| Äußerst humorvoll als Stadtrat: Andreas Jurca. |
Zuschuss egal, weil ...
Man kennt das Problem aus dem modernen Alltag bei der Arbeit. Kaum hat man sich an das neue Gerät gewöhnt, ist es auch schon wieder weg. Während normale Angestellte in der Schwabenmetropole Augsburg bei Fehlern im Rechner den Kundendienst anrufen, wählt Stadtrat Andreas Jurca von der AfD vermutlich direkt den Notruf. Bei der Aussprache über neue Dienst-Rechner für die Stadträte glänzte der Volksvertreter mit erfrischender Gelassenheit beim Geld. Die Summe für den Einkauf sei ihm völlig egal, denn seine Rechner würden "ohnehin regelmäßig von der Polizei mitgenommen."
Flüchtiges Eigentum ...
Hinter dieser humorvollen Äußerung steckt echte Augsburger Kriminalgeschichte. Im Zuge von Ermittlungen rund um einen vermeintlichen Prügel-Angriff und Unstimmigkeiten bei der Auswertung von Spuren und anderen Vorwürfen sammelte die Staatsanwaltschaft die elektronischen Geräte des Stadtrats bereits beharrlich ein. Wenn die Justiz also ohnehin für den ständigen Wechsel der Geräte sorgt, warum sollte man sich da mit lästigen Preisschildern aufhalten? Für Jurca ist der Rechner kein dauerhaftes Werkzeug für die Arbeit, sondern eher ein flüchtiges Stück Eigentum auf Zeit.
Beamten werden entlastet ...
Die Augsburger Abteilung für die Rechnertechnik in der Stadtverwaltung darf sich nun auf ein ganz neues Modell beim Einkauf einstellen. Es gilt nun bald das Prinzip der vom Staat betreuten Kurzzeit-Leihgabe. Man darf gespannt sein, ob die neuen Geräte direkt in der praktischen, durchsichtigen Verpackung für die Beweismittel-Kammer geliefert werden. Das spart den Polizei-Beamten beim nächsten Besuch zumindest das Einpacken.