Samstag, 29. September 2018

Augsburg-Werbung schummelt mal wieder - Egal, mehr Touris müssen her!



Auf dem Facebook-Portal der Augsburg-Werbung "Augsburg City" wird ganz schön geschummelt. Ein farbenprächtiges Bild ist zu sehen. Besonders durch die roten Stühle vom Cafe "anno 1578" auf dem graugepflasterten Fuggerplatz vor dem Maximilianmuseum. 

Aber weder das Café, weder die weißen Sonnenschirme, noch die roten Stühle existieren noch an dieser Stelle. Schon seit Monaten sind die roten Plastikstühle samt den Sonnenschirmen verschwunden und seit einigen Wochen hat auch das Café geschlossen, das gerüchteweise die Gastro-Brüder Seferis übernehmen sollen.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Warum sollen wir nicht die Touristen mit viel Geschummel anlocken? Wir behaupten ja auch, dass wir die Italienes nördlichste Stadt sind, obwohl wir gar nicht in Italien liegen, sondern im bayerischen Schwaben!"

Bildergebnis für augsburg anno 1578
So öde siehts vor dem ehemaligen "anno178" wirklich aus.


 

Diese Beichte haut uns alle um ...


Neulich kam ein verrückter Typ in unseren Beichtstuhl, den wir neben dem Chef-Schreibtisch aufgebaut haben. Kann sein, dass er sich Goetz von Bartschat oder so nannte. Er gestand uns Folgendes:

"2016, und zurück zu den Wurzeln: 19 Jahre zuvor hatte ich meinen Einstand in der Historischen Szene als Landsknecht gegeben. Die meisten Bestandteile meiner ersten Gewänder waren inzwischen auf unerklärliche Weise so eingelaufen, dass sie mir beim besten Willen nicht mehr passten.

Mit einer Mischung aus vorhandenen und neu gekauften bzw. gefertigten Accessoires stellte ich mir eine neue Landsknechts-Rolle zusammen, und dieses Mal orientierte ich mich an einem historischen Vorbild: In seiner Autobiografie "Mein Fehd und Handlungen" schrieb Götz von Berlichingen von einem Landsknecht, dem er bei einem Überfall auf eine Kaufmanns-Wagenzug aus Fulda begegnete, und der sich bis zum Schluss gegen Götz und seine Leute verteidigte. 

Einige Jahre später erschien dieser Landsknecht bei Götz und bat, in dessen Dienste genommen zu werden, was Götz angesichts von dessen Entschlossenheit auch gern tat. Allerdings erwähnte Götz den Namen nicht.

Als Johann Wolfgang von Goethe etwa 250 Jahre nach den tatsächlichen Ereignissen nach Motiven aus Götzens Autobiografie sein Drama "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" schrieb, übernahm er diese Figur, gab ihr den Namen Lerse. Bei Goethe bleibt Lerse bis zu dessen Lebensende bei Götz.

Für meine Rolle nahm ich nach dieser Vorlage dann den Namen Kaspar Lerse; Kaspar bzw. Caspar war vom 16. bis zum 18. Jahrhundert ein weit verbreiteter Männername."

Hurra - mal keine Qualwerbung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Irgendwie haben wir den Verdacht, mit dieser Werbung stimmt was nicht - aber was?
Auf jeden Fall hat sich damit jemand in Augsburg viel Arbeit gemacht ....