Samstag, 23. Mai 2015

Neues Leichen-Mausoleum in Oberhausen

Betonklo wird mit Leichen zum Mausoleum.

Nachdem heute mal wieder ein Toter vor dem Bahnhof in Augsburg-Oberhausen gefunden wurde, hat die Augsburger Stadtregierung schnell gehandelt. Das Beton-Klo zwischen Bahnhof und Tram-Haltestellen wurde zum Mausoleum umgewandelt. 

Schließlich haben wir ja in unserer Stadtspitze viele Politiker, die sich mit Bauprojekten auskennen. Das Scherbenviertel Oberhausen wird von unseren Politikern am meisten verwöhnt. Hier werden sämtliche Augsburger Zukunftsprojekte gestartet. "Projekt kaputtes Oberhausen" hat den absoluten Vorrang!

Jetzt sind wir ehrlich gespannt, was aus der Werbe-Säule an diesem schwer kontrolliertem Platz gemacht wird. Hier sollen ja mindestens hundert Überwachungskameras aufgestellt sein. 

Jedes noch so kleine Vergehen wird hier sofort dokumentiert und auch geahndet. Selbst wenn ein klitzeklein zerknülltes Kaugummipapier auf dem Zigarettenkasten versteckt wird, ist der Ordnungsdienst schon an Ort und Stelle und zückt die Strafzettel. Da sind sie nicht so lahm wie bei den Radlern auf den Gehwegen.

Wird aus dieser einsamen Litfass-Säule vielleicht ein flexibler Grabstein auf den täglich die Namen und Verdienste der Toten vom Helmut-Haller-Platz plakatiert werden?

Pojekt drehbarer Grabstein.

Unzählige Datschiburger aus allen Schichten der Bevölkerung demonstrieren auf dem Helmut-Haller-Platz vor dem Oberhauser Bahnhof für ein friedliches Miteinander von Alkoholikern und Junkies: "Wir sind Oberhausen!"


Bruno Marcon: Augsburgs neuer Polit-Star!

Bruno Marcon, von DAZ-Zagler zum neuen Augsburger Polit-Star ernannt.

Kein Augsburger Politiker wurde von unserem besten und schärfsten Augsburger Polit-Kommentator Siegfried Zagler, Herausgeber der DAZ, in letzter Zeit so in den Himmel gelobt, wie Bruno Marcon von Attac. 



Bruno Marcon besiegte durch reine Überzeugung der Bürger mit seiner engagierten Attac-Tuppe Gribls Schickimicki-Werbetrommler der Werbeagentur M&M in der auch seine Gattin arbeitet 

Marcon, der Einmalige


Mit Bruno Marcon, dem Sprecher der Bürgerinitiative „Augsburger Stadtwerke in Augsburger Bürgerhand“ haben Gribl und Dietmayer einen Gegenspieler gefunden, der innerhalb seines politischen Wirkungskreises ein Persönlichkeitsprofil entwickelt hat, das es so in dieser Stadt noch nicht gab.

Marcon, der Hochkaräter

Bei Marcon handelt es sich um einen politischen Hochkaräter, der sich außerhalb der politischen Kaste und somit außerhalb des Stadtrats sehr konziliant und zielsicher bewegt. Marcon spricht immer im entspannten Ton und segelt dabei hart an der Sache. Er schweift selten ab und spricht nie über sich und seine Emotionen und charakterisiert auch politische Gegner, wenn es irgendwie geht, nicht negativ.

Marcon, der Polit-Guru

Bruno Marcon stellt Sachverhalte fest und stellt daraus Schlussfolgerungen an, die so plausibel wirken, wie der Umstand, dass die Dinge nach unten fallen. Bei Attack Augsburg wie bei der Bürgerinitiative ist Marcon Sprecher und gehört somit derzeit zu den großen politischen Playern der Stadt. Im Kreis der Bürgerinitiative ist Marcon der unumstrittene Chef mit Guru-Status.


Marcon, der Gribl-Killer

Zweimal innerhalb kürzester Zeit knapp 14.000 Unterschriften zu sammeln, beinhaltet nicht nur eine große organisatorische Leistung sowie jede Menge Engagement und Disziplin, sondern zeigt auch, dass sich die Bürgerinitiative um Marcon zu einer mobilisierungsfähigen Bewegung formiert hat, die es im Kreuz hat, OB Gribl und den Fusionsbefürwortern auf Augenhöhe Paroli zu bieten.


"Es gilt als wahrscheinlich, dass Oberbürgermeister Gribl als angeschossener Verlierer zurückbleibt.""

Augsburgs OberBürgermeister Dr.Kurt Gribl: Wird seine Zukunft
besser ausschauen als die Treppe am Fünffingerlesturm?


Lies den neuen Super-Zagler bei DAZ.

Endloses Tunnel-Gefummel? Und jetzt kommt Schafitel!

Architekt und Stadtrat Volker Schafitel: Der einzige der noch durchblickt?
Wird er Gribls babylonisches Bauvorhaben zu Fall bringen?

"Durch die Wand gefahren"


Interview mit Augsburgs OberBaukritiker, Architekt Volker Schafitel, zum Horror-Loch unter dem Augsburger Hauptbahnhof.

Eine erste Reaktion auf unseren Bericht über die Tunnel-Katastrophe in Karlsruhe: Schafitel packt den Hammer aus!

Frage ASZ: Sagen Sie mal, Volker Schafitel, haben Sie nix Anderes zu tun, als unseren Oberbürgermeister dauernd mit irgendwelchen Dringlickeits-Anträgen zu quälen? Der Mann muss doch regieren und fusionieren.

Volker Schafitel: Am 27./28.11.2014 wurden von der großen Ausschussgemeinschaft die beiden angehängten Dringlichkeitsanträge eingereicht. In der Stadtratssitzung vom 18.12.2014 hat Gribl den
beiden Anträgen die Dringlichkeit aberkannt und sie bis heute nicht behandelt.

Frage ASZ: Warum wird da von Dringlichkeit gesprochen? Was ist denn da so dringlich?

Noch realitätsnah?

Volker Schafitel: Aus unserer Sicht bestand Dringlichkeit deshalb, weil der Stadtrat bei allen weiteren Entscheidungen zur sogenannten Mobilitätsdrehscheibe eine größtmögliche Transparenz
über Kosten, Zeitplan und Förderfähigkeit des Projektes benötigt um zu wissen, ob seine
Entscheidungen überhaupt noch realitätsnah sind. 

Frage ASZ: Sind diese das nicht?

Volker Schafitel:Insbesondere wurde am 18.12.2015 die Trassenführung der Linie 5 beschlossen (BSV/14/02589). Die mit dieser Entscheidung verbundenen Kosten enthält die Beschlussvorlage dem Stadtrat vor mit folgendem Hinweis: In weiteren, nichtöffentlichen Sitzungen wurden Beschlüsse gefasst (Grundstückserwerb, Altlastenbeseitigung usw.) die mit hohen Kosten verbunden sind, von denen aber nicht bekannt ist, ob sie bereits Bestandteil Ihrer „dichten Planungssicherheit“ sind.

Frage ASZ: Was wurde Ihnen verraten?

Volker Schafiel: Auf Nachfrage am 22.05.2015 beim Hauptamt wurde uns nun mitgeteilt, dass unser Antrag aufgrund von vertraulichen Informationen nur im Aufsichtsrat der Stadtwerke besprochen
wurde.

Frage ASZ: Warum nicht im Augsburger Stadtrat?

Volker Schafitel: Offensichtlich sieht Gribl im Stadtrat ein notwendiges Übel für Beschlussfassungen, deren Tragweite aber auf interner Aufsichtsratsebene der SWA besprochen und festgelegt wird. Zu gegebener Zeit präsentiert Gribl dann, wie am 6.11.2014, mit den Geschäftsführern der SWA dem Stadtrat die finanziellen Konsequenzen der getroffenen Beschlüsse als unabänderliche Tatsache.

Unabänderliche Tatsache?

Frage ASZ: Tja, Gribl ist nun mal der Herrscher über Augsburg ... Da können selbst wir nix machen.

Volker Schafitel: Eine Prozedur übrigens, die sich mit der Fusion noch negativer
auf die Transparenz der Entscheidungsgrundlagen im Stadtrat auswirken wird. Ich habe, nach seiner Auffassung „illegal“ die, im öffentlichen Teil der Sitzung am 6.11.2014 durch Herrn Dr. Casazza an die Wand des Ratssaales gebeamten Folien fotografiert und bin auf diesem Stand fragmentarisch informiert. Der grobe Kostenrahmen am Hauptbahnhof liegt zum Stand Nov.2014 bei rund 182 Millionen Euro, und der grobe Zeitplan endet mit dem Jahr 2022.

Frage ASZ: Wir frösteln, kann das unser schönes Augsburg noch packen?

Volker Schafitel: Wichtige Fragen zu den Kosten und Terminen der Einzelprojekte der Mobi-Drehscheibe Augsburg und besonders deren entsprechenden Nutzen/Kosten-Wertesowie die aktuellen Förderquoten anhand der Kostenexplosion am Hauptbahnhof enthät Gribl dem Stadtrat unrechtmäßig vor.

Unrechmäßig?

Frage ASZ: Unrechtmässig? Was wollen Sie damit andeuten? Wollen Sie Gribl vors Gericht zerren?

Volker Schafitel: Gribls Gründe dafür können nur sein, dass ihm das Projekt „
Straßenbahntunnel am Hauptbahnhof “ völlig aus dem Ruder läuft und er damit die SWA an die Wand gefahren hat. Das, was Gribl nach meiner Einschätzung bereits verursacht hat, kann demnach, wie er es mir unterstellt, durch ein Ausbleiben der Fusion gar nicht mehr erfolgen.

Frage ASZ: Aha, jetzt bekommen wir wieder das schlimme Fusions-Thema aufs Brot geschmiert. Sollen wir reinbeißen?

Volker Schafitel: Nicht ohne Grund versucht Gribl, als Aufsichtsrat der SWA, mit einer Berufungsbeschwerde die, durch den Bund der Steuerzahler verwaltungsgerichtlich, ohne Zulassung der Berufung, erstrittene Herausgabe der Standardisierten Bewertung der Mobilitats-Drehscheibe Augsburg) zu verhindern.

Frage ASZ: Nun ist doch bei den Stadtwerken Augsburg ein hervorragender Mann dazugekommen, der Herr Casazza. 

Volker Schafitel:Dr. Walter Casazza war von 2006 bis 2014 Geschäftsführer der Karlsruher Verkehrsunternehmen und des Verkehrsverbundes (KVV) und verantwortete den tiefgreifenden Umbau der Innenstadt und die Weiterentwicklung des Nahverkehrssystems in Karlsruhe.

Frage ASZ: Na, das klingt doch nicht schlecht ...

Volker Schafitel: ... darin enthalten ist das Straßenbahntunnelprojekt Kaiserstraße
.
Frage ASZ: Gut, was wollen Sie damit andeuten?

Ins Bodenlose?

Volker Schafitel: Aktuelle Meldungen vom 20.Mai 2015 in der Stuttgarter Zeitung über die Zuschussgefährdung des Tunnelbaus der Stadtbahn in Karlsruhe, dem Referenzprojekt des neuen SWA Geschäftsführers Dr. Walter Casazza schlechthin, sollten Ihnen zu denken geben, zumal dort durch die aktuelle Kostenexplosion das Nutzen Kosten-Verhältnis ins Bodenlose fällt.

Volker Schafitel: In Karlsruhe ist deshalb bereits vom „Ziehen der Notbremse“ die Rede!

Frage ASZ: Kommt das bei uns in Augsburg beim Bahnhofstunnel und der Linie 5 auch so?

Volker Schafitel: Darüber sollte sich Gribl unbedingt Gedanken machen!

Frage ASZ: Wie könnte Gribl die von Ihnen beshworene Katastrophe noch abwenden?

Volker Schafiel: Zu seinem Versuch, durch neue Thügakredite an die hoch verschuldete SWA, das Projekt durch die Wand zu fahren , schlage ich als Alternative vor, den Rückwärtsgang
einzulegen.


Das hässliche Tunnel unterm Augsburger Hauptbanhof.

Das schöne Tunnel unterm Augsburger Hauptbahnhof.


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Unser Bericht darüber vor ein paar Tagen:




In Karlsruhe wird vielleicht das Tunnel unter die Straßenbahn gekippt. Zu hohe Kosten. In Augsburg kann das ja - Gribl sei Dank . nicht passieren. Unsere Supertunnel ist fast schon fertig. Wir schwimmen ja hier im Geld. Bei uns wird gebaut wie blöd. Schöne Kinderspielplätze, wunderbare Theater, Agentur-Villen, herrliche Schulen und tolle Sportstadien.

Sind wir nicht die Stadt der reichen Fugger und Welser?

Na gut, die Tunnelkosten unterm Augsburger Hauptbahnhof steigen ab und zu um ein paar Euro. Aber das kann uns doch nicht jucken. Wir sind ja nicht das heruntergekommene, verarmte Stuttgart.

Was hat Projekt Stadtbahn Karlsruhe mit Projekt Augsburg Mobi-Drehscheibe zu tun?

Die Stuttgarter Zeitung schreibt dazu: "Noch hofft man in Karlsruhe darauf, dass neue Zahlen über den Kostenverlauf die Wirtschaftlichkeit des Projekts „Stadtbahn Karlsruhe, Innenstadterschließung“ doch noch belegen und die veranschlagten Summen aus dem Bundeshaushalt Karlsruhe erreichen, und nicht am Ende einige Millionen Euro zurücküberwiesen werden müssen. Die Arbeiten für die Verlegung der Stadtbahn unter die Kaiserstraße sind so weit fortgeschritten, dass sie abgeschlossen werden müssen. In der nahen Kriegsstraße sieht das anders aus, da wäre das Ziehen der Notbremse beim Bau von Stadtbahn- und Straßentunnel noch möglich, um die Wirtschaftlichkeit zu erreichen."

Augsburger Politiker sind durch diese Meldung geschockt: Manche fragen sich nun: "Wann kommt der Rechnungshof nach Augsburg zur Mobbingscheibe? War nicht unser neuer SWA-Chef Casazza vorher in Karlsruhe? Ist Karlsruhe nur der Präzidenzfall, nach desen Muster morgen der Bahnhofstunnel kippt?"

Manche Augsburger Politiker überlegen schon im Geheimen: "Also, wenn uns dieses Loch unterm Bahnhof über 500 Millionen Euros kostet, dann müssen wir es vorher lieber wieder zuschütten. Die Leuten aus dem Westen haben mit der Gögginger Brücke und dem Bahntunnel bei der Riegele-Brauerei doch besten Zugang zum Hauptbahnhof. Wir können die Millionen für was Nützlicheres brauchen. Soll die Bundesbahn endlich ihre Rolltreppen und Aufzüge selbst bauen."