"



Bild: Blick auf den Oberhauser Bahnhofsvorplatz und eine Brauereigaststätte, deren Biergarten auf dem Bahnhofsvorplatz wieder geschlossen werden musste, weil es dort leider zu leise war.

* Auf Wunsch der Augsburger Politiker schwärmen seit einigen Tagen emsige Mitarbeiter des Augsburger Ordnungsamtes aus und verteilen an die Augsbürger im multikulturellen Stadtteil von Augsburg, nämlich Oberhausen, viele Fragebögen zur Ausforschung einer ideal gelegenen und geöffneten Trinkerstube. Es sollen sogar Fragebögen in türkischer und russischer Sprache gesichtet worden sein.

* Gefragt wird auch höflich nach dem Aussehen, den Öffnungszeiten und die Lage der Trinkerstube. Man will auch wissen, wer sich von bestimmten Leuten durch Lärm oder Hundegebell belästigt fühlt. Und wer hat da so ein Unsicherheitsgefühl am Oberhauser Bahnhofsvorplatz? Das sind die enscheidendene Fragen, nach deren Beantwortung durch unbescholtenen Bürger ganz schnell eine Trinkerstube eingerichet werden soll.






* Eingeschaltet haben sich dabei nicht nur die Augsburger Politiker einiger Parteien, sondern nützlicherweise auch Gruppierungen für Sicherheit in Augsburg und eine ominöse Augsburger Präventions-Interventions-Firma.

* Uns gefallen nicht nur die kreativen Ideen dieser ehrenamtlichen Leute, sondern auch die Spitzenlogos, die auf dem Fragebogen abgebildet sind. Wir zeigen sie hier mal unseren Lesern, die haben einfach eine superstarke Symbolkraft, oder?

* Echt knorke finden wir es auch, dass diese Interventions-Präventions-Trinkerstuben-Erfinder-Leute ihr Büro ganz, ganz nah am Geschehen, am Menschen, haben: in der Augsburger Maximilianstrasse! Überzeugt uns voll!





Bild: Erste Seite des offiziellen Fragebogens für eine Oberhauser Trinkerstube.


P.S. Überhaupt kein Verständnis haben wir für Meckertanten, die über die grammatikalische Ausfertigung des Fragebogens im schlechten Deutsch rumnörgeln. Es geht doch um den genialen Inhalt, Leute, den sich nur ein gesundes Augsburger Politikerhirn nach zehn Mass Prügelbräu ausdenken kann.

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Spannendes Interview mit der Augsburger Trinker-Stuben-Expertin Nora Blöd:


ASZ-Frage: Frau Blöd, was sagen Sie zu der Fragebogen-Aktion zu einer Trinkerstube in Oberhausen?

Blöd: Tolle Sache! Wer hat sich das ausgedacht? Lob, Lob, Lob!

ASZ-Frage: Haben sie da vor dem Oberhauser Bahnhof auch immer so ein Unsicherheitsgefühl?

Blöd: Das habe ich eher im Plärrer auf der Achterbahn, oder mit dem Radl in der Pferseer Bahnunterführung.

ASZ-Frage: Aber wo soll sie hinkommen, wie soll sie ausschauen, diese Trinkerstube? Was meinen Sie?

Blöd: In der Augsburger Stadtkasse sollen doch 20 Millionen fehlen. Da würde ich zu Billigbaumassnahmen greifen, klaro!

ASZ-Frage: Was verstehen Sie darunter? Eine Trinkerstube ohne Marmortheke?

Blöd: Viel billiger! Man könnte jetzt die Erdbeerhäuschen nehmen, die  man im Winter nicht mehr braucht!

ASZ-Frage: Häuschen? Mehrere?

Blöd: Es wird in dem Fragebogen von den Leuten am Oberhauser Bahnhof gesprochen, ja, schauen Sie doch da mal hin, wenn die Leute für die Züge nach München, nach Donauwörth, nach Ulm und sonstwo ein- oder aussteigen. Das sind Massen! Da brauchen Sie schon mehrere Trinkerstuben, meine ich.

ASZ-Frage: Es dürften ja nur diese Alkoholiker, Penner, Junkies und  sonstige Asis gemeint sein, die sich da rumtreiben.

Blöd: Ich habe nur was von Leuten in dem Fragebogen gelesen.  Alkohol und Drogen sind doch dort verboten! Selbst von trinken oder Trinker ist da gar keine Rede! Mir ist es ein Rätsel, wie die auf den Begriff Trinker-Stube gekommen sind. Müsste das nicht Leute-Stube heissen?

ASZ-Frage: Aha! Gut gut. Aber wenn die Erdbeerhäuschen im Sommer wieder gebraucht werden, was soll dann dort als Trinkerstube stehen?

Blöd: Da müsste man dann nur die dortige Litfasssäule, oder die Altglascontainer in eine Trinkerstube umbauen.

ASZ-Frage: Das verursacht doch auch Kosten!

Blöd: Dann plädiere ich dafür, dass man die Geheimwaffe Donata einsetzt, um dieses Übel in Oberhausen auszurotten!

ASZ-Frage: Äh, Donata?

Blöd: Na, die flotte Knigge-Dame mit den Benimm-Ratschlägen für alle Gelegenheiten. Die soll da mal am Oberhauser Bahnhofsvorplatz den Leuten bissle Anstand beibringen. Wie man die Hunde leiser bellen lässt, oder wie man die Bierflasche nicht so krachig aufmacht, oder einem vorbeilaufenden Menschen das unbestimmte Angstgefühl nimmt. Verstehen Sie mich?




ASZ-Frage: Diese tolle Frau dürfen wir nicht so sinnlos einsetzen. Sie muss doch erst noch ihr Buch fertig machen.

Blöd: Dann plädiere ich eben dafür, dass man diese Leute in die Augsburger Nibelungenstrasse verfrachet.

ASZ-Frage: Sind Sie wahnsinnig geworden? Warum das denn?

Blöd:Dort wohnt doch ein bekannter Verhüllungskünstler, der würde über die Leute einfach eine Decke werfen und schwupps! weg ist das Problem!

ASZ-Frage: Ich verstehe. Gigantisch!



Bild: Warum machen übermütigen Oberhauser Mädels auf dem Bahnhofsvorplatz immer so lautstarke Dummheiten?
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Wir haben eine Umfrage unter jungen Augsburger Architekten gemacht und sie gebeten möglichst vielfältige Lösungen für eine preiswerte Trinkerstube für uns zu entwerfen. Zwei Entwürfe wurden uns spontan zugeschickt. Aber auch die kommenden werden wir tapfer veröffentlichen. Augsburgs Architekten könnten sich dadurch endlich mal profilieren! Was ist schon der Entwurf einer neue Stadtbücherei gegen den einer neue Trinkerstube!




Von Architekt Klaus Zoffmann: Eine Trinkerstube im attraktiven Weinfass-Stil.



Von Architekt Stefan Bammel: Oberhauser Trinkerstube im Bierdosen-Stil. 
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*** Noch eine Idee von unserer ukrainischen Putzfrau. "Augsburg, du herrliche Stadt der Wiedersäufer, gib dir mal wieder einen tüchtigen Schluck! Lebe mich! Dein Augsburg." (Und das soll man auf den Boden am Oberhauser Bahnhofsvorplatz schreiben, meint die dumme Kuh! Da Setza!)


Achtung! Wir übernehmen absolut keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Meldung!






Sex, Rock'n Roll und Skandale: Augsburgs MFG ist bei den Stars dicht dran!


Bild: Das Plakat zur aufrgenden Duo-Buch-Lesung im "Brechts".



Foto: MFG und seine Vorleserin Judika an der Türe zum "Brechts".
MFG verbeisst sich immer gerne in die Stars.


* In der schönen Kneipe "Brechts", beim Augsburger Brecht-Haus, stellte Augsburgs bekanntester Musik-Journalist Michael Fuchs-Gamböck, kurz MFG, (früher auch Murata), gestern sein neuestes Buch vor: "Ich hatte sie alle!" Auch viele alte bekannte Augsburger Haudegen aus der Musikerszene waren aufgetaucht und lauschten begeistert.

* Die Krankenschwester Judika aus Miltenberg las aus dem MFG-Buch das witzige Kapitel mit dem Gitarristen Ron Wood von den Rolling Stones. Bei dem der Pfälzer Riesling und Cognac die Hauptrolle spielen. Ein Interview mit Woody kam nicht zustande, aber es wurde eine rauschige Nacht im Partykeller von Woody, schildert uns MFG, der seit einiger Zeit bei der Augsburger Kahnfahrt sein Autoren-Quartier aufgeschlagen hat.

* MFG's neues Buch ist wirklich sehr vergnüglich, vor allem wenn er die oft schrägen Gedanken, Pannen, details und Begebenheiten schildert, die ihm bei seinen Interviews mit den Stars der internationalen Rockszene passierten. Wir zählen mal ein paar auf, die MFG journalistisch in die Zange nahm: Madonna, Iggy Pop, Cher, Janet Jackson, Lou Redd, Lemmy von Motorhead, Mike Oldfield, Rio Reiser, Sex Pistols, Tom Wais und die Spice Girls. Wir legen unser MFG-Exemplar chon mal zur viel benutzten Redaktions-Klo-Bibliothek.

* MFG sagt selbst folgende skandalöse Worte über sich und sein Werk: "Der geneigte Leser bekommt 40 Anekdoten aus 20 Jahren Rock & Roll-Irrsinn geboten, geschrieben von einem Journalisten, der sich nicht entblödet, mal ein überhebliches Arschloch und mal ein misanthroper Jammerlappen zu sein. Und der eigentlich, so sehe ich als personifizierter Kotzbrocken das zumindest, immer ein angenehm staunender, dem positiven Wahnsinn verpflichteter Beobachter bleibt..."

* Direkt aus Berlin kam zu dieser Veranstaltung auch MFGs Verleger und Autorenkollege Thomas Manegold. Dieser stellte dem aufmerksamen Publikum seinen junge Verlag vor, der sich nach einer Kakerlakensorte "Periplaneta" nennt. Und warum? Na, vielleicht, weil die Kakerlaken noch zäher als manche Autoren und Verlage sind ... Manegold las aus seinem Buch "Morbus dei" und andere Texte, wie über den aktuellen Wahlkampf, bei dem er sich nicht scheute, kräftig auf einige politischen Kasperlköpfe zu hauen!

* Über sein Autorenleben meint MFG: "Um ehrlich zu sein, mir reichen drei Jahre Broterwerb als Knochensortierer, Tankwart, Schweisser, Zement-Absacker und ähnlichem, um zu wissen, dass ich mir lieber die Miete mit dem Schreiben eines Buchs über Tokio Hotel verdiene, als Kolbenringe im 3-Schichten-Rhythmus zu schweissen. Das mag opportunistisch klingen, ist es auch, aber mal Hand aufs Herz - haben Sie Kolbenringe geschweisst bei 50 Grad plus oder Knochen im Museum bei 10 Grad Minus sortiert? Eben!"

* In dem Vorwort zu "Ich hatte sie alle", beschreibt MFG auch seine Tagesfliegen-Karriere als Punkmusiker bei der Band Beathoven, die im ehemaligen Neondatschi (Newwavekneipe, heute Mahagoniclub am Ulrichsplatz) einen einAuftritt hatte und irgendwann verkatert im Bett einer Background Sängerin aufwachte. Eine anwesende Background-Sängerin meinte, das wäre nicht sie, sondern vielleicht die Natalie gewesen. In den80ern, ja, da gings noch zu in Augsburg, gell.



P.S.: MFG, der in letzter Zeit Bücher über Tokio-Hotel und LaFee verfasste sitzt gerade über einem Buch zu der Popsängerin Lady Gaga, haben wir gehört.