Donnerstag, 25. September 2014

Vorsicht - auch Satire kann Folter sein: Oma und Opa gehören halt in die braune Tonne ....



Doku-Shot: Der Augsburger Pflegeheimleiter Armin Rieger hat eine Verfassungsbeschwerde wegen der Zustände im Pflegebereich eingereicht.

"Der Text, den Armin Rieger an das Bundesverfassungsgericht geschickt hat, ist 21 Seiten lang. Sein Vorwurf darin lautet: "Weil der Staat systematisch wegschaut, kommt er seiner Schutzpflicht gegenüber alten, pflegebedürftigen Menschen nicht nach." Der Heimbetreiber hatte bereits in der Vergangenheit das Pflegesystem scharf kritisiert, nun ist er nach Karlsruhe gegangen.

Das Gericht bemängele, dass Rieger selbst nicht Betroffener sei.

Das sieht der Chef des Augsburger Seniorenheims "Haus Marie" anders. Er selbst könne auch schnell ein Pflegefall werden: "Mit meinen inzwischen 56 Jahren zähle ich mich sehr wohl zu diesem Personenkreis." Noch in dieser Woche will Rieger seinen Widerspruch gegen die Ablehnung der Beschwerde nach Karlsruhe schicken. 

Rieger nennt zahlreiche Beispiele für die tägliche Verletzung der Menschenwürde in der Pflege: Personalmangel, Zeitdruck oder schwere körperliche Arbeit bei zu geringer Bezahlung würden zu einer unzulänglichen Pflege führen. "Oft werden geistig verwirrte und geistig fitte Menschen gemeinsam untergebracht. Das ist Folter", kritisiert Rieger. Und weil es nicht genug Mitarbeiter gebe, müssten die alten Menschen auf Spaziergänge verzichten - und noch schlimmer: "Es ist an der Tagesordnung, dass Bewohner warten müssen, bis sie zur Toilette gebracht werden."

(Text aus Bayerischer Staatszeitung)

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Mein Gott, Herr Rieger, schauen Sie doch mal die jungen Leute an, wie man die schon im Kindergarten in der Schule und später am Arbeitsplatz mit Blödsinn quält und misshandelt. Warum soll es da den Alten besser gehen? Oder denken Sie mal an die armen überforderten Politiker die jeden Tag von uns durch die Mangel gelassen werden. Die wären doch überglücklich, wenn die in einem Altenheim dahindämmern dürften."

Wo sind sie geblieben?


Sie verschönerten einst Augsburg, die bunten Schilder aus der Image-Schmiede der einfältigen, äh, billigen und willigen CSU-Werbeagentur Mies &Malad. Sie waren doch das Sahnehäubchen auf den Baustellen. Aber wo sind sie jetzt? Entführt? Verkauft? Geklaut? 

Jetzt ist es wieder grau und depressiv an Augsburgs unzähligen Baustellen. Lange halten wir das nicht mehr aus! Zudem regelten sie den Verkehr wunderbarst.

Aufruf: Wer weiß in welchem Geschlechtsverkehrs-Zimmer diese Schilder für rund 50.000 Euro nun rumliegen?

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Wir loben auch mal unsere regionalen Top-Journalisten
Die "Schräge Feder der Woche"
Täterääääää: 
geht an 
Rupert Huber!
Für seine hoffentlich nicht unbeachteten aussagestarken Worte im Artikel "Augen wie ein Buch" über die 80jährige italienische Filmschauspielerin Sophia Loren
in der Tageszeitung AA vom Samstag 20.09.2014

Hier ist unsere unvergessliche Lobrede auf ihn.