Donnerstag, 17. Oktober 2013

Unerlaubte Werbung auf nackter Haut? Auszeichnung oder Strafe für Künstler Stiller?



Die weltoffene und moderne Stadt Augsburg will den bekannten und beliebten Künstler Siegfried Stiller für seine kulkturelle Werbe-Aktion für den KuPa West auf dem Rathausplatz beloh ... äh ... bestrafen. Er soll wegen Werbung auf nackter Haut 258,50 Euro blechen, so droht ihm nun Herr Stempfle vom Ordnungsamt Augsburg. 


Nun wollen sich OB Kurt Gribl und Wirtschaftsreferentin Eva Weber für den Künstler Siegfried Stiller und seine tolle Werbeaktion einsetzen. Sie schlagen ihn für den Augsburger Medienpreis vor. Motto: "Bring Augsburg in die Welt, bring die Welt nach Augsburg." Von dem Preisgeld, könne dann Stiller locker die kleine Ordnungsstrafe bezahlen. Gribl: "Leider hatte ich bei der gelungenen Aktion von Herrn Stiller meine blaue Decke nicht zur Hand mit der ich nackte Menschen, selbst Leichen, aus Schamgründen gerne verdecke. Damits gut aussieht für Augsburg!"

Eva Weber engagiert sich auch vorbildlich für den Künstler Siegfried Stiller, dessen erotische Bilder sie besonders schätzt: "Ich finde, wir sollten alles tun, um die besten Künstler wie Siegfried Stiller, die unsere Stadt als kulturellen Mittelpunkt von Bayern prägen, jetzt beistehen gegen kleinkarierte Behördenmassnahmen. Ich kenne diesen Stempfle gar nicht. Ist das der Mann, nach dem der modrige Stempflesee benannt ist? Wundern würds mich ja nicht."


Auch Götz Beck von Regio Tourismus will sich beteiligen: "Wir könnten den nackten Künstler Stiller als Werbeposter für Augsburg drucken. Damit die Welt merkt, dass wir den Bert Brecht nicht nur heimlich lesen, sondern auch leben!"

Als im dunklen Erdenschoße faulte Baal
War der Himmel noch so groß und still und fahl
Jung und nackt und ungeheuer wunderbar
Wie in Baal einst liebte, als Baal war.

(Der Choral vom grossen Baal, Bert Brecht)



Strafandrohung der Stadt Augsburg, Ordnungsamt, Herr Stempfle: Siegfried Stiller soll 258,50 Euro rausrücken. Stiller hat Einspruch eingelegt. Wir sind gespannt, was da noch passiert. Endlich mal wieder ein echter Skandal in Datschiburg. Die Welt wartet auf unsere putzigen Skandale wie Döner-Verbot und Arschloch-Stadtrat.

Muss jetzt auch dieser nackte Mann in der Augsburger Grottenaupost einen Drohbrief von Herrn Stempfle aus dem Ordnungsamt erhalten?