Sonntag, 20. Mai 2018

Garagen-Verarsche?


Das ganz große Geschäft der Augsburger Stadtwerke! Jetzt wird endlich klar, wozu wir die Walter-Fuggergarage brauchen.

Park+Ride macht bald niemand mehr, weil die Grünen dort Gebühren erheben wollen. Zusammen mit den neuen Fahrpreisen wird es dann so teuer, dass die Fahrt mit dem PKW in die Stadt einschließlich Walter-Fuggergarage wesentlich billiger ist. Besonders für Familien. 

Will man noch die Parkgebühren sparen, bietet Dr. Casazza sein Carsharing.

Spätestens wer einmal in Casazzas Carsharing-Werbetram hinter den verklebten Scheiben gesessen ist, hats voll kapiert.

Mit Marx- und Engelszungen wird es uns durch die Werbefritzen von Mies&Malad dann sicher bald noch genauer erklärt.

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Es geht in Augsburg aber auch ohne Fuggergarage. Der neue Kö: Stellplätze statt Bäume. (Dieses Foto wurde am Samstag 19.05.2018 gemacht)


(Dieses Foto wurde am Pfingstsonntag 20.5.2018 gemacht) Kenner wissen halt, dass an Wochenenden keine städtischen Parkwächter unterwegs sind und es der Polizei egal ist. Vielleicht handelt es sich aber auch um verdeckte Ermittler, die sich im Inneren verstecken und drauf warten, dass jemand in den Manzubrunnen pinkelt?

Haha - wir analysieren den Datschi-Humor!!!

Rüdiger Schablinski und Bernd Reining beschützen als Polizisten die friedliche Demonstrantin Inga Grüttner. 


Der Augsburger gilt manchen als humorlos. Das ist aber absolut falsch und zeugt nur von einer mangelhaften Beobachtungsgabe. Das eher unterkühlte, zurückhaltende, leicht misstrauische Verhalten, die angeborene Vorsicht den Mitmenschen gegenüber lassen den Augsburger meist auf allzu deutliche humoristische verbale Äußerungen verzichten. Schließlich will man ja auch nicht unbedingt auffallen, man weiß ja auch nicht, wie es ankommt. 

Versuche lokaler Kabarettensembles blieben damit stets marginal und kurzlebig: Die "Scheibenwischer" in Kalauerbachs Keller, "Das Podium" von Rüdiger Schablinski. 

Der Geisterfahrer Silvano Tuiach, Herr und Frau Braun  machen ihre Witze lieber auf Kosten der Underdogs und trauen sich an die Datschi-Promis nicht ran. 

Ausgebucht ist allerdings das Jahresendkabarett in der Puppenkiste, es ist gute Tradition im Bürgertum und tut niemand weh. 

Doch aus alldem lässt sich keinesfalls auf einen Mangel an Humor schließen, der Augsburger äußert ihn halt auf sein Art: nicht durch Worte sondern durch Taten. Diese erschließen sich erst durchs scharfe Hinsehen und auch das nur dem wirklichen Kenner und Augsburger. 

Der Fremde merkt es meist gar nicht. So ist Augsburg längst bei Insidern als die Stadt des heimlichen, des leisen Humors bekannt und geschätzt. Manche derartige Entdeckung wirkt auf den ersten Blick als eher zufällig und ungeplant, soll sie ja auch! Schaut man genauer hin steckt aber sehr wohl eine Absicht dahinter. 

Bescheiden wie der Augsburger eben ist, will gar nicht Lob und Anerkennung für seine humoristischen Schöpfungen und bleibt lieber anonym, dann kann ihm auch nichts passieren.

Wir von der Skandalzeitung verfolgen seit Jahren das hohe Ziel, diesen Humor sichtbar zu machen und so den noch nicht hier Angekommenen unsere Menschen und ihre Stadt nahezubringen. Wir verstehen uns als Organ zur Vermittlung der in dieser Stadt allerorten sichtbaren Zeugnisse des bewusst versteckten Humors. Augsburg könnte dafür sicher auch den Titel „ Weltkulturerbe der Realsatire“ erlangen. 

Doch selbst dafür sind wir zu bescheiden.

Mit diesem Wissen werden für den Kenner selbst die Lokalpresse und unser Stadtrat zu typischen Vertretern der Augsburger Realsatire, man muss nur den Blick dafür schulen und lieber zweimal hinschauen. Aber wenn es gefunkt hat, bitte niemals laut lachen und mit dem Finger drauf zeigen, sondern nur leise innerlich schmunzeln. So ist es dann richtig Augsburgerisch.

Und nun wünschen Ihnen weiterhin viel Vergnügen bei den zukünftigen Entdeckungstouren durch unsere Heimatstadt Ihr Herr Ausgeber und die ukrainische Putzfrau.