Samstag, 10. Mai 2014

Riesenärger am Augsburger Theater: Sollte man Augsburgs Generalmusikdirektor nicht dreifach bezahlen? Wird Kaftan vom Stress zwischen Augsburg und Graz runiniert? Warum ging Wunschkandidat Grandy lieber nach Heidelberg?

Dirk Kaftan: im Augsburger Kulturleben schwer vermisst.

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Dirk Kaftan: im Grazer Kulturleben eine große Nummer.



Augsburgs Theater- und Musikfreunde machen sich schwer Sorgen um ihren ehemaligen GMD (Generalmuskdirketor) Dirk Kaftan. "Der ist ja auch nimmer der Jüngste!" 

Da haben wir leider, leider auch unsere Bedenken. Seit 2013/2014 ist Dirk Kaftan nämlich auch Chefdirigent der Oper Graz und des Grazer Philharmonischen Orchesters.  

Kein Augsburger GMD wie Kaftan hatte bisher diesen schier unmenschlichen Stress: Er muss am Augsburger und am Grazer Theater gleichzeitig als GMD arbeiten.


"Das hält doch keine Sau aus", ist mitleidig aus dem Augsburger Theater zu hören. "Eine Totalbelastung! Wir hoffen, nur, dass der arme Kerl dafür auch gut honoriert wird. Schlimm, diese Hin- und Herfahrerei zwischen Augsburg und Graz!" 

Gerne drückt man am Augsburger Theater das eine oder andere Auge zu, wenn Kaftan halt nicht so viel Zeit für Augsburgs Musik- und Theaterfreunde hat. Graz ist halt international gesehen die weitaus besser Adresse.

In Graz dirigiert Kaftan die Premieren der "Zauberflöte" und "Jenufa", und im Laufe dieser Spielzeit werden u.a. "Lohengrin", die Wiederaufnahme der "West Side Story", sowie die Konzerte "Open Philharmonics" und – auf den Kasematten – "Carmina burana" unter seiner Leitung stehen.

Das ist halt echt viel Stress. Da steht Augsburger doch gerne zurück, damit uns der gute Mann keinen Herzkaschperl kriegt.

Man hört ja Gott sei Dank, der Dirk Kaftan wird von Augsburg und von Graz bezahlt. Doppelter Lohn sozusagen für doppelte Arbeit. 

Ist aber leider sehr ungerecht.

Warum? Darum: Kaftan muss nicht nur in Graz und Augsburg arbeiten. Nein, er sitzt in Augsburg auch noch in der Findungs-Kommission für einen neuen GMD. Das ist natürlich Schwerarbeit pur. Wer kann schon einen Dirk Kaftan ersetzen? Für diesen wahnsinnsschweren Findungs-Job sollte man Kafan doch auch ein Honorar geben, meinen wir.

Selbst mit dreimaligem Lohn ist dieser GMD-Supermann Kaftan doch völlig unterbezahlt, oder?

Wir verstehen es schon, dass Augsburgs Intendantin Juliane Votteler bei der Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor fürs Augsburger Theater mal was durcheinanderbringt.

So teilte sie angeblich der Öffentlichkeit mit, dass die neuen Kandidaten, die sich als GMD-Nachfolger meldeten, leider völlig ungeeignet sind. Der eine hatte eine völlig verstimmte Geige dabei, der andere haute mit den Vorschlaghammer auf die Pauke.



Der mysteriöse GMD-Kandidat Elias Grandy, ein Wunschkandidat der Augsburger Theaterleute, soll aber schon seine Bewerbung abgesagt haben, als er hörte, dass Kaftan in der Augsburger Findungs-Jury sitzt. "Der Kaftan hat doch keine Ahnung von Musik!", hörte man. Grandy will nun lieber von Darmstadt zum Philharmonischen Orchester nach Heidelberg ziehen.



Aus dem Umkreis von Juliane Votteler war zu hören: "'Mit diesem Grandy kann unsere Juliane doch nix anfangen. Also, im doppelten Sinne des Wortes. Sie verstehen? Juliane wartet lieber auf einen hübsche junge blonde weibliche GMD-Bewerberin."  

In diesem Sinne munkeln die Vertrauten von einer sehr musikalischen Tochter einer Augsburger Weinkellerei, die eigentlich alle Fähigkeiten als neue GMD hätte ... ja, die könne sogar auf dem Hals von leeren Weinflaschen den Hochzeitsmarsch von Richard Wagner blasen ... "Kaftan will das jetzt auch genau überprüfen", war gerüchteweise zu vernehmen.

Völlig gemein und falsch halten wir eine bösartige Behauptung, die sich am Ausburger Theater breit macht: "Der Kaftan verhindert in seiner Funktion in der Findungskommission möglichst lange einen neuen GMD-Mann fürs Augsburger Theater, damit er noch länger das doppelte Honorar kassieren kann."

Also, das halten wir für eine ganz hinterhältige Lüge, die wahrscheinlich nur irgendwelche schwulen Theaterheinis in Augsburg verbreiten, die halt sauer sind, weil ihnen der smarte und angehimmelte  Kaftan mal einen Korb verpasste.


Augsburgs Theater-Intendantin Juliane Votteler hätte wahrscheinlich viel lieber einen weiblichen GMD.


Warum ging Elias Grandy lieber nach Heidelberg?


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P.S.:

Elias Grandy, dessen Namen als Bewerber für Augsburg geheim bleiben musste, ist ja seit März 2012 als koordinierter 1. Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt engagiert, wo seitdem die musikalische Leitung der Neuproduktionen von Hoffmanns Erzählungen, Don Pasquale und La sonnambula sowie einer Wiederaufnahme von Madame Butterfly in seinen Händen lag. In der Spielzeit 2013/2014 übernimmt er die musikalische Leitung der Neuinszenierungen von Donizettis Der Liebestrank und Verdis La Traviata sowie der Wiederaufnahme von Puccinis La Bohème.