Mittwoch, 2. September 2009

Schockt das wieder Augsburg? Umstrittener Lüpertz gestaltet schräge Mozart-Kulissen! Muss das auch wieder verschwinden?

Höchstpersönlich tragen die Mitwirkenden die Bühnenbildfiguren von Markus Lüpertz in den Festsaal des Schaezlerpalais, wo ab Freitag den 4. 9. 2009 das Bäsle Musiclett "Ma très chère cousine" aufgeführt wird. Lüpertz ist in Augsburg der umstrittenste Künstler.

* Lüpertz Brunnen-Figur Aphrodite, die die AZ-Herausgeberin Ellinor Holland der Stadt Augsburg und ihren Bürgern spendieren wollte, zog durch ihr Aussehen vor einigen Jahren starke Proteste auf sich und wurde von einigen Augsbürgern abgelehnt und musste dann in den abgelegenen Hof der AZ in Lechhausen ausweichen.

* Lüpertz soll bei Augsburger Diskussionen über Aphrodite sogar in eine Rauferei verwickelt worden sein. Mehr dazu kann man in dem Augsburg-Krimi "Geheimnis im Glaspalast" lesen.

* Für Ellinor Holland, Augsburgs medien-mächtigste Frau, die sich mit der Kartei der Not sozial engagiert, war dieser Aphrodite-Skandal eine sicherlich unerfreuliche Sache. Lüpertz revanchierte sich mit einer Serie von Bildern die den Augsburger Betrachtern grelle Ärsche provozierend entgegenstreckten.

* Peter Dempf, der Augsburger Autor vieler historischer Romane, schleppt auf dem Foto vor dem Schaezler-Palais mit der Sängerin und Bäsle-Darstellerin Stefanie Schlesinger die Lüpertz-Kulissen zur Bühne.

* Werden diese ungewöhnlichen Mozarts von Lüperts bei den Augsbürgern auch wieder einen Sturm des Protestes hervorrufen? Nach dem Motto: Wir lassen unseren Mozart nicht kaputt machen.

* Was war da eigentlich mit Lüpertz in der Mozartstadt Salzburg für ein Skandal?




Bilder: Dokumente über Mozart-Lüpertz-Skandale in den Mozart-Städten Augsburg und Salzburg.


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Info: Neben Autor Peter Dempf, der auch 14 Liedtexte geschrieben hatte, ist auch W.A. Mozart Textdichter von 6 Liedern, allerdings unfreiwillig, durch seine frivolen Briefe an sein Augsburger Bäsle.

Die Musik dazu komponiert haben Wolfgang Lackerschmid und Stefanie Schlesinger, die das "Ein Frau Musical", unterstützt von Dominik Uhrmacher am Cello, an 6 Abenden im historischen Rokkokosaal aufführen werden.





Die anderen 3 Figuren, die Markus Lüpertz extra für dieses Projekt geschaffen hat, sind "Mozarts", am Piano, an der Geige und als Dirigent.

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Musiclett „Ma très chère cousine“ / Die Handlung

Mit frechen, witzigen und durchdachten Texten, Melodien und Zeichnungen haben sich vier Künstler, der Komponist und Musiker Wolfgang Lackerschmid, die Komponistin und Sängerin Stefanie Schlesinger, der Autor Peter Dempf und der bildende Künstler Markus Lüpertz, eines Themas angenommen, das so noch nicht behandelt worden ist: der Übergabe der Bäsle-Briefe Wolfgang Amadé Mozarts an dessen Frau Konstanze.
Als Konstanze Mozart eine Biografie ihres Mannes schreiben will, fragt sie auch bei Maria Anna Thekla Mozart nach, der Cousine des Genies. Diese besitzt nämlich einen bis dahin ungehobenen Schatz: ein ganzes Paket der verrücktesten und musikalischsten Briefe der Literatur, die „Bäsle-Briefe“. Letztlich gibt Maria Anna diese Briefe aus der Hand und schickt sie an Konstanze .
Genau hier setzen Lackerschmid, Schlesinger und Dempf an. Während das „Bäsle“ das Briefpaket und damit ihre Vergangenheit aufschnürt und die Briefe erneut liest, durchlebt sie wieder die Höhen und Tiefen der Beziehung, deren Bande 1777 bei einem Besuch Mozarts in Augsburg geknüpft wurden. Sie hadert mit der Person Mozarts, liebt und verteufelt ihn und gerät wieder ganz in deren Bann. Letztlich kann sie sich durch die humorvolle und tiefgründige Aufarbeitung ihrer Liebesbeziehung zu Wolfgang dem wieder auferstandenen Phantom entziehen und ein eigenes Leben beginnen. Sie sortiert sogar Briefe aus.



Mit kogenialen, nachempfindenden Einfällen haben Schlesinger und Lackerschmid die frechen und witzigen Texte Peter Dempfs vertont, zu denen neben echten auch ein fingierter Mozartbrief gehört. Der bildende Künstler Markus Lüpertz steuerte das Bühnenbild für die Aufführung des Musicletts „Ma très chère cousine“ bei.
Das kurze, als Musiclett bezeichnete Ein-Frau-Bühnenstück wird von Regisseur Stefan Schön in Szene gesetzt. Ihm gelingt es, durch die Herausarbeitung überzeitlicher Strukturen und Themen des Stücks, eine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart herzustellen.

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Karten gibt es bei der Tourist-Information am Rathausplatz.


Termine: 4. (Uraufführung), 5. 6. und 25., 26., 27. September jeweils um 19 Uhr.

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Achtung! Wir übernehmen absolut keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Meldung!

Diese Frage quält uns: Warum prozessiert Augsburgs bekanntester Wirt Dietz gegen Augsburg, wenn er garnicht will?

Bild: Ein superscharfes Interview führten die DAZ-Redakteure Bruno Stubenrauch und Sigi Zagler mit Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl, der dabei sauber schwitzte.

* Wirt Leo Dietz (Peaches) schloss sein Keller-Lokal Deeds, weil er dort statt 150 Gästen jetzt nur noch 50 Gäste bewirten darf. Das ergab sich nach einer Untersuchung durch Augsburgs Behörden. Eine Treppe soll zu wohl der Baujurist Dr. Kurt Gribl, sich ständig mit Deppen- und Treppenärger (Fünffingerlesturm!) in Augsburg herumärgern darf?

* Für manche war das komisch, weil man wusste, dass Dietz mit Ordnungsreferent Böhm, wegen der Maxstrasse Hickhack hatte. Warum hat Böhm nicht schon früher diese Untersuchungen machen lassen, wird gefragt.

* Das kann doch nur die Sommerhitze in Augsburg sein, oder? In einem langen interview mit der DAZ (Die Augsburger Zeitung) sagt Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl: "Ich habe in Leo Dietz einen sehr sachlichen Ansprechpartner gefunden. Er versteht und akzeptiert, dass Auflagen notwendig waren, um den Betrieb auf rechtlich einwandfreie Weise fortführen zu können. Er bestreitet nicht die Notwendigkeit der Reduzierung von 150 auf 50 Gästen bei den derzeitigen baulichen Gegebenheiten. Punkt."

* Aha. Ja, was macht denn dann der Dietz, der übrigens auch bei Gribls Partei CSU ist und als Stadtrat fungiert? Und warum prozessiert der Herr Dietz dann gegen die Stadt Augsburg? Haben wir da zu viel Hitze abbekommen, oder wer?

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