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Dienstag, 13. Januar 2026

Das Evangelium nach CSU Augsburg: Neuartiges Weihwasser gefällig?

 

Augsburgs OBin Eva 'Weber verteilt gerne Streicheleinheiten um beste Wohlfühl-Stimmung
für uns Datschiburger zu erreichen.

Unser wohlwollender Blick auf das Wahlprogramm der Augsburger CSU

Man muss der CSU in Augsburg eines lassen. Sie beherrscht die Kunst der sprachlichen Alchemie. Krisen werden dort nicht einfach ausgesessen. Sie werden „lageelastisch“ wegmoderiert. Während der Rest der Welt unter Pandemie und Energiepreisen ächzte, hat die Augsburger Stadtregierung offenbar in einer Parallelwelt der Glückseligkeit gelebt. Der „Glücksatlas“ der Lotto-Gesellschaft wird als Beweis angeführt. Dass dieser oft mehr über die Erwartungshaltung als über die Realität aussagt, geschenkt.

1. Die „Gesunde Stadt“ als spirituelles Ökosystem

„Gesundheit“ ist im neuen CSU-Programm kein medizinischer Fachbegriff mehr. Es ist ein Zustand der totalen kosmischen Balance. Man möchte ein urbanes Ökosystem schaffen. Das klingt wunderbar nach Yoga-Retreat im Rathaus. Ob die soziale Stabilität auch die Menschen einschließt, die am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig haben, bleibt abzuwarten. Aber Hauptsache, das Ökosystem atmet elastisch.

2. Medical Valley und das KI-Wunder

Augsburg wird nun zum „Medical Valley“ erklärt. Ein Name wie aus einem Silicon-Valley-Generator. Die Universitätsklinik (UKA), die seit Jahren mit den üblichen Herausforderungen eines Großbetriebs kämpft, soll nun zum Innovationsraum mutieren.

  • Wirtschaftsmotor: Man gründet eine „spezialisierte Einheit“ zur Ansiedlung von Unternehmen. Noch eine Stabsstelle mehr. Das ist der bayerische Weg zum Erfolg.

  • KI-Produktionsnetzwerk: Künstliche Intelligenz ist das neue Weihwasser der CSU. Man träufelt es über jedes Problem, in der Hoffnung, dass es sich von selbst löst.

3. Bildung: Investitionen als Ablasshandel

Bildung sei „nicht verhandelbar“. Ein starker Satz. Besonders nach Jahren, in denen Sanierungsstau an Schulen eher die Regel als die Ausnahme war. Jetzt sollen 323 Millionen Euro bereits geflossen sein. Weitere 50 Millionen jährlich klingen beeindruckend. Man fragt sich nur, warum es erst so weit kommen musste, dass die Schulen heute als „Bildungsmittelpunkte“ neu erfunden werden müssen. Die pädagogischen Module in Kooperation mit der Universität klingen nach viel Theorie für marode Klassenzimmer.

4. Sicherheit und das Märchen vom stabilen Wohnraum

Augsburg bleibt die sicherste Großstadt. Ein Titel, den man sich gerne ans Revers heftet.

  • Prävention: Mehr Ordnungsdienst und mehr Präsenz. Man möchte sich im öffentlichen Raum sicher fühlen, während man an den 400 neuen geförderten Wohnungen vorbeiläuft.

  • Wohnbau: 400 Wohnungen in vier Jahren für eine wachsende Stadt. Das ist kein Masterplan. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es klingt in einem Wahlprogramm natürlich nach einer sozialen Großtat.

5. Das „Wohnzimmer“ Innenstadt und die Blue City

Die Innenstadt soll das „Wohnzimmer“ werden. Das ist eine interessante Metapher für einen Bereich, in dem der Einzelhandel kämpft und der Parkdruck die Anwohner in den Wahnsinn treibt.

  • Mobilität: Man verspricht eine „ganzheitliche Verbindung“. Das bedeutet meistens, dass am Ende niemand so richtig zufrieden ist. Weder die Radfahrer noch die Autofahrer.

  • Klimaresilienz: Mit der „Blue City-Strategie“ möchte man Flächen entsiegeln. Vielleicht fängt man auf den großen Plätzen an, die im Sommer die Hitze so herrlich speichern, dass man dort Eier braten könnte.

6. Digitale Verwaltung und das 300.000-Euro-Almosen

Die Verwaltung soll durch KI entlastet werden. Routineabläufe automatisieren, damit mehr Zeit für Bürgerberatung bleibt. Ein schöner Traum in einer Stadtverwaltung, in der man für manche Termine Wochen im Voraus buchen muss. Besonders charmant ist das „Augsburg-Budget“ von 300.000 Euro für direkte Mitgestaltung. Bei einem Stadthaushalt in Milliardenhöhe ist das in etwa so, als würde man den Kindern 50 Cent geben, damit sie beim Hauskauf mitreden dürfen. Aber für das Gefühl von Basisdemokratie reicht es allemal.

Am Ende steht die Haushaltsdisziplin. Ein ausgeglichener Haushalt trotz all dieser Versprechungen. Das ist die größte elastische Leistung von allen.

Schon werden von politischen Gegnern der Augsburger CSU mit der KI
böse Fake-News verbreitet. Motto: "Augsburgs CSU - Vorne hui, hinten pfui!"


Unsere ukrainische Putzfrau lästert: Unsere Oberbürgermeisterin streichelt gerne Hunde, wie auf dem Bild da oben zu bestaunen ist. Ein Bild für die Götter. Endlich ein Wesen in Augsburg, das bei ihren Versprechungen nicht widerspricht, sondern wedelt. Der Wähler hofft derweil, auch mal so sanft gekrault zu werden. Vielleicht hilft bei der nächsten Wahl ja ein Bestechungs-Leckerli?"

Das Evangelium nach CSU Augsburg: Neuartiges Weihwasser gefällig?

  Augsburgs OBin Eva 'Weber verteilt gerne Streicheleinheiten um beste Wohlfühl-Stimmung für uns Datschiburger zu erreichen. Unser wohlw...