Dienstag, 8. Januar 2013

Teuflischer Spiegel bekommt priesterlichen Ärger aus Augsburg .... Hilft Weihwasser ?


"Gott sei Dank hat in Augsburg wenigstens die Skandal-Zeitung kurz vor Weihnachten, am 23.12.2012, über den Bericht des ausgeflippten katholischen Theologie-Studenten Daniel Bühling berichtet, der seine Studenten-Kollegen im katholischen Augsburger Priesterseminar inige satanische Versuchungen wie Drogen, Sex und Wahnsinn anhängen wollte", wurde uns begeistert vor ein paar Tagen mitgeteilt.

Unsere Redaktion meint beschnei ... äh ... bescheiden: "Wir helfen ja gerne Christen in Bedrängnis!"

"Wir sind froh, dass wir durch die objektive Berichterstatung der ASZ darauf passend regagieren können", sagen Augsburgs wichtigste Kastholiken.

Angeblich sollen nun Theologie-Studenen aus der Augsburger Priesterschule an der Haunstetter Straße beschlossen haben, jeden Montag durch die Augsburger Zeitungsläden zu wallfahren und alle neuen Spiegel-Magazine mit Weihwasser besprühen ....


Kurz und bündig antwortete der Leiter des Augsburger Priester-Seminars,  Regens Marting Straub auf die Verleumdungen des Hamburger Nachrichtenmagazins Der Spiegel:

„Das Hamburger Nachrichtenmagazin versucht, mit der Verallgemeinerung eines Einzelfalles die Seminarausbildung katholischer Priester in einem bizarren Licht erscheinen zu lassen.“ Den jungen Männern, die sich auf dem Weg zum Priestertum befinden, würden ihre ehrliche Lebensentscheidung, ihre aufrichtigen Absichten und ihre Integrität abgesprochen, so Straub.


Ein Studienabbrecher hatte Ende Dezember vergangenen Jahres im Rahmen einer „Aussteiger-Story“ im Spiegel behauptet, Psychosen, religiöse Wahnvorstellungen, sexuelle Doppelmoral sowie Alkohol- und Tablettenmissbrauch seien unter Priesteranwärtern keine Ausnahme.

Der im Artikel genannte Kandidat habe im Spätberufenenseminar St. Lambert in Lantershofen studiert und seine Ausbildung vorzeitig abgebrochen. Der Bericht sei offenbar dadurch motiviert, den Austritt aus dem Seminar der Priesterausbildung und der Kirche als Institution anzulasten, sagte Straub.

Das Ausscheiden eines Priesteramtskandidaten und dessen persönliche Entscheidung gegen den Priesterberuf seien immer bedauerlich.

Dass Kandidaten das Priesterseminar auch in einer fortgeschrittenen Phase der Ausbildung verlassen, komme immer wieder vor, so Straub, denn die Seminarzeit sei einerseits eine Zeit der persönlichen Prüfung, andererseits auch eine Zeit in der die Verantwortlichen die persönliche, seelische und fachliche Eignung von Kandidaten kritisch prüften.


„Der Weg ins Priesteramt erfasst in existentieller Weise die gesamte Persönlichkeit und kann deshalb auch Stresssituationen auslösen. Die Frage der psychischen Gesundheit von Kandidaten, die der Spiegel-Beitrag reißerisch thematisiert, ist ein wichtiger Aspekt in der Priesterausbildung“, betont Straub. „Alle Ausbilder widmen diesem Aspekt größte Aufmerksamkeit.“

Jeder Student bringe seine Persönlichkeit und Biographie in die Ausbildung mit. In der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und der eigenen Berufung seien religiöse Überspanntheit und Übereifer durchaus möglich. Aber durch geistliche und psychologische Begleitung würden solche Fehlentwicklungen während der Ausbildung in der Regel offenbar, sagte Straub.

Diese könnten dann entweder korrigiert werden oder es müsse manchmal auch ein schmerzlicher Schnitt gemacht und die Ausbildung abgebrochen werden.

Wer nicht die notwendige menschliche Reife aufweise, sei für das Priesteramt nicht geeignet, sagte Regens Straub. Priesterkandidaten seien „ganz normale“ junge Menschen, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung für ein besonderes Leben mit Gott entscheiden.

Der Berufung zum Priesteramt nachzukommen sei eine freie Entscheidung des Einzelnen vor Gott.

„Es ist beleidigend und verletzend, wenn Journalisten oder Studienabbrecher Priesteramtskandidaten pauschal die geistige Gesundheit absprechen oder einen unehrlichen Umgang mit der Pflicht zum Zölibat unterstellen“, wies der Augsburger Regens deshalb die Behauptungen des Artikels zurück.

Die Vielzahl der Aufgaben und die besondere Lebensform des Priesters verlange eine reife Persönlichkeit.

Da keiner alles könne, brauche der Priester einen wachen Sinn für Kooperation und Gemeinschaft. Er soll die Charismen einzelner entdecken und fördern können, damit sie für das Leben der Kirche reiche Frucht bringen.

Dafür sei es wichtig, dass der Priester seine eigenen Stärken und Schwächen kenne und einen verantwortungsvollen Umgang damit finde. Daher lege die Ausbildung im Priesterseminar größten Wert auf die menschliche Reife der Kandidaten. Auf ihr ruhe das geistliche Leben und die freie Entscheidung für das Priestertum."


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