Donnerstag, 28. Mai 2026

Stadtrat Jurca macht Superwitz!


Äußerst humorvoll als Stadtrat: Andreas Jurca.

Zuschuss egal, weil ...


Man kennt das Problem aus dem modernen Alltag bei der Arbeit. Kaum hat man sich an das neue Gerät gewöhnt, ist es auch schon wieder weg. Während normale Angestellte in der Schwabenmetropole Augsburg bei Fehlern im Rechner den Kundendienst anrufen, wählt Stadtrat Andreas Jurca von der AfD vermutlich direkt den Notruf. Bei der Aussprache über neue Dienst-Rechner für die Stadträte glänzte der Volksvertreter mit erfrischender Gelassenheit beim Geld. Die Summe für den Einkauf sei ihm völlig egal, denn seine Rechner würden "ohnehin regelmäßig von der Polizei mitgenommen."

Flüchtiges Eigentum ...


Hinter dieser humorvollen Äußerung steckt echte Augsburger Kriminalgeschichte. Im Zuge von Ermittlungen rund um einen vermeintlichen Prügel-Angriff und Unstimmigkeiten bei der Auswertung von Spuren und anderen Vorwürfen sammelte die Staatsanwaltschaft die elektronischen Geräte des Stadtrats bereits beharrlich ein. Wenn die Justiz also ohnehin für den ständigen Wechsel der Geräte sorgt, warum sollte man sich da mit lästigen Preisschildern aufhalten? Für Jurca ist der Rechner kein dauerhaftes Werkzeug für die Arbeit, sondern eher ein flüchtiges Stück Eigentum auf Zeit.

Beamten werden entlastet ...


Die Augsburger Abteilung für die Rechnertechnik in der Stadtverwaltung darf sich nun auf ein ganz neues Modell beim Einkauf einstellen. Es gilt nun bald das Prinzip der vom Staat betreuten Kurzzeit-Leihgabe. Man darf gespannt sein, ob die neuen Geräte direkt in der praktischen, durchsichtigen Verpackung für die Beweismittel-Kammer geliefert werden. Das spart den Polizei-Beamten beim nächsten Besuch zumindest das Einpacken.

Dienstag, 26. Mai 2026

Die geniale Leere im Augsburger Stadtbild

 


Wer braucht schon GPS oder bunte Papierkarten, wenn er das absolute Nichts haben kann? In Augsburg beweist ein leerer Rahmen beim Oblatter Wall gerade, wie moderne Orientierung funktioniert. Wo früher eine detaillierte Straßenkarte mit allen Sehenswürdigkeiten der Schwabenmetropole Augsburg prangte, blicken Passanten heute auf eine bemerkenswerte Leere. Das ist kein Versehen. Das ist minimalistische Konzeptkunst im öffentlichen Raum.

Der gläserne Rahmen ohne Inhalt lädt zu einer tiefgründigen philosophischen Reise ein. Ohne die störende Ablenkung durch Straßennamen oder Symbole für historische Bauwerke wird der Betrachter ganz auf sich selbst zurückgeworfen. Man steht vor der großen Frage: Wo bin ich eigentlich und wenn ja, wie viele Kurven muss ich bis zum Rathausplatz gehen? Es ist die ultimative Entschleunigung für Touristen und Einheimische. Man verläuft sich nicht mehr nach Plan, sondern völlig ungezwungen und individuell.

Gleichzeitig schont das visionäre Informationskonzept die städtischen Nerven. Keine veralteten Baustellenhinweise, keine verblichenen Farben und vor allem keine Verwirrung durch zu viele Pfeile. Der leere Rahmen fügt sich perfekt in das charmante Stadtbild ein. Er zeigt uns Augsburg in seiner reinsten Form: offen für Interpretationen und absolut wartungsarm. Dazu fördert es noch die zwischenmenschlichen Kontakte. Wer den Weg zum weltberühmten Brecht-Haus sucht, muss eben  die freundlichen Passanten fragen ...

Montag, 18. Mai 2026

Das sagt ein kluger Mensch zur Bayern-Hymne: "Lied für bierselige Winsler!"

 


Schüler und Schülerinnen in Bayern sollen auch die Bayern-Hymne singen. Wir fragten Deutschlands klügste Menschen, was sie von der Bayern-Hymne halten.

Immanuel Kant (Philosoph aus Königsberg): «Eine Hymne, die den Untertanengeist so süßlich feiert, lässt jede autonome Vernunft schaudernd im Grabe rotieren. Wahre Pflicht entspringt dem moralischen Gesetz in uns, nicht dem kollektiven Schunkeln für Krone und Altar.»

Angela Merkel (ex-Bundeskanzlerin): «Das ist natürlich eine interessante Aneinanderreihung von Tönen, die man in München für Staatskunst hält, aber wir müssen das jetzt eben so zur Kenntnis nehmen, ohne gleich in Ekstase zu verfallen. Wenn die bayerische Eigenart meint, ihre Autonomie durch das Absingen von sakralem Liedgut auf dem Niveau eines CSU-Parteitags zu zelebrieren, dann ist das im föderalen Gefüge zwar rechtlich zulässig, für die gesamtdeutsche Effizienz jedoch wenig hilfreich. Wir fahren damit jedenfalls auf Sicht und ich sehe im Moment keinen zwingenden Grund, dieses ritualisierte Schunkeln zu einer bundesweiten Leitkultur erheben zu lassen.»

Friedrich Nietzsche (Philosoph): «Dieses kriecherische Winseln nach göttlichem Schutz ist der Gipfel der Sklavenmoral, die sich im bierseligen Trott selbst berauscht. Wer die Ewigkeit im weiß-blauen Herrgottswinkel sucht, hat den Mut zum Übermenschen längst im Hofbräuhaus ertränkt. Ein Lied für brave Schafherden, das die bleierne Schwere des deutschen Geistes perfekt vertont, statt frei zu tanzen.»

Shirin David (Rapperin):
«Wer zieht sich im Jahr 2026 bitte freiwillig diesen verstaubten Trachten-Vibe rein, der klingt, als hätte jemand eine Überdosis Kirchen-Chor auf einen schlechten Marsch-Beat gelegt? Ihr fleht da im Chor um göttlichen Schutz für eure heilige Erde, aber am Ende des Tages reicht euer ganzer bayerischer Flex nicht mal über die Landesgrenze hinaus. Packt eure Blasinstrumente ein und lasst den Autotune weg, denn dieses kriecherische Untertanen-Geleier holt heute safe niemanden mehr hinter dem Ofen hervor!»

Johannes Most (Anarchist aus Augsburg): «Da winselt das bayerische Stimmvieh im Chor um den göttlichen Segen für seine eigenen Unterdrücker, während der König und die Pfaffen sich ins Fäustchen lachen. Diese weiß-blaue Schunkel-Hymne ist nichts als das akustische Opium für ein Volk, das seine Ketten anscheinend besonders gerne im Takt der Blasmusik schüttelt. Statt andächtig für die Erhaltung der Scholle zu plärren, sollte man diese verlogene Herrschaftshymne mitsamt den Thronen in die Luft jagen, damit endlich Platz für die Freiheit entsteht.»


Text der Bayern-Hymne:
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Erste Strophe

«Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland.
Über deinen weiten Gauen
ruhe deine Segenshand.
Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
und erhalte dir die Farben
seines Himmels, weiß und blau.»

Zweite Strophe

«Gott mit uns, dem Bayernvolke,
dass wir, in der Väter Wert,
fest in Eintracht und in Frieden
bauen unseres Glückes Herd.
Dass mit Deutschlands Bruderstämmen
wir in Liebe treu uns nah'n,
dass der alte Ruhm bewähre
sich auf unserer Banner Bahn.»

Donnerstag, 7. Mai 2026

Oje! Zu wenig Frauen in der neuen Stadtregierung. Was tun?


Augsburgs neuer Dresscode für die politische Parität



In der schwäbischen Metropole Augsburg weht seit der jüngsten Wahl ein frischer, wenn auch modisch gewöhnungsbedürftiger Wind durch die prunkvollen Flure des Rathauses. Die nackten Zahlen der neuen Stadtregierung sprechen nämlich eine eindeutige, recht maskuline Sprache. Da die Frauenquote im Kabinett derzeit eher an die Besetzung eines Bergsteigervereins aus den 50er Jahren erinnert, greift Oberbürgermeister Dr. Florian Freund nun zu einer Maßnahme, die das Stadtbild nachhaltig prägen wird.


Um das optische Ungleichgewicht der Geschlechter kurzerhand wegzulächeln, hat das Stadtoberhaupt eine ebenso pragmatische wie textile Anweisung herausgegeben. Die Mitglieder der neuen Stadtregierung sind ab sofort dazu angehalten, im wöchentlichen Wechsel zwischen klassischer Herren- und Damenbekleidung zu rotieren. 


Wer am Montag noch im strengen Zwirn über dem Haushalt brütet, darf am Dienstag im floralen Sommerkleid die nächste Ausschusssitzung bereichern. Es ist ein kühner Plan, um die visuelle Vielfalt in der Bert-Brecht-Stadt zu erhöhen, ohne auf langwierige Nachnominierungen warten zu müssen.


Man stelle sich vor, wie die Herren Referenten Frank Pintsch, Steffen Kercher, Roland Barth und Martin Schenkelberg in fließenden Stoffen über den Rathausplatz schreiten, während die Krawatte im Schrank bleibt. 


OB Dr. Florian Freund will sogar im Ballett-Outfit ab und zu erscheinen. 


Das ist wahre Bürgernähe. Schließlich wusste schon der große Bert Brecht, dass der Schein oft mehr zählt als das Sein. Wenn die politische Realität schon keine Parität hergibt, dann muss eben die Garderobe als Brücke dienen. 


Augsburg zeigt sich hier mal wieder von seiner kreativsten Seite. Ein bisschen Tüll hat schließlich noch keinem Bebauungsplan geschadet. Ob die Stöckelschuhe auf dem historischen Kopfsteinpflaster allerdings für die nötige Standfestigkeit sorgen, bleibt abzuwarten. 


P.S.: Es ist noch nicht geklärt, ob die neue Kulturreferentin Tatjana Dörfler dafür ab und zu in Männer Kleider erscheinen soll. Aus dem Umfeld des Sozialreferenten Schenkelberg ist zu hören, dass er am liebsten immer in Frauenkleidern im Stadtrat erscheinen würde, da er ja ein absoluter Faschings- und Verkleidungs-Fan ist.


Unser Bild zeigt zwei historische Augsburger Stadträte. Damals auch schon Männer in Frauenkleidung und Frauen in Männerkleidung, da Augsburg schon immer eine Stadt der Parität war.

Sonntags-Bildla

Da rollt sie dahin, die personifizierte Bescheidenheit auf vier Rädern vorm Augsburger Nobel-Hotel Maximilian's. Fünf Meter geballter Pr...