Donnerstag, 19. Januar 2017

Mächtiger Augsburger Geheimbund von Stadtrat Hutter enttarnt

Mit diesem indischen Gott unterhielt sich Otto Hutter besonders lang.

Vor ein paar Tagen kehrte Augsburgs einziger schwuler Stadtrat, Otto Hutter, von seiner Indien-Tour zurück. Dort hat er wohl von den vielen Göttern dort ein paar Gramm Weisheit empfangen. Nun will er in Augsburg eine Verschwörung aufdecken, die angeblich den Bürgern schwer schaden soll. Komisch, wir wussten davon bisher noch garnix.
Wir sprachen exklusiv mit Otto Hutter über diese mysteriöse Geheimorganisation, die Augsburg beherrschen soll.
Hutter: Geheimes Treffen wird als Konsultationskreis Kommunalfinanzen bezeichnet.

ASZ-Frage: Lieber Otto Hutter, Sie vermuten seit Ihrer Rückkehr aus Indien, das unsere schöne Stadt von unbekannten Kräften beherrscht wird. Können Sie uns das genauer erläutern?

Otto Hutter: Seit vielen Jahren gibt es ein informelles Gremium in dem sich Vertreter der Stadt und des Stadtrates mit Vertretern der IHK Schwaben und Unternehmern treffen, um über den städtischen Haushalt zu sprechen.

ASZ-Frage: Konkret, wann treffen sich diese Verschwörer wieder?

Otto Hutter: Am 20.01.2017, ist es wieder soweit.

ASZ-Frage: Seit wann soll das schon so geheimnisvoll gehen?

Otto Hutter:  „Der sogenannte „Konsultationskreis Kommunalfinanzen“ existiert bereits seit vielen Jahren und wird als „Gemeinsame und vertrauliche Plattform der Stadt Augsburg und der IHK Schwaben als Vertreter der örtlichen Wirtschaft zum Know-How- und Ideentransfer“ bezeichnet!

ASZ-Frage: Wie laufen diese Geheimtreffen ab, über die niemand außer uns berichtet? Was wird da ausgemauschelt?

Otto Hutter: Der Kreis trifft sich regelmäßig Aufgrund einer Vereinbarung zwischen Stadtrat und IHK Schwaben aus dem Jahre 2004, welche im vergangen Jahr erneuert wurde. Neben der Finanzreferentin und Vertreter der Fraktionen und Ausschussgemeinschaften des Stadtrates und Vertretern der IHK Schwaben nimmt auch ein „kleine(r) Kreis namhafter Unternehmensvertreter“ daran teil.

ASZ-Frage: Was können Sie gegen diese unglaubliche Verschwörung tun?

Otto Hutter: Für uns Linke hat dieser regelmäßig tagende informelle Kreis keine politische Legitimation und seine Treffen im geheimen ohne Informationen für die Öffentlichkeit sind für uns völlig inakzeptabel. Worin der Know-How- und Ideentransfer eigentlich bestehen soll, erschließt sich uns ebenso nicht. 
ASZ-Frage: Was könnte hinter dieser dubiosen Sache wirklich stecken?
Otto Hutter: Die Augsdburger IHK ist eine Interessensvertretung von privatwirtschaftlichen Unternehmern, ihre Zielsetzungen sind betriebswirtschaftliche Erfolge und die Erzielung von Gewinnen. Eine Kommune, also der Staat, hat eine völlig andere und viel weitreichendere Zielsetzung und muss die Interessen der Gesamtgesellschaft im Auge haben.

ASZ-Frage: Alles klar. Wie wollen Sie diesen Geheimbund zerstören?
Hutter: Eine Politik des an den Interessen der Menschen vorbeiregierens, wird nicht mehr toleriert. 

Otto Hutter: Eine Kommune hat viel mehr Aufgaben und Verpflichtungen denen Sie nachkommen muss, als ein Unternehmen. Wer immer noch glaubt, man könne die BWL auf alle Bereiche der Gesellschaft anwenden, hat wohl die Entwicklungen der letzten Jahre nicht richtig mit bekommen!“ so Alexander Süßmair.

ASZ-Frage: Wenn das die jungen Leute mitkriegen, merken die wieder mal, wie bei uns Demokratie gemacht wird, das könnte böses Blut geben, oder?

Otto Hutter: Auch mein Kollege Alexander Süßmair meint, dass die herrschenden Politik ja in einer schweren Legitimationskrise steckt, eine Politik des an den Interessen der Menschen vorbeiregierens, wird nicht mehr toleriert.

ASZ-Frage: Und was brauchen wir darum?

Hutter: Geheime Treffen der Lobbyisten.


Otto Hutter: Ich und Süßmaier meinen, wir brauchen Transparenz, umfassende Informationen und Beteiligung der Bevölkerung. Anstatt sich insgeheim mit Lobbyisten zu treffen, sollte der Haushalt der Stadt Augsburg und die in ihm gesetzten Prioritäten bei der Ausgabe der Mittel mit allen Teilen der Stadtgesellschaft diskutiert werden.

ASZ-Frage: Vom wem denn so?

Otto Hutter: Also nicht nur mit der IHK sondern auch den Gewerkschaften, Sozialverbänden, HWK, Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Migrantenorganisationen usw. Dann würde ein echter und demokratischer „Know-How- und Ideentransfer“ stattfinden, der dann auch eine politische Legitimation hätte

ASZ-Frage: Wir danken für das aufschlussreiche Gespräch.

Hutter: Es fehlt die politische Legitimation.