Dienstag, 28. Januar 2020

Wer steckt hinter dieser Sauerei?


Da hatte wohl der Überschriftenmacher mal richtig Pfeffer im Arsch. "Wie viel Kurt Gribl steckt in Eva Weber?", fragt er lüstern seine Leser.

Nun, wir wissen es leider nicht. Wir hoffen nur, dass auch ein paar Zentimeter von Gribl ab und zu in seiner Gattin stecken, in seiner jetzigen, meinen wir.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Hoffentlich liest das Webers Gatte, ein wahrer Herkules, nicht, sonst gehts dem Gribl vielleicht wie einst, als ein anderer Gatte bei einer Weihnachtsfeier in der Haifischbar auf den Gribl eifersüchtig losgegangen sein soll. Wenn das der Loeb geschrieben hätte, würde er sicher sofort wegen übler Nachrede vors Gericht gezerrt."

Montag, 27. Januar 2020

Die explosive Theater-Show mit Trumpelstilzchen Schulan - Das wollen alle sehen

Augsburgs bekanntester Schauspieler, Heinz Schulan, präsentiert die Tickets für seine anarchistische Theatershow "Trumpelstilzchen" in der Augsburger Projektschmiede.
Seit ein paar Tagen gibt es im Vorverkauf die Tickets für das "sensationellste, explosivste, und auch skandalöseste" Theaterstück "Trumpelstilzchen". Geschrieben vom Augsburger Provo-Autor Jean Paul Meyer. Die Regie führt dabei der böse Bube Aaron Blöd.

"Wenn der Vorverkauf so super weitergeht, dann müssen wir ja noch ein paar Vorstellungen dranhängen", grinst Schulan, der sich auf dieses "total verrückte" Stück auf der Bühne mächtig freut: "Endlich kann ich mal wie ein mitreißender Tornado über die Bühne toben!".

Vorverkauf für die "Trumpelstilzchen"-Ticket (16,00 Euro) ist in der Augsburger Buchhandlung am Obstmarkt, Obstmarkt 11.

Aufführungstermine für "Trumpelstilzchen mit Heinz Schulan sind:
Do. 13.02.2020/19.30 Uhr (fast ausverkauft!)
Fr. 14.02. 2020/19:30 Uhr (fast ausverkauft!)
Sa. 15.02.2020/19:30 Uhr
So. 16.02. 2020/19:00 Uhr

Ort: Projektschmiede, Augsburg, Hanauer Str. 6 (bei der Lechhauser Lechbrücke)

Einlass: jeweils 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung


Make Love not CO2

Die rote Wand vor dem Augsburger Mozarthaus ist die ideale Info-Tafel für jeden Scheiß ...

Sonntag, 26. Januar 2020

Weber und Söder - gehts noch ...?



Das Stadtgespräch, jetzt ganz offiziell: Eva und Markus! Die alte Ehe der freien Reichsstädte Augsburg und Nürnberg regiert jetzt Bayern. Da werden die Münchner bald alt ausschauen!

Unsere ukrainische Putzfrau meint dazu: "Das hatten wir doch schon mal so ähnlich in einem früheren Wahlkampf. Es soll für den Lokführer Anton Knipfer von der CSU nicht gut ausgegangen sein."


Wahlwerbung der Augsburger CSU in der Augsburger Monatszeitschrift Lueginsland. Anton Knipfer wurde später von der Augsburger CSU verstoßen und machte als Einzelkämpfer mit seiner Freien Bürger Union (FBU) weiter. Franz Josef Strauß, der bayerische Ministerpräsident konnte ihm auch nicht helfen.

Beachtenswert: Wie sich die Slogans von damals und heute doch ähneln, auch wenn die Poster ein bisschen farbiger geworden sind.

Freitag, 24. Januar 2020

Schande versteckt?


Wir haben einfach zu viel Bäume in der Stadt. Da müssen ja dauernd die Autos weichen ...
Die #Baum-Gedenkstätte am Augsburger #Brechthaus war wohl jemandem ein Dorn im Auge. Gestern gesellten sich noch weitere Grablichter dazu, heute waren sie weggeräumt. Aber von wem?

Von der Stadtverwaltung Augsburg, die nicht möchte, dass Passanten oder gar Touristen auf ihre klammheimlich vollendeten Tatsachen aufmerksam werden?

Oder von einem der solventen Saubermänner, die die Altstadt sukkzessive aufkaufen und jammern, weil sie mit dem SUV nicht um die Ecke kommen?

Der Baum wurde nämlich schon zu Lebzeiten verstümmelt, da galten wohl Äste als Gefahr für die immer mehr und größeren Dreckskarren, welche die Gassen verstopfen und die Luft verpesten. "Historische Fotos" findet man mit den Suchbegriffen "brechthaus augsburg".

Neues Stadtwappen


Nach der Stadtratswahl soll das Augsburger Wappen aktualisiert werden, fals die Roten, Schwarzen und Grünen gewinnen: das bewährte paritätische Regierungsbündnis wird dann dauerhaft im Wappen sichtbar: Schwarz-Rot-Grün.

Hoffentlich sagen dazu auch alle "JA"?

Sonntag, 19. Januar 2020

Donnerstag, 16. Januar 2020

Jein?



Dieses "Ja" der Augsburger CSU-OB-Kandidatin Eva Weber kommt uns irgendwie bekannt vor. Euch auch? Nein? Egal, auf jeden Fall brauchen wir im Augsburger Stadtrat mehr Ja-Sager, oder?


Sonntag, 12. Januar 2020

Sonntags-Bildla


Augsburgs Tunnelbauer am Hauptbahnhof werden jetzt bewacht. Keiner darf hier abhauen, bevor der Tunnel nicht bis 2999 fertig ist.

Um Stimmen für seinen Stadtrat-Qualkampf zu ergattern hat sich Arno Loeb  von den Freien Wählern etwas ganz perfides ausgedacht: Er hat einen Ofen aufstellen lassen, an dem sich die Datschiburger kostenlos wärmen können.

Damit Augsburg seinem Ruf als Friedensstadt gerecht wird, hat man den kriegerischen Ulrich am Dom gegen ein harmloses Kind auf dem Pferd ausgetauscht.

Neues Angebot von SWA-Carsharing: Traktoren.
Das Angebot Traktor-Sharing-Angebot der SWA wird besonders gern von den bayerischen Bauern zur Erpressung der CSU genutzt. Wir  hoffen, das würgt oder wirkt.
(Unser Bild zeigt einen Demo-Flyer)



Dienstag, 7. Januar 2020

Schrecklicher Tod! Wer wird um sie trauern?



Leider wieder ein Todesfall am Augsburger Königsplatz. Wir sind geschockt. 


Unsere ukrainische Putzfrau fragt: "Wer wird um sie trauern? Wird unser OB auch um sie weinen? Werden die Augsburger Senioren für sie Kerzen am Kö anzünden, Blumen und Kränze für sie ablegen und Trauerlieder singen?"

Wir lieben Rätsel ...




... besonders, wenn sie von der Polizei kommen.

Mittwoch, 1. Januar 2020

In den Ozean geschmissen


Das Schicksal eines Menschen in Augsburg




Das vergangene Jahrzehnt war für mich hauptsächlich negativ. Zu Beginn litt ich noch an den Spätfolgen einer gescheiterten Geschäftsgründung, die mich, oder besser gesagt, hauptsächlich meine Eltern, eine fünfstellige Summe kostete.

Aufgrund einer bösartigen Verleumdung an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit (Sommermärchen), und natürlich aufgrund meiner Unerfahrenheit, Zögerlichkeit in dieser Art Geschäft, und meiner generell geringen Eignung zum Unternehmer (zu nett) ging letztlich alles in die Binsen. Der Relaunch scheiterte am neuen Programmierer, der vollmundig viel versprach, aber dann nichts davon hielt. Die Nerven lagen 2010 zwar nicht mehr blank, aber Gras war auch noch nicht über die Sache gewachsen. Ich arbeitete als Freelancer im Journalismus, Gun for Hire sozusagen. Die Einnahmen kamen nicht mal ansatzweise dem nahe, was man bräuchte, um einen Rentenanspruch aufzubauen.

Meine gutmütigen, liebevollen, aber auch streitbaren Eltern ließen mich natürlich nicht hängen, und so hoffte ich, bald eine neue, bessere Zukunft aufbauen zu können.

Dem sollte nicht so sein, denn 2013 starb mein Vater in seinem Zuhause in Irland. Fiel tot um, am 3. Juli nach dem Duschen, und war nicht mehr. Ich erhielt den Anruf auf dem Parkplatz vom Aldi, als ich gerade einkaufen war. Ab diesem Moment war mein Leben, und das meiner Mutter sowie das meines Bruders nicht mehr dasselbe. Wir sorgten für alles Notwedige, brachten seine Katze Topsy nach Neubiberg und alles, aber ich war innerlich am Ende. Ich hatte eine Art seelischen Infarkt erlitten, könnte man sagen, denn ich konnte unter diesen Umständen nicht ins Kino gehen und fröhlich Filmkritiken schreiben. Auch hätte sich Harrison Ford mir gegenüber an den Tisch setzen können, ich hätte seinen Namen nicht gewusst.

Das war wirklich ein bezeichnendes Erlebnis, die wichtig und unwichtig ins rechte Licht rückte.
Wie manche wissen, starb zwei Jahre später meine Mutter. Sie hatte natürlich auch massiv unter dem Tod meines Vaters, der Liebe ihres Lebens, gelitten und sich letztlich wohl aufgegeben. Wir konnten nichts tun als es hinzunehmen. Alles, was wir versuchten, war zum Scheitern verurteilt. Es war eine seelische Tortur für alle Beteiligten, und unfassbar kräftezehrend.

Nachdem meine Mutter im Beisein meins Bruders und mir am 13. Oktober 2015 im Krankenhaus dahingegangen war, fühlte ich mich wie gerädert, in den Ozean geschmissen und im letzten Moment nackt und wund vom rauhen, kalten Meer an einem steinigen Ufer einer kargen kleinen Insel im Nirgendwo bewusstlos ausgekotzt. Quasi Neustart Deluxe.

Nach wenigen Monaten fand ich eine Stelle als Redakteur bei der Film & TV Kameramann, der renommiertesten Fachzeitschrift für professionelle Filmarbeit im deutschsprachigen Raum. Der Ritterschlag! Wie hätten sich meine Eltern gefreut!

Während ich in der neuen Stelle, die mit sehr viel Arbeit verbunden war (55-Stunden-Woche war nicht unüblich, das Heft musste ja voll werden), aufzugehen versuchte, und dafür auch 10 Tage im Monat in Köln verbrachte, was Topsy zuhause dazu nutzte, fast alle Verbote zu ignorieren, wurde ich aus dem schönen alten Haus geklagt, in dem ich aufgewachsen bin. Die Vermieterin hatte meiner Mutter und mir gekündigt, nachdem mein Vater gestorben war, wir hatten uns wegen der Gebrechlichkeit meiner Mutter gewehrt. Sie starb am Tag vor dem Gerichtstermin nach 10 ½ Wochen in der Intensivstation. Als der vertagte Prozess stattfand, verlor ich natürlich, und in der Revision ebenfalls. Ich musste schnell ausziehen, und das nach 35 Jahren in meinem Zuhause.

Wieder einmal wurde ich an neue Gestade gespuckt, diesmal aber auf Sand und bei Bewusstsein, nach Augsburg. Allerdings keine unbekannte Stadt für mich, beide Elternteile waren Augsburger, und die Großeltern haben wir hier auch immer besucht.

Die nächste Überraschung wartete am Nikolaustag 2017 auf mich, als ich völlig überraschend entlassen wurde. Ich hatte noch Schokonikoläuse verteilt am Morgen. Mein Chef, jünger als ich, hatte mich in der Redaktion den ganzen Tag noch Feuerwehr spielen lassen, und als mich dann auf den Feierabend freute (eigentlich sollte ich noch ein Interview mit jemandem machen), nahm er mich beiseite und teilte mir mit, dass er meinen Vertrag von nun an "auf freiberuflich umstellen" würde. Ich fiel aus allen Wolken, da er mir auch stets gesagt hatte "mach Dir keine Sorgen, Du bist hier bis zur Rente" und "Wenn Du jemals gehen musst, haben die am selben Tag noch meine Kündigung auf dem Tisch".

Tja, Pustekuchen. Er hat natürlich selbst nicht gekündigt, sondern er war es, der mich eingespart hat. Natürlich habe ich daraufhin mit ihm gebrochen. Wir waren befreundet gewesen, und er hatte nicht zuletzt dank meiner Hilfe Fuß im Journalismus fassen können. So kann man sich täuschen.

Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit (Selbständigkeit beim Verlag ging nicht in nennenswertem Umfang, wegen Scheinselbständigkeit, hätte man ja mal vorher nachschlagen können) fand ich dann eine Stelle als Content Manager. Ein schöner Job, die Bezahlung stimmt ebenso wie die Stunden, aber ich musste dafür den hauptberuflichen Journalismus verlassen, sitze nun in der freien Wirtschaft. Dies ist leider auch nicht, was ich mir erhofft hatte vom Leben.

Ansonsten war das Jahrzehnt ereignislos. Ich nahm an Gewicht zu (nachvollziehbarerweise), blieb alleine und ungeküsst.

Hier in Augsburg bin ich gut angekommen, ich freue mich über meine neue Heimat (meiner Vorfahren), über die netten Menschen, die ich kennenlernen durfte oder die ich schon kannte und zu denen ich nun mehr Kontakt habe, und über mein neues Leben mit Topsy. Die ist schon 12 und wird das Ende des kommenden Jahrzehnts wohl eher nicht erleben, so sehr ich ihr das auch wünsche. Mal sehen, ob ich eine Trendwende einläuten und ein paar der Mängel in meinem Leben beseitigen kann.
Ich sehe durch diese Erfahrungen deutlicher denn je, dass viele Leute um mich herum ihre eigenen Päckchen zu tragen haben, und damit auch teilweise ganz schön am Kämpfen sind.

Ich wünsche uns allen, die das ausgehende Jahrzehnt überlebt haben, daher ein gutes, friedliches neues Jahrzehnt. Mein Aufruf: Lasst uns die Kurve kriegen in puncto Klima, Umwelt und gegen Rechts. Es gibt wirklich nichts wichtigeres als die Umwelt, und gleich danach den Kampf gegen Rechts.

Einen guten Rutsch Euch allen, und allen alles Gute für 2020!

J.R.