Freitag, 28. Juni 2013

Kubanische Zustände an der Augsburger Uni? Hat Uni-Chefin Manteuffel die Studenten zensiert?


Bild: Die Augsburger Uni-Präsidentin wird von den Studenten schlimm und völlig unberechtigt angegriffen. Zensur wie auf Castros Kuba?

Noch rätseln die Augsburger Studenten wie die Augsburger Universitäts-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel an die Pressemitteilungen ihrer Studenten herankommt.

Plötzlich werden die Studenten von ihr zum Rapport bestellt, wenn es  sich um Texte handelt, die dem weiblichen Uni-Boss nicht gefallen, behaupten die Studenten, die sich in ihrer Meinungsfreiheit zensiert sehen.

Dann müssen die herbeizitierten Studenten bei Brot und Wasser im tiefsten Keller der Uni so lange darben, haben wir ein Gerücht gehört, bis sie die unangenehme Pressemitteilung in einem freundlicheren und harmloseren Ton verfasst haben. Dann erst geht sie raus an die Medien, so jedenfalls behaupten es Studenten.

Natürlich haben wir sofort unsere sämtlichen Spione und Internethacker an die undichten Stellen der Augsburg Uni angesetzt, um zu erfahren, ob an der Augsburger Universität schlimme kubanische Zustände herrschen.

Dadurch konnten wir erfahren, dass sich die Uni-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel nur Sorgen um die Rechtschreibung bei den Pressemitteilungen ihrer Studenten macht. Da würde kaum ein Wort und keine Zeichensetzung stimmen, so ginge das nicht.

Das sei also keine Zensur, sondern nur eine normale Korrektur.

Aha. Alles nur ein Fehlalarm! Ach, diese hysterischen Studenten. Immer dagegen sein, mehr können die doch nicht!

Bild: Sind Augsburgs Elite-Studenten die Rechtschreib-Versager der Nation?

Wir bringen hier die verbotene, unkorrigierte Version des Pressetextes der Studenten exklusiv! 

Nun kannst du, lieber Leser, mal schauen, wo die vielen Wimmel-Fehler sind. Sind die Augsburger Studenten Versager?

Pressemitteilung des AStA zur Änderung des § 17 Abs. 3 der Grundordnung der Universität Augsburg


Studentische Mitbestimmung an der Universität Augsburg in akuter Gefahr
An der Universität Augsburg wird derzeit eine Änderung der Grundordnung ausgearbeitet. Von dieser Änderung betroffen ist auch § 17 Abs. 3, der die Einberufung und Durchführung der Studentischen Vollversammlung, dem obersten beschließenden Organ der Studierenden, regelt.
Bisher – so schreibt es §17 vor – wird einmal pro Semester eine Vollversammlung einberufen und Studierende haben die Möglichkeit, zu diskutieren, eine Meinung zu entwickeln und diese Meinung durch Abstimmung mitzuteilen. Nun soll die Pflicht des AStA zur regelmäßigen Abhaltung dieser Veranstaltung aufgehoben und die Versammlung nur noch nach Überwinden hoher Hürden abgehalten werden. Darüber hinaus soll der Versammlung explizit verboten werden, eine Meinung zu artikulieren, sollten weniger als fünf Prozent aller Studierenden anwesend sein; das wären momentan über 850 Studierende. Dies wäre ein herber Verlust studentischer Mitbestimmung.
Dazu Georg Stasch, AStA-Referent für hochschulpolitische Angelegenheiten: „An der Universität Augsburg hatten Beteiligung und Artikulation der studentischen Interessen bisher bayernweiten Vorbildcharakter. Mit der nun anstehenden Änderung würde davon viel verloren gehen."
Sowohl Vertreter*innen der Hochschulgruppen GHG, Jusos, RCDS, LHG, LUSt, Kritische Liste, Fachschaften, Studierendenräte, Initiativen als auch das hochschulpolitische Referat des Allgemeinen Studierendenausschusses und Mitglieder des Sprecherrates stehen dieser drastischen Beschneidung der Beteiligungsmöglichkeiten sehr skeptisch gegenüber. Sie appellieren an die Mitglieder der Erweiterten Universitätsleitung (EULe), politische Partizipation zu fördern und nicht einzuschränken.