Dienstag, 13. Mai 2014

Was geschieht wirklich bei der Gastro-Familie Seferi?

Ganz neu: Zwei Bayern Küche mit zwei Seferi -Brüdern.

Manche Augsburger Gastro-Experten meinen, "die erfolgreiche Augsburger Gastro-Familie Seferi expandiert schon wieder." Andere meinen, "die Brüder wandeln nun auf getrennten Wegen durch die Augsburger Gastro-Landschaft." Man weiß es nicht genau. Dazu haben die drei Gastro-Brüder der  albanischen Familie Seferi noch keine offizielle Verlautbarung abgegeben. 

Jetzt alleiniger Inhaber der "Drei Schwaben Küche": Ilir Seferi.

Bekannt wurden die drei albanischen Seferi-Brüder in Augsburg durch die Übernahme der Gasthäuser "Haunstetter Hof" (in Haunstetten), "Gasthof zum Ochsen" (in Göggingen) und den "Zeughausstuben" (in Augsburg Innenstadt), die sie dann als "Drei Schwabenküche" mit regionalen Speisen vermarkteten. Gerne in Zusammenarbeit mit Augsburger Politikern wie Peter Grab, Hermann Weber, Stefan Kiefer und Dr. Kurt Gribl.  

Während Bruder Ilir Seferi unter dem Namen "Drei Schwaben Küche" weiterhin den "Haunstetter Hof" und den "Gasthof zum Ochsen" in Göggingen betreibt, haben seine beiden Brüder Fatmir und Faton Seferi die Innnestadt-Lokale "Zeughausstuben" und "Wirtshaus zum Weissen Hasen" unter ihrer neuen Dachmarke "Zwei Bayern Küche" übernommen.

Im November 2017 weihtw Ilir Seferi mit seinem Hotel "Haunstetter Hof" einen Neubau ein. Dazu gehört auch eine "offen einsehbare Küche, in der wir herzhafte bayerische Klassiker mit modernen Akzenten kreieren und einzigartige Hähnchen-Menüs nach Art des Hauses." Zum Baustellen-Frühshoppen gabs Weißwurst, Brezen und Leberkässemmeln. Wer seinen eigenen Krug mitbrachte, bekam das Bier kostenfrei.

"Jedenfalls muss man schon ganz gut Mathematik können, um bei den Seferis noch durchzublicken", lacht ein Augsburger Gastro-Insider. Denn nun existiert eine Dachmarke "Drei Schwaben Küche" (Ilir Seferi) und seit neuestem auch eine Dachmarke "Zwei Bayern Küche" (Fatmir und Faton Seferi). 

Ex-Bürgermeister Peter Grab darf anstechen und draufhauen!
Damit er den Zapfhahn besser trifft, hat er ihn sich vielleicht in Gedanken
als OB Gribl vorgestellt.
Max Kuhnle von Thorbräu assistiert.

"Eigentlich müssten nämlich die zwei verschiedenen Dachmarken durch ihren Namen fünf Gastronomie-Betriebe präsentieren. Aber die drei Seferi Brüder haben nun zusammen vier Lokale", ist der Insider etwas irritiert. 

Wie gehts nun mit der Seferi-Gastronomie in Augsburg weiter? 

Ilir Seferi feierte mit Bürgermeister Kiefer (SPD) und dem ex-Bürgermeister Peter Grab und Anna Tabak (Prost Augsburg) am 4. Mai 2014 einen Bieranstich im "Haunstetter Hof". 

Im "Gasthof zum Ochsen" verloste Ilir Seferei an seinen besten Stammgast ein E-Bike. Dazu knüpfte er Kontakte zur LEW, die diese Verlosung unterstützten. Wolfgang Bublies, Chefredakteur des Augsburg Journals, durfte dazu Saxophon spielen.  

Ilir Seferi brachte auch (als Aufkleber auf dem Augsburg Journal) einen Prospekt für seine 2 Biergärten heraus in dem OB Dr. Kurt Gribl das Vorwort schreiben durfte. Auf dem Titelbild darf die Klatschreporterin Marion Buk-Kluger (Augsburg Journal, Sonntagspresse, Radio Häberle) mit den schönsten Plärrer-Girls in Tracht posieren.

Augsburgs bekannteste Boulevard-Journalistin Marion Buk-Kluger, die mit Tracht auf Seferi-Prospekt posiert, mit der heimgekehrten Kollegin Silvia Laubenbacher von Augsburg TV. 


Die beiden Seferi-Brüder Fatmir und Faton veröffentlichten in dem PR-Magazin Trendyone, die Konkurrenz des Augsburg-Journals, die erste größere Werbebotschaft ihrer neuen "Zwei Bayern Küche" mit der Überschrift "Die Traditionsgaststätten mit Schwäbisch-Bayerischer Küche mitten in Augsburg". Damit deuten sie wohl an, dass sie das Zentrum der Augsburger Seferi-Gastronomie sein wollen. 

Zu sehen sind die Werbe-Profis Fatmir und Faton Seferi in guter Laune und mit Bierkrügen auf einem Foto im Trendyone, als sie im Sternd'l-Alm-Zelt von Festwirt Edmund Diebold sitzen, in das die Augsburger Privatbrauerei Riegele sein Bier liefert.

Sie kündigen im Trendyone von Herausgeber Jürgen Windisch auch einen Gottesdienst für ihre "Zeughausstuben" am 29. Mai 2014 (Vatertag) in der nahen Moritzkirche an. Im Biergarten der "Zeughausstuben" soll dann hinterher für die Gäste von Fatmir und Faton Seferi die Siebenbürger Blaskapelle aufspielen. 

Die große "Kälberhalle" im Augsburger Schlachthofquartier, die die zwei Seferi-Brüder mit der "Hasenbrauerei" und "Tucher" als Hausbrauerei betreiben, füllen sie nach der Übernahme auch mit Essen zum halben Preis an bestimmten Zeiten.

Das Keller-Restaurant und die Hausbrauerei "König von Flandern", unter Bücher Pustet in der Karolinenstraße haben die zwei Seferis 2016 unter ihre Fittiche genommen. Dazu engagierten sie die bekannte Gastronomin Christine Oblinger, Gattin des ehemaligen Augsburger Sternekochs, Albert Oblinger, für die bayerisch-schwäbische Küche.

Nach dem Brand im "Weißen Hasen" in der Annastraße, stiegen die Seferis auch beim ehemaligen Kino "Capitol" ein. Der "Weiße Hase", der auch eine Sonnenterrasse in der Augsburger Fußgängerzone hat, wurde von ihnen leider verlassen.

Durch den Einstieg der beiden jüngeren Seferi-Brüder  im ehemaligen Kino "Capitol", das vom Goldochsen-Brauerei-Clan in Ulm geführt wurde, kamen sie auch zum Kaffeehaus "Herny's" am Augsburger Rathausplatz. Als ihr Lokal "Weißer Hase" durch einen Unfall in der Küche ausbrannte, nahmen sie den Schriftzug mit und somit entstand der "Weiße Hase im Capitol". "Hasenbräu", die Brauerei, die ein Weizenbier mit diesem Namen fabriziert, mit der die Seferis am meisten zusammenarbeiten, hatte wohl nichts dagegen.

Ilir Seferi, so das Gerücht in der Gastro-Szene, soll dann in München eine Lokalität für sich ausgespäht haben.  Seinen "Haunstetter Hof" baute er 2018 neu und rundete es mit einem dazugehöirgen Hotel ab. Auch seine beiden Brüder, die 2018 bei "Henry's Coffee" in Augsburg und Ulm einstiegen, wollen im Augsburger Umland ins Hotel-Gewerbe einstiegen war zu hören. "Henry's" hat ja irgendwie mit der "Goldochsen" Brauerei in Ulm zu tun. Ob nun in diesen Seferi-Cafés auch Hasenbier oder nur Hasenbier ausgeschenkt wird, ist noch nicht bekannt.
Auch Augsburgs CSU-Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl findet die Gastro-Aktivitäten der Seferis sehr löblich.
(Foto:TrendyOne)


Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Auf jeden Fall sorgen diese Seferis in der Augsburger Gastronomie für viel Abwechslung. Das finde ich schon mal gut. Hoffentlich bleiben - mit Gottes Segen - uns die drei Brüder mit ihren Lokalen noch lange erhalten!"

Seferis übernahmen auch die große Kälberhalle als Brauereigaststätte, das Vorzeigeprojekt von Hasen-Bräu in Augsburg, nachdem es Sven Olufs abgeben musste.

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Einer wurde freigesprochen

Lange wurde gerätselt, um wen es sich handeln könnte, als es im Mai 2019 darum ging, dass drei Augsburger Gastronomen, Brüder, vor Gericht standen. Wegen Trinkgeld-Missbrauch. Oder war's nur falsches Buchen oder Schlamperei? 

Die Augsburger Medien berichteten lange darüber, ohne die Namen der betroffenen Gastro-Brüder, Ilir, Fatma und Fadir, zu nennen, bis die Gerüchte in der Augsburger Gastro-Sezne immer stärker brodelten. Dann mussten die Namen der Seferi-Brüder irgendwann doch die Namen bekannt gegeben werden um keine Unschuldigen zu verdächtigen. Eine kleine Strafe müssen laut Gerichtsurteil die beiden Brüder  Fatmir und Faton bezahlen. Der ältere Bruder, Ilir, wurde freigesprochen.

Bericht über die Seferi-Gastro-Brüder und dem
Trinkgeld-Fall in der Augsburger Allgemeine.

Die bestrafen Seferi-Brüder im Augsburg-Journal als Absteiger des Monats.