Sonntag, 10. Juli 2011

Hilfe! Man hat uns beklaut! Müssen sich Fußballerinnen zu Brüder umoperieren lassen? Knolli präsentiert die lesbische Fußball-Semmel!



Bild: Völlig harmlos klingt der Titel "Kommunikation & Kaffee" (kurz "KoKa") eines Augsburger Internet-Blättles. Noch harmloser ist sein Inhalt mit viel Philosophie- und Polit-Gaudi. Wir können das immer nur ein paar Minuten lesen, dann kugeln wir uns voll Gelächter auf dem staubigen Redaktions-Teppich, was auch nicht gerade gesund ist.

Können Fußballerinnen auch ohne Operation zu Brüder werden?
KoKa klärt da jetzt endlich auf!

Sowas schreibt "KoKa" zum Beispiel über weltbewegende Themen aus Augsburg, machen sich über unsere Kollegen von den anderen Augsburger Presseorganen lustig und haben dazu ein Bild von uns geklaut, das wir auch irgendwo geklaut haben:

Volkskultur Fußball


Der helle Wahnsinn ist es, wie die Frauenfußball-WM als nationaler Event in die Öffentlichkeit gepusht wird: Der Rathausplatz wird mit einer Stadionattrappe verschandelt und, weil das noch nicht genug ist, steht dann in großen Lettern auf den Außenwänden nicht bloß »City of Peace«, sondern auch noch »Alle Menschen werden Brüder!« - was so blöd wie kurios ist, wo doch die Schwestern nun die Bälle schlagen.

Bälle springen läßt auch ein bekanntes Herrenmagazin, welches diverse Fußballerinnen von ihrer schöneren Seite zeigt, nackt nämlich. Wahrscheinlich schon als Ersatz dafür, daß bei den Spielen die sonst üblichen Zuschauer nicht anwesend sind, die nämlich, die mit »Ausziehen«-Rufen etwas Leben in die Arena brächten. Beim Eishockey, beim AEV wurde damit bekanntlich der Unsinn von Cheerleader-Girls erfolgreich verhindert.

Und jetzt droht laut AZ, die sich alle Mühe gibt, den gehörigen Ernst in die nationale Angelegenheit zu tragen, der »hübschesten deutschen Spielerin« das harte Schicksal der Ersatzbank! Wenn das nicht für einen programmierten Mißerfolg spricht!

Schön ist es obendrein – in der Augsburger Skandal-Zeitung – zu lesen, daß der dem Frauenfußball gewidmete Theateraufführung auf der Freilichtbühne unter dem Titel »Abseits«, wofür mit hochhackigen Fußballschuhen auch in Nachbarstädten geworben wird, jetzt eine Absage droht, weil der Regisseur Marcel Keller aus dubiosen Gründen abgesetzt worden sein soll. Intendantin Juliane Votteler soll überdies abgetaucht sein. Das kann sie ruhig auch bleiben. Vielleicht erledigt sich der Container auf diese Weise doch noch.

Echt was von Kunst versteht genannter Zeitung zufolge übrigens die Fußball-Managerin Jeffy Bones-Schwoerlich, die viel von Body-Painting hält. Respekt, soviel Nacktwerbung für Augsburg war selten. Natürlich ist das nicht in den »seriösen« Medien zu sehen. Weshalb wir hier mal das hübsche Foto der Augsburger Skandal-Zeitung übernommen haben (im Hintergrund, nicht unpassend, der Voyeur Brecht).

Wir bleiben am runden »Leder«!

(24.06.11)



Zur Frauenfussball-WM in Augsburg präsentiert der ideenreiche Bäckermeister Knolli die leckere lesbische Frauenkickersemmel. Name: "Doppelspass!" Das Duett-Eros-Brötchen kostet nur schlappe 99 Cent und hat sich den Titel als "WM-Knüller" vollauf verdient, oder?