Dienstag, 15. Juni 2010

Am Tag, als Broder nicht ankam! Augsburger Stadtbücherei hat Lese-Krisen!

Foto: Meinolf Krüger vom Augsburger Taschenbuchladen.

* Der Augsburger Buchhändler Meinolf Krüger wusste, warum Autor Henryk Broder nicht zu seiner heutigen Lesung in die neue Stadtbücherei von Augsburg kommen wollte: "Ich denke, der Broder ist lieber in Island geblieben und hat sich auf dem Hotelzimmer das WM-Spiel Nordkorea gegen Brasilien angeschuet, als in der Augsburger Stadtbücherei zu lesen."

* Nach dem Besucher-Debakel mit dem Autor Peter Dempf und dem heutigen Fernbleiben von Henryk Broder sprachen einige Besucher der neuen Augsburger Stadtbücherei bereits von einer "Lese-Krise!"

* Enttäuscht zogen die Augsburger Buchhändler von Thalia, Seitz & Auer und der Buchhandlung am Obstmarkt - sie gehören zum Lese-Team Augsburg - wieder aus der Stadtbüchrei ab, als Henryk Broder nicht zu seiner Lesung aus seinem neuen Buch "Lob der Intoleranz" kam und Augsburg tief enttäuschte. Denn hier hat Henryk Broder sogar seinen Verlag Ölbaum sitzen. 

* Zu Thema Toleranz und Intoleranz meinte Broder vor ein paar Tagen: ""Bin ich verrückt, oder sind es die anderen? Die westlichen Werte sind nur mit Intoleranz zu retten...."

* Unsere ukrainische Putzfrau meint dazu: "Da bin ich jetzt grad mit Fleiß tolerant und sag, lieber Henryk, kommste heut nicht, kommste vielleicht morgen!"




Bild: Der wilde Autor Henryk Broder, der leider nicht nach Augsburg kam.

Solche böse Sachen werden an den umstrittenen Journalisten und Buchautor Henryk Broder geschrieben:

"... habe mit Entsetzen Ihren Auftritt in der TV-Sendung verfolgt und komme nicht umhin, Ihnen zu schreiben. Mit Ihrer “Psychoanalytischen Spekulation”, die Europäer würden auf einen weiteren Holocaust hoffen, ist das wohl unverschämteste und dümmste, was mir in der letzten Zeit zu Ohren gekommen ist. Das übertrifft die kinderfickende Katholische Kirche ebenso wie Guido Westerwelle oder Benjamin von Stukrad-Barre, der vor kurzem noch dafür plädierte, Bücher sollen verbrannt werden, da alle schöne Literatur doch so nach Parfüm stinke. Selbst den übertreffen Sie noch ..."

Bischof auf dem Dach?

Vorsicht Fälschung? Dieses uns anonym zugemailte Foto zeigt angeblich nicht den katholischen Augsburger Bischof Walter Mixa bei aktuellen Aktivitäten wie die Rückeroberung seines Palastes am Dom.

Warum?

Bild: Die Islamwissenschaftlerin Dr. Riem Spielhaus erhält einen schönen Augsburger Preis, nämlich den für Interkulturelle Studien.

* Jetzt wollen die Datschis von ihr wissen. "Warum wird im Koran und in der Bibel nicht Fussball gespielt? Sind diese Spiele eigentlich den frommen Menschen erlaubt?" Natürlich ist diese spannende Frage von dem derzeitigen Fussballwahn in Afrika beeinflusst, aber was will man machen? Bei der baldigen Preisverleihung könnte Dr. Riem Spiehlaus ja was dazu sagen, oder?

* Der Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2010 geht an die Islamwissenschaftlerin Dr. Riem Spielhaus. Ausgezeichnet wird ihre Dissertationsschrift "Wer ist hier Muslim?", mit der sie an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert hat.

* Der Förderpreis geht in diesem Jahr an die an der Philipps-Universität Marburg vorgelegte Diplomarbeit "Der Einfluss von Metaperceptions auf Kontakterfahrungen und Einstellungen im Intergruppenkontext" des Sozialpsychologen Christian Issmer.

* Der im Jahr 1998 begründete, vom Forum für Interkulturelles Leben und Lernen (FILL) e. V. gemeinsam mit der Universität und der Stadt Augsburg getragene Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien wird am 22. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses zum zwölften Mal verliehen.

* Erstmals ist die Preisverleihung eingebettet in zwei begleitende Veranstaltungen mit der Hauptpreisträgerin am 21. und 23. Juni.