Sonntag, 12. März 2017

Echt Augsburg: Das Treffen



Teil 3 / Der Fortsetzungs-Roman vor dem alle Augsburg-ViPs und viele andere mächtig zittern

Ein unerschrockener Blick hinter die Kulissen von Augsburg. Ein Oberbürgermeister, der sich dem Wahnsinn nähert. Intrigen, Spannung, Mord. "Echt Augsburg" zeigt diese Stadt und ihre Menschen wie sie noch nie gezeigt wurde.

Was ist bisher passiert? Ein bekannter Architekt stürzt und stirbt. Der neue Augsburger Oberbürgermeister wächst in seine Rolle, wird aber beschimpft. Hundling träumt von einem großen Bauwerk, das ihn unsterblich machen soll.

Das Treffen

Dennoch musste Hundling reden, wenn sein Denkmal kein Tagtraum bleiben sollte. Er suchte in Gedanken nach klugen Ratgebern, die Sinn für den großen Wurf hatten. Er fand nicht viele. Wäre er ein mittelalterlicher König oder auch ein mittelgroßer Diktator der Gegenwart gewesen, wäre seine Idee Gesetz.

Er würde befehlen zu bauen und seine Lakaien würden bauen. Hundling war jedoch Demokrat. Zum seinem engsten Beraterkreis gehörten sein persönlicher Referent Frank Grau und sein Wahlkampfmanager Thomas von Mettbach. Er griff zum Telefon.

An einem Regentag trafen sich die Drei wo sie sich immer trafen, wenn sie ungestört reden wollten: Im Zoo. Hundling wartete im Lodenmantel und Schirm bei den Löwen. Er war ein großer Mann mit großen, kräftigen Händen und schmalen, klugen Augen.

Er begrüßte sein Gegenüber immer mit einem kräftigen Händedruck, schaute ihm dabei lange freundlich und forschend in die Augen und ließ die Hand nie als erster los. Hundling betrachtete die Löwen. Sie lagen faul in ihrem Haus. Hatten genug zu essen, waren träge, gähnten, standen manchmal auf und schlenderten umher. Sie mussten sich nicht beeilen, sie waren Könige. 

Er seufzte. Neben ihm ein Räuspern. Von Mettbach hatte sich konspirativ angezogen. Statt eines ausgefallenen Anzugs trug er eine Regenjacke, Base-Cap und Jeans. Er war zwei Köpfe kleiner als Hundling, so wirkte es immer unterwürfig, wenn er zu ihm aufblickte und mit ihm sprach.

- Fips wartet bei den Affen, flüsterte Mettbach nervös.

Hundling nickte. Mit Fips war Frank Grau gemeint, der seinen Spitznamen in seiner Zeit als lokaler Fitnessguru bekommen hatte und Wert darauf legte, dass dieser nicht in Vergessenheit geriet. 

Sie gingen zu den Affen. Fips war so groß wie Hundling dafür weitaus schmäler und trug statt einer Halbglatze, wie Hundling, einen Topfhaarschnitt mit keckem Pony in der Stirn.

-Ich will einen Turm bauen, oder wahrscheinlich einen Obelisken, sagte Hundling.

- Einen Turm, oder Obelisk?, fragte Grau.

Ja, meinte Hundling lächelnd und schaute den Affen zu, die sich lausten und um Futter stritten.


(Ähnlichkeiten mit lebenden Personen in Augsburg wären rein zufällig)
Fortsetzung folgt!

Hier kannst du Teil 1, 2 und 3 zusammen lesen.