Freitag, 24. Februar 2017

Bomben auf Augsburg - nix zum Lachen - Genau richtige Medizin für die Datschis gegen übertriebenen Faschingsklamauk?

Einer Führerperson wie Adolf H. konnte auch die Augsburger Stadtregierung seinen größten Herzenswunsch nicht abschlagen. Gesponsert wurde die Aufführung im Stadttheater von MAN, Messerschmitt, Renk und anderen Waffenfirmen. Die Textilfirmen durften ja nur die Stoffe für die Uniformen liefern.

Augsburg wurde bombardiert. Warum wissen wir nicht. Da kamen plötzliche böse Terror-Flugzeuge über Augsburg und warfen ihre tödlichen Bomben auf unsere schöne Sadt und ihre Bürger. Jetzt gibts dazu vom Augsburger Stadtrat eine Gedenkfeier.

Der linke Linke Otto Hutter will das boykottieren. Warum?

Wir haben einen ehemaligen Augsburger Ehren-Bürger befragt, ob er vielleicht weiß, warum die Bomber der Allierten unser Augsburg mit Bomben zerstören. Wir drucken dazu seinen obigen Bild-Kommentar unzensiert ab.

Otto Hutter: "Die Stadtratssitzung heute am 24.02.2017 wurde zwischen 18 und 19 Uhr unterbrochen für eine Gedenkstunde zur Augsburger Bombennacht.

ICH HABE NICHT DARAN TEILGENOMMEN!

Grund: Wenn Betroffene, also Menschen, die die Bombennacht noch selbst erlebt haben, oder die ihre Eltern oder Großeltern verloren haben, wenn diese Menschen den Tag als einen Tag stiller Trauer begehen, so ist dagegen nichts einzuwenden.

Eine offizielle Veranstaltung der Stadt ist meines Erachtens jedoch unangemessen. Es wird ausgeblendet, dass es Verantwortliche für Hitlers Angriffskrieg gibt. Täter und Opfer dürfen nicht vermischt werden. Täter müssen klar benannt werden."



Noch nie haben die Augsburger Stadträte so viel geweint wie bei der Gedenkfeier zu den Bomben auf Augsburg am 25. und 26. 2. 1944 und es war so schön zu beobachten, wie sie dann aufstanden sich die Hände reichten und gemeinsam schworen:"Nie mehr soll in unserer Friedensstadt irgendeine Waffe oder nur der Teil für eine Waffe hergestellt werden, die einen Menschen töten kann!"

Eine Dokumentation war vorher nämlich verlesen worden, die besagte, dass zwar über 7.000 Menschen in Augsburg bei der größten Bombennacht starben, aber durch die damals in Augsburger hergestellten Waffen über 150.000 Menschen im 2. Weltkrieg getötet wurden.