Montag, 31. Juli 2017

Neue Chefredakteure in Augsburg: Warum will Deutschlands bester Journalist als AA-Chef in der Provinz versauern? Ist er Masochist? Was ist zwischen Marks und Holland wirklich los?




Wird dieser auswärtige Schmitz aus der hochinteressanten Gribl-Zeitung ein ödes Heimatblättchen machen?


Warum darf Marks nicht ran?

In Augsburg wechseln die Chefredakteure wie Casanova seine Bräute. Erst das Augsburg Journal, dann die Neue Szene. Morgen wird bekannt, dass Walter Roller wirklich keine Lust mehr hat, die Augsburger Allzufeine weiter als Chefredakteur durch das Weltgeschehen zu lenken. Die AA dümpelte halt mit ihm ziemlich gemütlich dahin. Roller hat ausgerollt. Zumindest als journalistischer Kapitän der Augsburger Allzufeinen.

Aber wer gedacht hat, jetzt darf endlich, endlich der öfters schon so gedemütigte Jürgen Marks ran, der hat sich wohl schwer getäuscht. Wir dachten allerdings, Silvano Tuiach, der fleißige und geniale Schreiberling übernimmt das AA-Steuer. Das hat er sich nun mit seinen unflätigen Kommentaren gegen unsere demokratischen Parteien in der Neuen Szene völlig verscherzt. In der AA überlegt man, ob Tuiach zukünftig nur noch die Klopapierrollen nummerieren darf. Oder Siegfried Zagler, von der DAZ wird eingekauft, der mit seinen emsigen Recherchen und Kommentaren den AA-Redakteuren immer mehr das Fürchten lehrt. Marcus Ertle, Augsburgs größtes journalistische Talent, hat ja leider keine Zeit mehr, da er für die ganz großen deutschen Magazine schreiben muss.

Nein, wieder wird dem gepeinigten Jürgen Marks, einst bei Focus eine wichtige Nummer, einer aus der Ferne brutal vor die Nase gesetzt, obwohl er den AA-Geschäftsführer beim Golfen immer gern gewinne lässt: Ein gewisser Herr Gregor Peter Schmitz, mit zarten 42, der schon bei Bertelsmann-Stiftung, WirtschaftsWoche und Spiegel Online arbeitete. Warum er nun zur AA in die tiefste Provinz geht, bleibt sein Geheimnis. Soll er das darbende Online-Angebot der AA endgültig an den Baum fahren? bringen? Soll er die gesamte Lokalredaktion der AA für eine Gehirnoperation vorbereiten? Wir wissen es nicht.

Das Handelsblatt schreibt über Schmitz: "Der Umgang mit terroristischen Drohungen ist nicht nur ein Thema der Geheimdienste. Auch und besonders die Frage, wie die politische Führung das Thema bearbeitet, wird immer wichtiger. Dabei geht es um die Balance zwischen den Routinen des Sicherheitsstaats und bürgerlichen Freiheitsrechten, damit auch die Frage, wie das Thema in der politischen Rhetorik angemessen adressiert wird. 

Sehr befremdlich wirkt der Bericht von Spiegel-Korrespondent Gregor Peter Schmitz zu dem Terror-Thema. Seinen Bericht durchzieht eine seltsame Häme. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn der Gegenstand des Berichts die Reaktionen der konservativen Medien und der republikanischen Opposition wären. Schmitz aber macht sich fast umstandslos ihre Position zu eigen."

Kann Schmitz der Rückgang der Augsburger Allgemeine-Verkäufe stoppen? Vor einiger Zeit meldete Kress-Report noch 323.542 verkaufte Exemplare der AA. In der Meldung über Schmitz zur AA werden nur noch 306.542 verkaufte AA-Exemplare (IVW II. Quartal 2017) erwähnt. Das wäre ja ein riesiger Rückgang um rund 15.000 Zeitungen? Teufel, Teufel.

Und die wichtigste Frage zum neuen Obersten in der AA: "Wie lange darf er bleiben? Wann greift die blonde Verlags-Göttin ein, falls Schmitz die Augsburger Politiker nicht genügend den Bauch pinselt und die Schuhspitzen abschleckt?", fragt sich Augsburgs Medienmeute. 

Unsere ukrainische Putzfrauf will von Schmitz wissen: "Hey, Sie, dürfen Sie auch den Namen Arno Loeb in der AA verwenden, falls der mal wieder ein Buch schreibt, eine CD herausbringt oder einen Platznamen erfindet? Und dürfen Sie den Namen der oder Augsburger Skandal-Zeitung nennen, falls die mal wieder die Wahrheit vor den anderen Augsburger Medien bringen?"

Kress-Report, nicht Kresse-Report, schreibt: "Alexandra Holland, Herausgeberin der Augsburger Allgemeine, freut sich, mit Gregor Peter Schmitz einen "äußerst profilierten Journalisten und Manager auch von Digitalisierungsprojekten" als Nachfolger für Walter Roller gewonnen zu haben ..." Wird für Schmitz das Anspruchs-Level, gesetzt von Marcus Günther, jemals erreicht werden? Roller hatte es ja nie vor, wird intern geflüstert. 

Und "der Holland soll eine anständig gefüllte Kasse für neue Häuser in München oder anderswo lieber sein, als eine anständig und anspruchsvolle Zeitung", meinen intirgante Leute aus ihrem Umkreis.

Das halten wir für einen Quatsch, schließlich wollen ja sogar wir mit unserer Deppen-Zeitung mal Millionäre oder Milliardäre werden, einen Maserati fahren und eine Villa in München Grünwald unser eigen nennen. Naja, paar Groschen für die Armen der Region hätten wir dann schon auch übrig.

Allerdings wüssten einige seiner Freunde, wie Jürgen Marks endlich mal ganz an die Spitze der AA kommen könnte: Einfach Augsburgs hübscheste und klügste Single-Verlegerin Alexandra Holland heiraten!

Mit der Verlegerin vom Augsburg Journal hats ja leider nicht geklappt. Wir können uns durchaus vorstellen, dass die Alexandra dem Jürgen mit dem Gregor Peter einen Wink mit dem Zaunpfahl geben wollte. Marks kanns aber auch wie einst Schilffarth und Bublies machen: Als man diese beiden genialen Journalisten bei der AA nicht höher kommen ließ, gründeten sie eine eigene Boulevard-Zeitung oder wurden Chefredakteure in Reklameblättern mit schleimigem Pseudo-Promi-Gewuisel. 

P.S.: Hallo Jürgen, lass die Finger von den Augsburger Verlegerinnen, das gibt nur Ärger, wir hätten hier beim Skandalblättle noch einen schönen Posten als Bierholer frei!

Merke: Auch die Fugger kamen vom Land und wurden in Augsburg durch geschicktes Heiraten groß.

Wird Schmitz, als Buch-Schreiberling auch Experte für die Megareichen, ein Buch über Augsburger reichste Frau, Alexandra Holland schreiben?
Auch Augsburgs hübscheste und klügste Verlegerin liest ab und zu eine Zeitung.


Was früher bei der AA geschah!

Das haute rein! Was mag bei der Augsburger Allgemeine vorgefallen sein? Warum wurde der ungläubige Chefredakteur Markus Günther so plötzlich von der Herausgeberin Alexandra Holland davongejagt? Da muss es ja schwer gekracht haben, vermuten Insider.

Ging ihr die antikirchliche Linie von Günther auf den Keks? 

Oder war er zu Gribl-feindlich? 

Oder tanzte er mal wieder beim Presseball auf den Füssen seiner Partnerinnen herum? Und das noch ohne blaue Krawatte? 

Jedenfalls hat der Nachrichtensprecher von Augsburg TV, Jan Klukkert, uns gleich gemeldet, dass ab sofort der altgediente Redakteur Walter Roller der neue Chefredakteur bei unserer geliebten Heimatzeitung wurde. 

Walter Roller? Hm, ist das nicht dieser progressive, liberale, Gundremmingenfeindliche Typ, der uns seit 1970 mit übertrieben CSU-kritischer Berichterstattung in der AZ ärgert? 

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Wird Zeit, dass wir hier nun den Schandfleck Arno Loeb mal losbekommen ..."

Gott sei Dank wirft die AZ dem Günther eine Jubelrede hinterher, bei der man merkt dass die oberste AZ-Leitung nur unter vielen Tränen sich von Günther trennen konnte:

"Die Mediengruppe Pressedruck, in der die Augsburger Allgemeine erscheint, dankt Markus Günther für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute. Markus Günther war seit 1. Juli 2009 Chefredakteur und hatte zuvor als Korrespondent aus Washington berichtet."

Unsere jüdischer Hosenbügler meint: "Das klingt ja eher wie ein Arschtritt von der Augsburger Allzugemeine ..."

Ausgerechnet jetzt, wo die AA als Mediengruppe Pressedruck in Augsburg von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck 51 Prozent der Anteile am Südkurier Medienhaus, Konstanz übernahm. Und vorher schon von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck die Mediengruppe Main-Post in Würzburg.

Kress: Das Flaggschiff ist die "Augsburger Allgemeine", deren Hauptausgabe laut IVW im dritten Quartal auf 95.576 verkaufte Exemplare kam, nach 97.203 im dritten Quartal 2010 und 98.871 im dritten Quartal 2009. Die Nordausgabe verkaufte sich zuletzt 220.840 Mal. Insgesamt, also mit "Allgäuer Zeitung", an der die Mediengruppe Pressedruck 50% hält, lag die verkaufte Auflage im dritten Quartal bei 323.542 Exemplaren.



Kommentar von Paula Spinnt: "Ich verstehe das nicht, wo doch die AZ-Auflage seit Markus Günther durch die flotte Berichterstattung immer weiter nach oben und oben ging. Selbst der Papst soll schon ein Probe-Abo für 14 Tage bestellt haben."


W&V schrieb beim Einstieg von Günther bei der AZ: 

Die langwierige Suche nach einem neuen Chefredakteur der "Augsburger Allgemeinen" ist zu Ende. US-Korrespondent Markus Günther hat das Rennen gemacht, der frühere Focus-Online-Chef Jürgen Marks bleibt Vize. Günther, 42, tritt zur Jahresmitte 2009 in die Chefredaktion ein und wird zum 1. Januar 2010 Nachfolger von Amtsinhaber Rainer Bonhorst, der in den Ruhestand geht.

Offenbar war als Kandidat für die Nachfolge Bonhorsts auch Jürgen Marks, ein weiteres Mitglied der Chefredaktion, im Gespräch. Der frühere Focus-Online-Chef war Brancheninformationen zufolge mit der Aussicht auf die Bonhorst-Nachfolge geholt worden.

Markus Günther ist momentan Washington-Korrespondent der "Augsburger Allgemeinen" und der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".


Es ist noch nicht lange her, da sprach Markus Günther im Augsburger Presseclub einige Worte zur Zukunft der AZ: 

"Ich bin nicht gekommen als einer, der alles besser weiß,“ sagte er über seine Rolle an der Spitze einer der größten deutschen Regionalzeitungen, die bereits vor seiner Zeit zu den bestgemachten gehört habe. „Ich versuche, die Zeitung weiterzuentwickeln.“ Dies sei allerdings keine Aufgabe für einen Alleindarsteller. „Zeitung kann man nur gemeinsam machen“, ist sein Credo. Als ambitionierte Zeitung wolle sich die AZ mit den besten deutschen Regionalzeitungen messen lassen. Als Informations-, Erzähl- und Unterhaltungsmedium setze sie auf anspruchsvolle Leser. Günther: „Wir trauen unseren Lesern eine Menge zu.“ Eine Zeitung mit nur einfacher Kost kommt für ihn nicht infrage. Nur Nutzwert und Service, wie Tabellen mit den billigsten Handypreisen, seien zu wenig. „Eine gute Zeitung muss selbst Themen setzen, sie muss was zu sagen haben.“ Günther will die Leser („Die erwarten was von uns“) niveauvoll unterhalten. Das Titelfoto, wie er es einführte, signalisiert diesen Anspruch. „Es ist die erste Begegnung des Lesers mit der Zeitung“, so Günther. Es soll ihn überraschen, ihn reinziehen ins Blatt.

Aber: Hat die Bäuerin in Döpshofen des neie Titelfoto von der AZ au verschtanda? 


Aber auch Walter Roller scheint Feinde zu haben: 
"Man mag es kaum glauben, Herr Roller kam einmal aus der Juso-Ecke als höchst kritischer und rebellischer Jungredakteur zur AZ. Leider gehört er aber auch zur Riege derer, die sich schon vor knapp 20 Jahren als Erster geschmeidig hin zum journalistisch beliebigen neuen "Medien-Konzern" angepasst haben", wird behauptet.