Montag, 18. Mai 2026

Das sagt ein kluger Mensch zur Bayern-Hymne: "Lied für bierselige Winsler!"

 


Schüler und Schülerinnen in Bayern sollen auch die Bayern-Hymne singen. Wir fragten Deutschlands klügste Menschen, was sie von der Bayern-Hymne halten.

Immanuel Kant (Philosoph aus Königsberg): «Eine Hymne, die den Untertanengeist so süßlich feiert, lässt jede autonome Vernunft schaudernd im Grabe rotieren. Wahre Pflicht entspringt dem moralischen Gesetz in uns, nicht dem kollektiven Schunkeln für Krone und Altar.»

Angela Merkel (ex-Bundeskanzlerin): «Das ist natürlich eine interessante Aneinanderreihung von Tönen, die man in München für Staatskunst hält, aber wir müssen das jetzt eben so zur Kenntnis nehmen, ohne gleich in Ekstase zu verfallen. Wenn die bayerische Eigenart meint, ihre Autonomie durch das Absingen von sakralem Liedgut auf dem Niveau eines CSU-Parteitags zu zelebrieren, dann ist das im föderalen Gefüge zwar rechtlich zulässig, für die gesamtdeutsche Effizienz jedoch wenig hilfreich. Wir fahren damit jedenfalls auf Sicht und ich sehe im Moment keinen zwingenden Grund, dieses ritualisierte Schunkeln zu einer bundesweiten Leitkultur erheben zu lassen.»

Friedrich Nietzsche (Philosoph): «Dieses kriecherische Winseln nach göttlichem Schutz ist der Gipfel der Sklavenmoral, die sich im bierseligen Trott selbst berauscht. Wer die Ewigkeit im weiß-blauen Herrgottswinkel sucht, hat den Mut zum Übermenschen längst im Hofbräuhaus ertränkt. Ein Lied für brave Schafherden, das die bleierne Schwere des deutschen Geistes perfekt vertont, statt frei zu tanzen.»

Shirin David (Rapperin):
«Wer zieht sich im Jahr 2026 bitte freiwillig diesen verstaubten Trachten-Vibe rein, der klingt, als hätte jemand eine Überdosis Kirchen-Chor auf einen schlechten Marsch-Beat gelegt? Ihr fleht da im Chor um göttlichen Schutz für eure heilige Erde, aber am Ende des Tages reicht euer ganzer bayerischer Flex nicht mal über die Landesgrenze hinaus. Packt eure Blasinstrumente ein und lasst den Autotune weg, denn dieses kriecherische Untertanen-Geleier holt heute safe niemanden mehr hinter dem Ofen hervor!»

Johannes Most (Anarchist aus Augsburg): «Da winselt das bayerische Stimmvieh im Chor um den göttlichen Segen für seine eigenen Unterdrücker, während der König und die Pfaffen sich ins Fäustchen lachen. Diese weiß-blaue Schunkel-Hymne ist nichts als das akustische Opium für ein Volk, das seine Ketten anscheinend besonders gerne im Takt der Blasmusik schüttelt. Statt andächtig für die Erhaltung der Scholle zu plärren, sollte man diese verlogene Herrschaftshymne mitsamt den Thronen in die Luft jagen, damit endlich Platz für die Freiheit entsteht.»


Text der Bayern-Hymne:
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Erste Strophe

«Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland.
Über deinen weiten Gauen
ruhe deine Segenshand.
Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
und erhalte dir die Farben
seines Himmels, weiß und blau.»

Zweite Strophe

«Gott mit uns, dem Bayernvolke,
dass wir, in der Väter Wert,
fest in Eintracht und in Frieden
bauen unseres Glückes Herd.
Dass mit Deutschlands Bruderstämmen
wir in Liebe treu uns nah'n,
dass der alte Ruhm bewähre
sich auf unserer Banner Bahn.»

Das sagt ein kluger Mensch zur Bayern-Hymne: "Lied für bierselige Winsler!"

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