Donnerstag, 24. November 2011

Manroland im Arsch?

Wieder wird Augsburg von einer grossen Firmenpleite erschüttert. Was nützen gut ausgebildete Facharbeiter, wenn das Management nix taugt? Wo sind Superretter Gribl und seine CSU-Heldentruppe?


FAZ online schreibt über die Pleite von Manroland: "Die Lage beim angeschlagenen Druckmaschinenbauer Manroland hat sich dramatisch zugespitzt. Die Verhandlungen mit einem neuen Investor sind offenbar gescheitert, dem Unternehmen mit seinen 6500 Mitarbeitern droht das Aus. Die Allianz, deren Tochtergesellschaft Allianz Capital Partners (ACP) die Mehrheit an Manroland hält, lud am Donnerstagabend zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung nach München, auf der die Situation „nochmals analysiert“ werden sollte. Für Freitag wurden in den Manroland-Werken Augsburg, Offenbach und Plauen Betriebsversammlungen einberufen, auf denen die Mitarbeiter über die Ergebnisse des Aufsichtsratstreffens informiert werden sollen. Weder ACP noch der zweite Großaktionär MAN wollten sich offiziell zum Stand der Dinge äußern. „Es sieht nicht gut aus“, hieß es aus dem Umfeld der Beteiligten.
Die Suche nach einem neuen Investor ist offenkundig ergebnislos verlaufen. Dem Vernehmen nach sind MAN und ACP nicht bereit, weiteres Geld nachzuschießen. Das aber habe ein Investor zur Voraussetzung für ein Engagement gemacht, heißt es aus dem Aufsichtsrat.
Die wirtschaftliche Lage von Manroland habe sich im vergangen Vierteljahr wieder verschlechtert. Die Aufschwunghoffnungen, die Vorstandschef Gerd Finkbeiner wie viele seiner Branchenkollegen im Sommer noch hegten, wurden in den vergangenen Wochen bitter enttäuscht. In diesem Jahr sei sogar ein Verlust im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich nicht ausgeschlossen ..."