Donnerstag, 27. Oktober 2016

Wilhelm Bronners Abschied

Doppelseite für Wilhelm Bronner im Augsburger Stadtmagazin Lueginsland im August 1977

Es ist schon eine Weile her, dass der Künstler Wilhelm Bronner für immer seinen Pinsel weggelegt hat. Wir können uns noch an den ersten Bericht über ihn im Augsburger Monatsmagazin "Lueginsland" im Jahre 1977 erinnern. Damals lebte Wilhelm Bronner, der aus Memmingen kam, in Augsburg noch hippiemäßig im Färberhaus im Lechviertel. Er war ein kommendes Talent. Es herrschte Aufbruchstimmung damals in Augsburg. Alles schien möglich. Bongos, Blümchenkleidung, lange Haare, Haschisch, Underground, Antibabypille, Psychedlic, kosmische Musik und WGs mit Matratzen.

Der Kommerz in der Kunstwelt kann besiegt werden, war die Vision der jungen Künstler. Die Altstadt begann mit jungem Blut aufzuleben. Neue Projekte wurden gestartet. Liebe, Frieden und Freiheit und die unendliche Kunst waren die bestimmenden Momente dieser Generation.

Bronners gemalte Kommentare zur Lage der Menschheit.
   
Seine Bilder wurden in Augsburg, aber auch in weit entfernten Ländern wie Indien, USA, Brasilien ausgestellt. Warum Wilhelm irgendwann ins Dunkle stürzte bleibt mysteriös. Am Ende seines Lebens war er vielleicht am unfairen und geldgeilen Kunstmarkt verzweifelt, hatte womöglich nicht mehr an seine Kunst, seinen Erfolg als Künstler, an die Welt und die Menschen geglaubt.

Man hat sein Auto weit außerhalb von Augsburg gefunden. Auf einem Feldweg. Wilhelm hatte sich unter freiem Himmel zum Abschied auf eine Wiese gelegt, um aus dieser für ihn zu schrecklichen Welt zu scheiden.

Wilhelm, wir mögen deine Kunst!

Bronner und Mozart.
Sensible Künstler leiden an ihren Zweifeln.

Zweites Bürger-Begehren folgt


Wenn unser Schildbürger Frank, der sich für die Vernichtung des Augsburger Stadttheaters engagierte, vor dem Rathaus etwas ankündigt, dann stimmt das meistens. Jetzt kündigte er ein zweites Bürger-Begehren (BB) an. 

Für was?

Wissen wir noch nicht - das rauszukriegen übelassen wir gerne unseren Superschlaukollegen.

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Aber wir erzählen hier noch einen kleinen Witz vom Schildbürger und dem Oberbürgermeister (OB)!

Hält der Schildbürger auf dem Rathauspaltz ein Schild hoch, auf dem steht: Herr OB Gribl, treten Sie zurück! 

Geht der OB Gribl zu ihm hin und sagt: "Wenn Sie meinen Job als OB machen würden, glauben Sie, dass Sie das besser können?"

Daraufhin der Schildbürger: "Also, das Schuldenmachen sicher nicht!"

Brauchsch!



Do kriagsch ganz schee was nei!
Gibt ja inzwischen viele Augsburg-Taschen, sogar aus der Rathausrenovierungsplane, aber diese abgebildete hier zählt sicher zu den originellsten - und wie sagt man so schön: ist voll authentisch!
(Gesehen bei der T-Shirt-Druckerei 1314-yourdesign in der Augsburger Jakoberstraße 16)

Doris hats drauf


Unsere frühere Kollegin und Literatur-Fan Doris Schörder-Köpf hat sich wieder einen geschnappt. Aber keinen türkischen Strassenkehrer.

Sie kam einst aus Tagmersheim, schrieb für eine Augsburger Zeitung, verknallte sich in Augsburger Rockmusiker, ging zu Bild am Sonntag, Focus, heiratete dann Gerhard Schröder (SPD), der Bundeskanzler wurde und besuchte mit ihm den ehemaligen Augsburger Baulöwen Prof. Dr. Ignaz Walter in Siebenbrunn und machte in einem Augsburger Bierzelt Wahlkampf mit ihm. 

Nach ihrer Scheidung von Schröder, der zu den Russen (Russinnen?) ging ging sie in die Politik und wurde dort auch partnerschaftlich fündig, auch wieder im SPD-Pool, wie man jetzt lesen kann.