Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wahnsinn: Wohnungsschwemme in Augsburg

Durch die kluge Wohnungsbau-Politik der Augsburger Stadtregierung kann in Augsburg von zu wenigen Wohnungen nicht die Rede sein. Nein, wir haben hier eine gigantische Wohnungsschwemme.
Wohnungssuchende in Augsburg können vor Glück jubeln.

Die Stadt Augsburg, vertreten durch den damaligen Finanz-Bürgermeister Hermann Weber, (Architekt) hoffte 2011 mit dem Baugebiet bei Radegundis wohnungssuchende Häuslebauer anzulocken. Da gings um eine alte ausrangierte Möbelfarbik der Familie Melcer, am Rand der Westlichen Wälder. Irgendwie auch verwandt mit Daniel Melcer von der Augsburger Werbeagentur M &M, die für unseren Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (Baujurist und ex-Manager einer erfolglosen Tiefgaragenfirma in Augsburg), den Wahlkampf und für die Stadtwerke Augsburg die Werbung macht, z. B. Projekt Augsburg, wobei aber Gribls Frau Sigrid (ex-Szymzcak, ex-Einfalt), die dort ab und zu bissle reinschaut, hundertpro nicht beteiligt ist).

Lästermäuler unter Augsburgs Oppositions-Politiker streuten falsche Gerüchte wie:"Damit will Gribl dem Melcer die Kohle für die Wahlkampfkosten zukommen lassen!" Dies stellte sich Gott sei Dank als eine Lüge heraus. Wie fast alle anderen Gerüchte in Augsburg.

Hermann Weber wollte auf der alten Melcer-Fabrik am Rande der Westlichen Wälder, nicht weit vom Sitz der Familie F'ugger und dem Gartenhäuschen eines einflussreichen Augsburger Verlegers, ein Wohngebiet schaffen.So ähnlich wie der Römerweg in Göggingen, Augsburgs teuerste Adresse mit 550 Euro Bodenpreis pro Quadratmeter.

Das wünschte sich im Jahre 2011 der Weber (erst CSU dann CSM), jetzt schlecht verdienender Stadtdirektor von Gribls Gnaden. Wären nur nicht die Grünen und die CSU-Männer Leo Dietz und Tobias Schley damals dagegen gewesen.

„Bisher können wir nichts Derartiges anbieten“, meinte Hermann Weber. Jetzt hat sich aber auf dem ehemaligen Gelände der Firma Hasenbräu dieser Wunsch durch Klaus Wohnbau  erfüllt.

In Augsburg werden zu viele Wohnungen gebaut, die Mietpreise sinken wie blöd.

Unter dem schönen Namen "Vis A Vis" (genial: A für Augsburg und Vis für fies) werden herrliche Wohnungen gebaut und so entsteht in Augsburg eine ungeahnte Wohnungsschwemme. Die Mietpreise fallen weiter und weiter. Die Hausbesitzer und Vermieter werden bald mit dem Hut in der Fußgängerzone sitzen. Da kann die städtische Wohnungsbaugesellschaft ihre Hände ruhig in den Schoß legen.

Wo früher mal die Hasenbräu zwischen Adenauer-Allee und Maximilianstraße ihre Brauerei stehen hatte, entstehen nun die schönsten Wohnungen in einem von Starnberg aus traumhaft geplanten Areal, das in Augsburgs Innenstadt immer wieder an die Renaissance 2.0 erinnert. 

Seit Frühjahr 2013 errichtet Klaus Wohnbau auf dem historischen Grundstück von Hasenbräu in der Augsburger Innenstadt ein Wohnbauprojekt der Extraklasse. Es entstehen in fünf Bauabschnitten rund 150 Wohnungen. Nachdem die ersten drei Abschnitte JAKOB, ANNA und OCTAVIAN bereits nach kürzester Zeit ihre Liebhaber bis aus München gefunden haben, entsteht nun mit Haus KATHARINA durch die Architekten und Stadtplaner Blaumoser aus Starnberg ein ganz besonderes Schmuckstück und wird somit zur Visitenkarte auf diesem Areal.

Das Verkaufsbüro vor Ort in der Armenhausgasse 4 ½ in Augsburg ist Mi+Do, 16-18 Uhr sowie So, 14-16 Uhr oder nach vorheriger Terminvereinbarung zur Information und Beratung durch Susanne Rudek geöffnet.

Pausenlos entstehen in Augsburg auf historischem Gelände die billigsten Wohnungen, die man sich denken kann. Da kostet ja ein Glas Bier bald mehr als ein Quadratmeter im Wohnbaugebiet Vis A Vis bei der Ulrichskirche.


P.S.: Uns ist schon klar, dass sich der Bauabschnitt "Jakob" auf den Fugger bezieht,"Octavian" auf den Kaiser Augustus. Aber  was meint der Starnberger Architekt mit "Anna"? Die Anna-Kirche? Und auf was könnt sich "Katharina" beziehen? Auf die alte Katharinen-Klause, wo sich einst Jungarchitekten einen Riesenrausch ansoffen, den sie bis heute noch nicht abgebaut haben, wenn man ihre langweiligen Schachtel-Bauwerke in der historischen Innenstadt sieht?



P.P.S.: Das neueste Wohnungskonzept soll von Augsburgs größtem Baulöwen Prof. Dr. Ignaz Walter stammen. Er will allen armen Datschiburgern die Chance geben, eine Wohnung mit geringem Einsatz zu gewinnen! 1 Euro Einsatz könnte dabei schon reichen!

Nach einem Geheimmarketing-Plan will er bald damit werben, dass in seinen überfüllten Spielcasinos in den Augsburg-Arkaden (früher Ludwigpassagen, früher Gebäude für Verwaltung und Druck der Augsburger Allgemeine) der Hauptpreis bei den Glücksspiel-Automaten 1 schöne Eigentums-Wohnung beim Glaspalast sein soll. Dort entstanden ja auch unzählige Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei und Weberei Augsburg (SWA) bei dessen Verkauf fast das gesamte Geld in sozial gerechter Weise an die entlassenen Arbeiterinnen und Arbeiter ging, die sich dadurch neben dem Glaspalast ein schönes Nest einrichten konnten.