Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rillen verhindern Blindenkillen! Juhu! Augsburg wird zur Blinden-Stadt! Oder blinden Stadt?


Da freuen sich Augsburgs Blinde: Hochmoderne Maschinen fräsen ihnen den Weg durch die Stadt.
Durch den total engagierten Einsatz des Augsburger Behinderten-Beirates, zu dem auch einige Blinde gehören, konnte Gott sei Dank eine zu schnelle, höchstwahrscheinlich fehlerhafte und dadurch für Blinde voll gefährliche Verlegung eines Blinden-Leistsystem, also gleichzeitig mit Verlegung der Steinplatten, in der nunmehr herrlichen Fußgängerzone verhindert werden. Da zahlen wir doch gerne ein paar Lappen extra, oder?
Die eleganten neuen Blinden-Taststreifen, als Rillen im Boden, nachträglich ins bereits verlegte Pflaster gefräst, in der Augsburger Fußgängerzone, bringen schon die ersten Probleme: bislang heben sich die Blinden mit ihrem Stock an den Hauswänden entlang getastet.
Auch Blinde haben Barrieren vor sich, wenn ihr Leitsystem mit Rillen am Boden fehlt.
Hoffentlich bekam Augsburg für seine tolle Anti-Barrieren-Blinden-Aktion auch wieder fette Kohle vom CSU-Land Bayern geschenkt?
Das kommt davon, wenn ein Leitsystem gleichzeitig mit den anderen Steinplatten verlegt wird. Bissle billiger, aber viel zu hastig, Freunde. Da passieren arge Fehler. Sieht man hier ja. Die Blinden laufen gegen die Wand. Ts ts.
Und warum sind hier Hubbel und keine Rillen? Hey, Murksle, kannste hier nicht auch die geilen Rillen reinfräsen lassen?
Regenrinne war das erste Blinden-Leitsystem durch die Fußgängerzone. Schon vor den Rillen im Boden.
War dem Augsburger Behindern-Beirat, dem Blindenbund, Blindenheim und Blindenwerk aber wohl zu mickrig.
Schließlich leben in Augsburg abertausende Blinde.
Kunstvolle Muster ergeben sich durch die gefühlvoll gefrästen Blinden-Rillen im Boden.
So können die Blinden auch abstrakte Kunst genießen. Bravo!
Bayerischer Blinden- und Sehbehin­dertenbund e.V. - Bezirksgruppe Schwaben-Augsburg ist voll begeistert.
 Beim Tasten an den Hauswänden entlang konnten die Blinden auch die Türen erkennen und zum Einkaufen in die Gebäude gehen. Aus der Straßenmitte fehlen jetzt aber abtastbare Blinden-Leitsysteme zu den Geschäften. Auch Blinde haben Geld und wollen dies und das einkaufen, haben wir gehört. Der CIA beklagt daher auch schon starke Umsatzrückgänge. Augsburg hat mal wieder eine Einkommenskrise.
Wohin nur mit den Blinden, die überall mit ihren Sonderwünschen stören?
Hier ist eine Superlösung gefunden worden.
Hier muss die Stadt schnell reagieren und die noch fehlenden Verbindungslinien zum Einzelhandel in die Steinplatten fräsen lassen. Unser Vorschlag: über die Anzahl der Rillen könnte ein Information zu der jeweiligen Branche beim Shopping geboten werden: eine Rille = Dessous, zwei Rillen = Jeans, drei Rillen = Trachtenmode, vier Streifen = Gebrauchtkleidung.
Augsburger soll ja grauer werden, also fräst man in die roten Klinkersteine rein,
die dann durch Regen nach und nach vernichtet werden.

Was sagen die unterbrochene Blinden-Rillen?
Klaro: Hey Blinder, mach doch mal ne Pause!


Augsburg könnte so wieder einmal, wie schon bei den roten Blinker für die wandernden Smartphon-User (Loser?) an der Straßenbahn, eine viel beachtete Vorreiterrolle übernehmen.
Leider keine Rillen für Blinde ins Museum. Wo bleibt die Inklusion bei der Kultur?
Hier muss das wiefe Murksle-Team noch nachbessern.
So lassen wir unseren großen Metropol-Gegner München immer mehr hinter uns wenns um Bürgernähe und Innovation geht. Recht so! Fehlt nur noch eine U-Bahn. Aber wir sind sicher, die bekommen wir durch Gribls Herrschaft auch bald in Augsburg. Hoffentlich mit Blindenrillen an den Haltestellen. Die geplanten zehnstöckigen Keller unterm Augsburger Theater will Stadtbaumeister Murksle als zentralen Abstieg in die Augsburger U-Bahn nutzen um wieder mal "tüchtig Kohle zu sparen, dass unsere fleißigen Bürger sauer verdient haben."
Da staunt die Welt. Gleich zwei Blinden-Leitsysteme durch die Augsburger Fußgängerzone.
Sag da einer Augsburg wäre kein Paradies für Blinde.

Gut, dass der Augsburger Stadtbaumeister schneller als der Blitz ist und die Blindenrillen schon einige Monate nach Verlegung der Platten in der Fußgängerzone die Rillen-Fräse auffahren ließ. Kann er ja nix dafür, wenn die Augsburger Blinden im Stadtrat schlafen und sich nicht schon bie den Planungen um ihre Rillen im Boden kümmern, gell. Schnell reagiert auf die große Plakat-Aktion von der Barriere-Freiheit in Bayern. Gratulation Herr Murksle!

Jetzt jubeln Augsburgs Gastronomen. Durch das neue Blinden-Rillen-System können die Lokale ihre Tische und Stühle
wieder direkt an der Wand abstellen. Die Blinden, die sich früher an Haunswänden und Dachrinnen entlang klopfen mussten, kommen nun unbeschadet durch. War ja eine Plage wie einst Tag für Tag die Blinden sich an Tischen und Stühlen der Außengastronomie Hände, Beine und den Hals brachen. Die Notaufnahme war voll davon.
Nur die Wirte in der Maxstraße meckern noch rum, weil die Rillen-Fräse noch nicht bei ihnen war. 

Was hätte es uns denn gekostet, wenn ein blinder Mensch mitten in Augsburg gegen eine Wand gerannt wäre? Hunderttausende hätte das an Schmerzensgeld gekostet. Das wird jetzt alles eingespart, denn seit ein paar Tagen ziehen sich durch Augsburg am Boden die ausgefrästen Rillen, mit denen die Blinden durch ihre speziellen Stöcke fühlen und hören können, wo sie lang laufen können, damit ihnen nix passiert.

Wie man sieht wird der aufgewirbelte Fräsenstaub eifrig mit Wasser bekämpft.
Man würde ja sonst noch blind davon.

Kleiner aber gemeiner Joke am Kö. Hier knallen die Blinden direkt gegen einen Mast.
Wir hoffen, die Stadtwerke geben hier bald Sponsor-Helme für die Blinden us.
Mit dem so eingesparten Geld von über 100.000 Euro und mehr kann die Stadt nun hunderte Smartphones mit Siri-Sprachsystem an die Blinden verschenken, damit sie auch in Augsburger Straßen ohne Blinden-Rillen am Boden ohne Verletzungen durchkommen. Naja, viele solche Straßen gibt es ja bei uns nimmer. Zwei, oder drei? Wir sind jetzt jedenfalls auf dem Weg zur Blindenstadt Augsburg.
Vor Baustellen müssen Blinde stoppen. Aber hier können sie wunderbar dem Krach der Baumschinen lauschen.
Gibt es ein größeres Vergnügen für Blinde?
Der Augsburger Blindenhu ... äh ... bund ist begeistert von dieser Idee.




Eigentlich haben wir jetzt zwei Blinden-Wege durch die Fußgängerzone, das ist fantastisch. Die breite Regenrinne und die gefrästen Rillen. Die Regenrinne könnten zum Beispiel von islamischen Blinden genutzt werden und die gefrästen Rillen von christlichen Blinden, damit die nicht zusammenstoßen und übereinander herfallen.
Man kanns auch übertreiben mit den Blindenrillen. Durch die Fräserei in den Steinen legt sich der Staub über die ganze Stadt. Am Rathausplatz wollte man das vermeiden um die schöne neue Fassade des Rathauses nicht mit den Fräsenstaub zu beschmutzen. Außerdem haben die Blinden viel mehr Spaß´wenn sie mit ihren Stücken über das klein Pflaster irren können.

War doch schlimmes Tamtam, als man in Augsburg für die Blinden die Tische und Stühle der Außen-Gastronomie in der Maximilianstraße vier Meter von der Hauswand wegstellen musste, damit die Blinden nicht drüberstolpern und sich was brechen. Liebe Wirte, kann wegfallen, durch die Blinden-Rillen, die im Volksmund schon Murksle-Rillen heißen. Also, der Feinkost Kahn und der Weiße Hase, in der Annastraße können jetzt beruhigt sein. Aber was ist mit dem Weißen Hasen eigentlich los? Immer noch Baustelle nach dem Brand?

Hier sieht man, wie geschickt sich Augsbugs Blinde am neuen Blindenleitsystem orientieren.
Gut, dass da vorher noch keien Rillen waren, die armen Blinden wären womöglich dort ins Feuer gelaufen. Nicht immer wird bestraft, wer zu spät kommt. Dieser Spruch gilt für Augsburgs Stadtbaumeister nienicht. Daher fordern die Blinden jetzt ein Denkmal in der Fußgängerzone: für die heilige Ottilie, die Schutzheilige für Blinde.

Unsere ukrainische Putzfrau meint allerdings: "Schade dass die Streifen nicht auch die Betriebsblinden in Augsburg auf den rechten Weg bringen können."

Lieber Blinder - Jetzt kommst du!
Aber wohin? Immerhin bis zu den Enden der Augsburger Blinden-Rillen.
Und wo sind die?
Wir warten auf einen bunten Flyer für Blinde von der Agentur Mies & Malad.