Montag, 20. Januar 2014

Augsburg kann Zukunft – aber nur in schwarz-braun?

Nun beginnt in Augsburg vor der Wahl ein Riesenstreit um einen wilden politischen Kommentar!

Marcus Ertle stellt in der “Neuen Szene” die These in den Raum

das linksalternative Lager in Augsburg sei 

"ein jämmerlicher Haufen!"

Der Pirat Vinzenz Vietzke meint dazu:

"Ich kann Ertle da kaum widersprechen.

Allein die geistigen Brandstifter von AfD und den Kacknazis BIA haben zusammen schon mehr Unterstützer als wir Piraten, Polit-WG und die (semi-linke) ÖDP. Dazu kommt noch der konservative Unions-Zombie “Neue CSM” mit gut 500 Stück. Alles in allem rund 1.400 Menschen, die lieber rechts der CSU wählen möchten gegenüber knapp 500 Leuten links davon. Und dabei wird voraussichtlich auch bleiben.

Augsburg-Pirat Vietzke lästert: "Da lässt man den bourgeoisen Hintern dann doch lieber auf der hipsteresken Couch im nachhaltig beheizten Wohnzimmer."

Marcus konstatiert, dass es “die Szene” scheinbar für sinnvoller hält, nur rumzumeckern aber politische Prozesse zu meiden. Noch verschärfend dazu meine ich, dass man wohl lieber weitere 6 Jahre die Subkultur gegängelt, vom reaktionären Verwaltungsapparat rechte Demonstrationen völlig unbehelligt in der Altstadt ermöglicht und alle möglichen Vorzeigeprojekte in dieser Stadt ignoriert sehen möchte.

In der Frühlingssonne hinter Absperrung ein bisschen Fähnchen zu schwenken bekommt die ach-so-politisch Engagierten hin. Gerne sitzt man auch stundenlang im Kulturpark West ‘rum und schimpft über Grab & Co. Aber wehe wenn es mal gilt tatsächlich Verantwortung zu übernehmen! Da lässt man den bourgeoisen Hintern dann doch lieber auf der hipsteresken Couch im nachhaltig beheizten Wohnzimmer.

Dass es von Seiten der SPD, Grünen sowie der Linken kaum Unterstützung – und wenn, dann nur inoffiziell – gibt, verwundert einen da dann auch schon nicht mehr. Wer gibt schon gerne seine geschaffenen Pfründe auf, wenn es um die (eigentlich gemeinsame) Sache geht. Ist es doch einfacher in opposioneller Schimpfhaltung zu verharren, ständig auf ein Zuckerl von Regierungsseite hoffend, anstatt gemeinsam konstruktive Arbeit als breit aufgestellte, vielfältige und unbequeme Opposition zu machen.

Alles immer schön nach dem Prinzip des Radfahrers: Nach oben buckeln, nach unten treten.

Aber so wie es derzeit aussieht, bleibt die linksalternative Szene so wie sie ist: Unfähig zum Minimalkonsens und nicht in der Lage, sich in politischen Prozessen halbwegs klar zu positionieren, nicht mal gegenüber dem gleichen Gegner. Und wie so oft hilft das niemandem – außer eben diesem Gegner und seinen widerwärtig-braunen, hasserfüllten Reinkarnationen.

Augsburg kann Zukunft – aber nur in schwarz-braun!"


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Auszug aus dem in ganz Augsburg heftig diskutierten Kommentar von Marcus Ertle in der Neuen Szene Online: 

Ertle: "Jämmerlicher Haufen kapituliert."

Die Unterstützerlisten für die Kommunalwahl liegen noch gut zwei Wochen aus. Wer das erste Mal antreten will, braucht 470 Unterschriften. Die CSM und die AfD haben die Hürde problemlos genommen. Eng oder verdammt eng wird es für den Rest. Die ÖDP könnte es schaffen, wenn die Unterstützer weiterhin in dem Maß wie bisher unterschreiben. Schwer einzuschätzen ist die Lage insbesondere für neue Parteien, die noch keinen stabilen Wählerstamm haben.

Dazu gehören die Polit-WG, die Piraten und die rechtsextreme BIA. Die beiden ersten Gruppen schöpfen zum allergrößten Teil aus dem unberechenbaren Alternativenmilieu. 
Dieses Milieu gibt sich zwar gern politisch, beschränkt seine Politikfähigkeit aber nicht selten darauf, in Szenekneipen die Korruptheit und Blödheit der etablierten Parteien zu diskutieren bzw. sich gegenseitig die Richtigkeit der eigenen Weltsicht zu versichern.  
Ein Mobilisierungsfaktor könnte hierbei paradoxerweise die NPD-Organisation "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) sein, die momentan weit vor Polit-WG und Piraten liegt und vor allem in Lechhausen mittels Straßenwahlkampf viele Unterzeichner gewinnt.
Wenn es jenen gelingen sollte, mehr Wahlberechtigte zu mobilisieren als das linksalternative Lager, oder gar die 470-Hürde zu überwinden, dann müsste sich die linke Subkultur in Augsburg tatsächlich als jämmerlichen Haufen empfinden.


Der aktuelle Stand bei den Unterstütze-Unterschriften:
CSM: 540
AFD: 536
ÖDP: 280
BIA: 205
Polit-WG: 141
Piraten: 85

Hier liest du den ganzen Ertle-Kommentar.


Da freut sich auch das ärmste Schwein ...



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Der Kampf gegen die Armut wird in Augsburg unermüdlich ausgefochten. Manche Stadträte wollen schon ihren Hamster schlachten, damit die Armen endlich mal wieder ein kleines Schnitzel bekommen. Oder der Goldfisch muss als paniertes Filet dran glauben. Augsburgs Stadträte rücken selbst ihr Liebstes raus, nur um den Armen zu helfen.

Wenn es aber nicht mit dem Sozialticket klappt, dann lassen sich eben unsere Bürger was einfallen, um die Armen zwischen Lech und Wertach ein wenig aufzuheitern. Und sei es ein kostspieliges Kunst- und Lust-Feuerwerk.

Finden wir echt stark!



Das Augsburger Sozial-Ticket: Schuss ins Ofenrohr - oder ins Knie?

Augsburg kann Friedhof ... Lärm-Terror von zwei Jazzern konnte gebannt werden ....

 Von Augsburger Ohren gefürchtet: Jazz-Duo Dietmar Liehr.

Die Bewohner des Augsburger Anton-Viertels hatten sich schon auf einen Gang in ihren Atombunker, tief unterm Kartoffelkeller, vorbereitet. Im Augsburger Lokal "Mohrenkönig", Sulzerstr. 20,  wurde eine Geräusch-Orgie von gigantischem Ausmaß angekündigt: Das Jazz-Duo Dietmar Liehr sollte eines seiner gefürchteten  Lärm-Terror Konzerte geben! 

Selbst der Rock-DJ "CC Hugo Dynamite" im "Mohrenköniug" soll gedroht haben: "Wenn der Liehr hier seine Krachlawine auf uns loslässt, wird viel Blut aus den Ohren fließen."

Doch, die Rettung nahte: Das Konzert wurde abgesagt und die Atombunker wurden nicht verschmutzt. Augsburg ist gerettet. Die beliebte Friedhofsruhe wird nun nicht gestört. Was sind wir froh!


Hugo: Blut aus dem Ohr!