Donnerstag, 25. Dezember 2025

Blauer Abfallwächter

 


Der blaue Wächter der Augsburger Ordnung

​Da steht er nun, ein kleiner, blauer Außerirdischer, der auf dem Rand eines Augsburger Abfalleimers thront, als hätte er den wichtigsten Posten der Stadtverwaltung ergattert. Sein Blick ist starr auf den Horizont gerichtet, während er die Relikte unserer Zivilisation bewacht, wie etwa eine leere Keksverpackung, zerknüllte Taschentücher oder ein einsames Glas. Das ist die moderne Archäologie in Augsburg.

​Ein extraterrestrischer Dienstposten

​Stitch hat offensichtlich sein Hawaii-Hemd gegen eine unsichtbare Uniform der Abfallwirtschaft getauscht und balanciert dabei auf einer Palme, die wiederum auf einer kleinen Lilo-Figur steht. Das ist künstlerische Stapelkunst im öffentlichen Raum, vielleicht ein Mahnmal gegen den Konsum, oder vielleicht hat er aber auch einfach nur den Bus verpasst.

​Man muss die Ironie bewundern, dass ein Wesen, das eigentlich für das Chaos geschaffen wurde, jetzt in Augsburg für Disziplin beim Wegwerfen sorgt. Er sieht aus, als würde er jede weggeworfene Kaugummipackung persönlich scannen, und wer seinen Müll nicht ordnungsgemäß versenkt, riskiert eine intergalaktische Standpauke.

​Die neue Ästhetik der Entsorgung

​Augsburg beweist mit diesem stillen Wächter wieder einmal Mut zur Installation, denn es ist kein goldener Saal, sondern ein grauer Drahtkorb, aber durch diesen blauen Akzent wird der banale Akt des Entsorgens fast schon zu einer feierlichen Zeremonie. Der kleine Kerl ist der Türsteher für den Unrat, und nur was wirklich Müll ist, darf an ihm vorbei.

  • Name: Stitch, der Müll-Monarch.
  • Wohnort: Drahtgitter-Modell Nord, Augsburg.
  • Mission: Den Anblick von zerknülltem Papier durch pure Niedlichkeit erträglich machen.

Samstag, 20. Dezember 2025

Hundehaufen jetzt besser sichtbar!

Augsburger Beleuchtungsplan.



In der Schwabenmetropole Augsburg hat die Stadtverwaltung nun das ultimative Werkzeug für alle Lichtgestalten und Schattenparker veröffentlicht. Eine App, die 26.000 Lichtpunkte im Stadtgebiet verzeichnet, als wäre jede Straßenlaterne ein funkelnder Solitär in der Schatzkammer des öffentlichen Raums.

Es ist ein barockes Meisterwerk der Datenerfassung. Wer braucht schon die Sterne über der Brecht-Stadt, wenn er auf seinem Display verfolgen kann, wie die LED-Leuchte Nr. 4711 im fahlen Schein gegen die Dunkelheit ankämpft? Diese Anwendung ist das digitale Flutlicht für alle, die Angst haben, dass sie im nächtlichen Slalom zwischen Radwegen und Straßenbahnschienen den ästhetischen Halt verlieren. Endlich werden Hindernisse so brillant ausgeleuchtet, dass man den Hundehaufen nicht nur sieht, sondern ihn als plastisches Stillleben bewundern kann.

Egal ob Sie im Rollstuhl die Gravitation herausfordern oder mit dem SUV die Parklücken-Elegie singen, die App verspricht das totale Wohlfühlerlebnis.

„Denn die einen sind im Dunkeln / Und die anderen sind im Licht. / Und man sieht die im Lichte / Die im Dunkeln sieht man nicht.“

Zitat aus der Dreigroschen-Oper von Bert Brecht.

Finden wir wieder ans Tageslicht?

 

Sani bei Übung in Tramlinie 6.
(Foto: Aaron B. Löd)



In der Schwabenmetropole Augsburg wird der ÖPNV zur Extremsportart. Da die neue Unterquerung des Hauptbahnhofs so tief liegt, dass man fast schon Magma riechen kann, proben Sanitäter nun den Ernstfall im Tunnel-Labyrinth.

Man munkelt, die Retter trainieren primär das „Tunnel-Yoga“, um Fahrgäste aus der Schockstarre zu lösen, wenn die Bahn mal wieder im Nirgendwo verweilt. Während oben die Welt weiterdreht, unten im Beton-Schlund die künstlerische Stille herrscht, wartet man nur auf das erste Quiz in der Tiefe.

Quizfrage 1: „Finden wir je wieder ans Tageslicht?“

Ein bunter Spaß für alle, die gerne unterirdisch unterwegs sind.



Freitag, 19. Dezember 2025

Vom Zapfhahn zum Zepter: Kommt die Ära Wiedemann in Augsburg?


Der Spitzenkandidat von WSA, Helmut Wiedemann, und seine düstere Truppe.

​Helmut Wiedemann, der Mann, der mehr Alkohol durch die Adern der Augsburger gepumpt hat als das Wasserwerk durch die Leitungen, will Politikwichtigling in Augsburg werden.

In der Schwabenmetropole braut sich damit ein politisches Schmierentheater zusammen, das herrlich morbiden Charme versprüht. Die Bürgervereinigung „Wir sind Augsburg“ schickt einen Kandidaten ins Rennen, flankiert von einer Bestattungsunternehmerin und einem Herrn Grab.

Man fragt sich, ob hier ein Wahlkampf geführt oder bereits die letzte Ölung vorbereitet wird.
​Diese Konstellation verspricht eine „beerdigend“ gute Performance, bei der die politische Konkurrenz hoffentlich nicht nur sprichwörtlich unter die Erde gebracht wird. Wenn Bestatterin und Grab das Zepter schwingen, bekommt der Begriff „Urnenwahl“ eine ganz neue, beunruhigende Tiefe. Ein Schelm, wer denkt, dass dieses Bündnis ein böses Ende nimmt, wahrscheinlich wird die Stadtpolitik einfach nur feierlich zu Grabe getragen.

​Man muss aber auch die künstlerische Tragik des Kandidaten und sein bisheriges Wirkens bewundern. Da zimmert er auf dem Plärrer eine Doppelbockalm aus feinstem Holz zusammen, ein Monument bayerischer Gemütlichkeit, nur um festzustellen, dass der Augsburger an sich eine komplexe Statik besitzt: Er schwankt zwar gern, aber ungern in Almhütten, die noch auf ihre Bestimmung warten.

Doch wer in der Schwabenmetropole eine Alm ohne Gäste überlebt, der ist bereit für das Rathaus – das ist ja im Grunde auch nur eine prunkvolle Holzhütte mit deutlich mehr Leerlauf.
​Das Regierungsprogramm: „Drinks für alle“.

​Wiedemanns Aufstieg vom Winterland-König zum Polit-Star verspricht eine völlig neue politische Ästhetik:
​Außenpolitik: Die Stadtgrenzen werden mit Lichterketten und künstlichem Tannenzweig-Dekor markiert. Wer rein will, muss erst eine Bratwurscht-Maut entrichten.

​Stadtratssitzungen: Diese finden künftig ausschließlich im Stehen an Hochtischen statt. Das verkürzt die Debatten enorm, da nach zwei Stunden jedem die Füße wehtun und die Blase drückt.

​Verkehrsplanung: Die Maximilianstraße wird in eine permanente „Après-Ski-Meile“ umgewandelt. Wer parken will, braucht eine Reservierung für mindestens acht Personen und ein 5-Liter-Fassl.

​Was für ein Segen für die Gastronomie! Endlich wird das Rathaus fachmännisch geführt. Wenn ein Bürger ein Anliegen hat, wird nicht mehr mit Paragrafen geantwortet, sondern mit der Frage: „Mit Schuss oder ohne?“

Slogan für Wiedemann: Der Kracher, der Einpacker und Unterwanderer!

​Augsburg hat im März 26 gewählt: Dann tauschen wir Akten gegen Tabletts. Prost, Herr Wunderbürgermeister!

Als die Römer bolzten ...

 


Man stelle sich das göttliche Amüsement vor: Während die Legionäre von Augusta Vindelicum noch damit beschäftigt waren, ihre Sandalen im bayerisch-schwäbischen Schlamm zu verlieren, ahnten sie nicht, dass ihr Vorgarten Jahrtausende später zum Epizentrum des gepflegten Grätschens werden würde. 

Die Helmut-Haller-Stadt beweist nun wissenschaftlich, was wir schon immer vermuteten: Der wahre Untergang des Römischen Reiches begann nicht durch die Barbaren, sondern durch die mangelnde Chancenverwertung vor den Toren der Stadt. Und das könnte auch dem FC Augsburg passieren.

​In der neuen Schau „Römer am Elfmeterpunkt“ im Augsburger Zeughaus wird die künstlerische Parallele zwischen antiker Dekadenz und modernem Bundesliga-Wahnsinn gezogen. Wo früher das Pilum flog, segelt heute die Flanke in den Strafraum der Schwabenmetropole. Es ist eine historische Ironie sondergleichen, dass die Arena des FCA auf dem Fundament einer Zivilisation thront, die zwar das Straßennetz erfand, aber kläglich an der Einführung des Videobeweises scheiterte.

​Man fragt sich, ob die Archäologen zwischen den Tonscherben auch versteinerte Taktik-Anweisungen auf Schiefertafeln fanden, die eine frühe Form des „Cattenaccio“ predigten. Die Ausstellung ist ein Muss für jeden, der wissen will, ob Nero die Arena auch angezündet hätte, wenn der Schiedsrichter gegen ihn gepfiffen hätte. Ein Hoch auf die Kontinuität: Früher gab es Brot und Spiele, heute gibt es Leberkassemmeln und Videobeweis. Der Glanz des Imperiums mag verblasst sein, aber der Kampf um den Ball in der Helmut-Haller-Stadt bleibt so episch wie eine Schlacht im Teutoburger Wald.

Nur: Heutzutage ohne Schwerter und Speere, aber dafür mit viel Sponsorenlogos.



Donnerstag, 18. Dezember 2025

Der Untergang der stolzen Schwabenmetropole droht!

Die große Augsburger Brückenkatastrophe

Die Situation in Augsburg ist besorgniserregend. Die Infrastruktur der Stadt, insbesondere die Brücken und Unterführungen, scheint einem unaufhaltsamen Verfall preisgegeben zu sein. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass eine Stadt, die für ihre Geschichte und Architektur bekannt ist, nun droht, unter dem Gewicht ihrer eigenen Baufälligkeit zu zerfallen.



​Man stelle sich vor: Ein sonniger Morgen in Augsburg. Die Menschen eilen zur Arbeit, die Kinder spielen auf dem Weg zur Schule. Plötzlich, ein lautes Krachen! Beim Oberhauser Bahnhof regnen Bruchstücke von Beton und Stahl von einer alten Brücken herab, gefolgt von einem Donnern, das die Erde erzittern lässt. Autos müssen scharf bremsen, Fußgänger springen zur Seite, um den herabfallenden Trümmern zu entgehen. Staubwolken wirbeln auf, und als sie sich legen, wird das Ausmaß des Schadens sichtbar: Ein weiteres Stück Augsburg ist dem Verfall zum Opfer gefallen.


​Es beginnt mit kleinen Rissen, die sich unmerklich ausbreiten, wie feine Spinnweben auf einer alten Leinwand. Dann werden aus diesen Rissen tiefe Furchen, die den Beton wie Narben durchziehen. Die Rostflecken an den Stahlträgern werden größer, fressen sich immer tiefer in das Material hinein, bis die Tragfähigkeit der Konstruktion ernsthaft gefährdet ist. Es ist ein schleichender Prozess, der von der Stadtregierung Augsburgs lange Zeit ignoriert wurde, vielleicht aus Gewohnheit, vielleicht aus einer fatalistischen Gleichgültigkeit. 


Man hat sich an den Anblick der bröckelnden Fassaden und der maroden Infrastruktur gewöhnt. Es ist ein Teil des Stadtbildes geworden, ein trauriges Denkmal für vergangene Zeiten und mangelnde Investitionen.

​Doch irgendwann erreicht dieser Prozess einen Punkt, an dem er nicht mehr ignoriert werden kann. Die ersten Bruchstücke, die auf die Straßen fallen, sind wie Warnschüsse. Kleine Kieselsteine zunächst, dann größere Brocken. Bald sind es ganze Platten, die sich von den Unterführungen lösen und auf die darunterliegenden Straßen krachen. 


Die Menschen beginnen, sich Sorgen zu machen. Autofahrer meiden bestimmte Strecken, Fußgänger wählen Umwege. 


Die Stadtverwaltung wird aktiv, sperrt gefährdete Bereiche ab, doch es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Für jede gesperrte Brücke scheint eine neue zu bröckeln, für jede reparierte Unterführung eine andere nachzugeben.


​Die Situation eskaliert, als ein besonders großes Stück Beton von einer Hauptbrücke herabfällt und einen Bus nur knapp verfehlt. Panik bricht aus. Die Medien berichten landesweit über die "Brücken-Katastrophe von Augsburg". 


Touristen bleiben fern, Unternehmen ziehen in andere Städte. Die Wirtschaft der Stadt bricht ein, die Arbeitslosigkeit steigt. Die einst so stolze Stadt versinkt in einem Chaos aus Trümmern und Verzweiflung. Die Menschen fragen sich, wie es so weit kommen konnte. Haben die Verantwortlichen geschlafen? Wurden die Warnzeichen ignoriert?


​Dann stürzen nach und nach immer Brücken ein, Unterführungen kollabieren vollständig. Ganze Straßenzüge werden unter den Trümmern begraben. 


Als der Staub sich legt, bietet sich ein Bild des Grauens. Augsburg ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Trümmerberge sind so hoch, dass sie die Stadt wie einen riesigen Gesteinswall umschließen. Ein Gefängnis aus Beton und Schutt.


​Die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten. Keine Straßen führen mehr hinein oder hinaus. Die Telekommunikation ist unterbrochen, die Stromversorgung ausgefallen.


 Die Menschen sind auf sich allein gestellt, eingesperrt in ihrer eigenen Stadt. Die wenigen Lebensmittelvorräte, die noch vorhanden sind, werden schnell knapp. Die Supermärkte sind geplündert, die Lagerhäuser unerreichbar. Durst und Hunger werden zu den größten Feinden. Die Kranken und Verletzten können nicht versorgt werden, die Krankenhäuser sind überfüllt und unterbesetzt.


​Verzweiflung breitet sich aus. Die Menschen versuchen, die Trümmer zu überwinden, doch der Gesteinswall ist unüberwindbar. Sie rufen um Hilfe, doch niemand hört sie. Die Welt hat Augsburg vergessen, oder zumindest scheint es so. Die Gerüchte über die Katastrophe haben sich verbreitet, doch die Rettungsmaßnahmen gestalten sich schwierig. Die Zugänge sind blockiert, die Gefahr weiterer Einstürze ist zu groß.


​Wie werden die Bürger versorgt? Das ist die drängendste Frage. Zunächst versuchen sie, sich selbst zu helfen. Kleine Gruppen organisieren sich, suchen nach brauchbaren Lebensmitteln und Wasser in den Ruinen. Doch die Vorräte schwinden rapide. Die Menschen werden kreativ, fangen Regenwasser auf, versuchen, in den wenigen Gärten der Stadt Gemüse anzubauen. 


Doch es ist ein Kampf gegen die Zeit.

​Nach einigen Tagen beginnt die internationale Gemeinschaft, sich zu mobilisieren. Hubschrauber kreisen über der Stadt, werfen Hilfspakete ab. Doch die Landung ist aufgrund der Trümmerberge schwierig und gefährlich. Ingenieure und Rettungsteams versuchen, Wege in die Stadt zu bahnen, doch der Schutt ist massiv. Es dauert Wochen, bis die ersten provisorischen Zugänge geschaffen werden können.


​Die Versorgung bleibt eine Herausforderung. Die Menschen sind traumatisiert, viele haben alles verloren. Es ist ein langsamer, mühsamer Prozess des Wiederaufbaus, sowohl physisch als auch psychisch.


 Die Erinnerung an die Katastrophe wird für immer in den Herzen der Augsburger eingebrannt sein. Die bröckelnden Brücken und Unterführungen, die zu einem Gesteinswall wurden, sind ein Mahnmal für die Zerbrechlichkeit der menschlichen Errungenschaften und die Notwendigkeit, die Infrastruktur einer Stadt niemals zu vernachlässigen.


Text: Peter Garski

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Wallfahrt zu Windrädern?

Entwurfszeichnung für eine abgesegnete Windkraftanlage bei 
Maria Vesperbild.

Wenn der Segen von oben, aber der Strom aus dem Wind kommt! In Augsburg und Umgebung weiß man, dass der Wind sich nicht immer dreht, wie man möchte. Im Wallfahrtsort Maria Vesperbild, Von Augsburg aus betrachtet liegt er etwa 30 Kilometer südwestlich, eingebettet in die sanften Hügel der Stauden, herrscht aktuell jedoch eher ein spiritueller Orkan, seitdem Investoren die Idee hatten, statt Weihrauch lieber Kilowattstunden zu den Menschen zu schicken.

Wallfahrtsdirektor Michael Menzinger und seine Getreuen kämpfen tapfer gegen die „Stahl-Giganten“, die drohen, das Panorama der Andacht zu verspargeln. Ursprünglich sollten 37 Windräder wie eine Armee von Don Quijotes Alpträumen in den Wald um Maria Vesperbild gepflanzt werden. Inzwischen sind es weniger, doch die Angst bleibt, dass die Gottesmutter vor lauter Rotoren-Surren ihr eigenes Wort nicht mehr versteht.

Die Widerstands-Aktionen sind dabei so kreativ, dass man fast an ein göttliches Wunder glauben möchte: - Gebete gegen Getriebe: Man hofft vermutlich, dass ein gezieltes „Vaterunser“ den Genehmigungsprozess so weit verlangsamt, dass die Windräder vorher Rost ansetzen.

- Optische Askese: Die Sorge ist groß, dass Pilger statt Erleuchtung nur noch die Umdrehungszahl pro Minute im Kopf haben.

Man fragt sich, ob die Windräder nicht eigentlich eine Chance wären: Mit genug Ökostrom könnte man die Madonna nachts mit LED-Flutlichtstrahlern beleuchten, dass man sie bis in die Schwabenmetropole sieht!

Dienstag, 16. Dezember 2025

Das Kahnfahrt- Tor zum Überleben: Augsburgs spektakulärster Mauerdurchbruch!

Wenn es brennt bei der Augsburger Kahnfahrt ...


Augsburg, die glorreiche Wasserstadt, hat ein neues Wahrzeichen. Vergessen Sie die Wassertürme, vergessen Sie die Prachtbrunnen! Das wahre Highlight befindet sich bei der Kahnfahrt. Dort, wo die historische Stadtmauer seit Jahrhunderten jedem Feind trotzte, hat man nun den ultimativen Endgegner besiegt: den Brandschutz.

Um mehr Gäste in das Lokal zu pferchen, Entschuldigung, um mehr Bürgern ein exquisites gastronomisches Erlebnis zu ermöglichen, musste eine zweite Türe her. Mitten durch die alte Stadtmauer. Ein statisches Wagnis, ein denkmalschützerischer Herzinfarkt, aber was tut man nicht alles für die Sicherheit!

Sicher, böse Zungen behaupten, ein Notausgang durch den nahen Oblatter Wall der Lechfischer wäre einfacher gewesen. Ein kleiner Durchgang, ein bisschen Kooperation mit dem Verein, zack, fertig. Aber wo bliebe da der bürokratische Glamour? Ein einfacher Weg wäre ja fast schon ... un-augsburgisch.

Im Falle eines Infernos

Und während die Planer über Türbreiten und Brandschutzklassen brüteten, schaukelte draußen auf dem Stadtgraben die offensichtliche Lösung: Die Flotte der Kahnfahrt! Im Falle eines Infernos könnten die Gäste einfach in die Boote springen. Eine maritime Evakuierung par excellence! Doch ach, die Gefahr lauert im Detail. Man stelle sich das Chaos vor: Panische Gäste stolpern in die Kähne, das Gleichgewicht geht verloren und, platsch, man landet im Augsburger Gewässer.

Dort warten sie bereits: Die hochgefährlichen, mutierten Stadtgraben-Piranhas und die berüchtigten bayerischen Panzerschildkröten, die nur darauf lauern, einen unvorsichtigen Gast zwischen Vorspeise und Dessert zu verspeisen. Ein Brandschutzkonzept, das Menschen den Raubfischen zum Fraß vorwirft? Das wäre selbst für Augsburger Verhältnisse zu radikal.

Der Wasserkopf der Verwaltung ist die ultimative Rettung

So bleibt uns nur die neue Tür als Monument der Vernunft. Es ist beruhigend zu wissen, dass wir in einer Stadt leben, die keine Kosten und Mühen scheut, um Mauern einzureißen, wenn man stattdessen einfach an einem Wall vorbei hätte gehen können. Oder übers Wasser paddeln.

Aber am Ende ist ohnehin jede Sorge unbegründet. Denn wenn es in Augsburg wirklich brenzlig wird, haben wir ja noch das effektivste Löschmittel überhaupt: Den gigantischen Wasserkopf in der Stadtverwaltung. Wenn diese geballte Ansammlung von Paragraphen und Bürokratie erst einmal ins Schwitzen kommt, erstickt jede Flamme sofort unter einer Lawine aus nassen Aktenordnern.

Sonntag, 14. Dezember 2025

Das achte Weltwunder: Neuer Platz in Lechhausen!

 


Vergessen Sie den Markusplatz, pfeifen Sie auf den Times Square! Der neue Platz in Augsburg-Lechhausen, am Schlößle, geschmückt mit dieser atemberaubenden, brandneuen Pflaster-Sinfonie aus Rechtecken und Quadraten, ist offiziell zum Nabel des Universums erklärt worden.

Dieses Meisterwerk der Bodenversiegelung übertrifft in seiner architektonischen Wucht alles Dagewesene. Die dezente Graunuance, die subtile Textur, die Fugen, die ein Gefühl von rustikalem Erdreich vermitteln. Ja, Leute, es ist ein visueller Orgasmus, der selbst Michelangelo vor Neid erblassen ließe.

Und als wäre das nicht genug: Am Rande wacht das ultimative Sinnbild städtischer Vitalität, der kleine, schmächtige Baum! Er trotzt den Elementen, der Schwerkraft und der überwältigenden Pflaster-Pracht. Ein lebendiges Denkmal für Mut und unbändigen Wuchs, das jährlich um geschätzte 0,0003 Millimeter in die Höhe schießt.

Was kann man hier veranstalten?

Olympische Kieselstein-Weitwurfmeisterschaften: Die perfekte, ebenmäßige Fläche garantiert faire Bedingungen.

Die große Lechhauser Pflasterstein-Zählung: Ein Meditations-Event für Mathematiker und Architekten.

Schattenspiele (limitierte Auflage): Der schmächtige Baum spendet einmal im Jahr, zur Sommersonnenwende, einen Schatten von der Größe eines Untertassenrands. Ein Spektakel!

Die Wahl zur „Fuge des Jahres“: Jede Fuge ist ein Unikat, ein Mikrokosmos des städtischen Lebens.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Dieser Platz ist nicht nur ein Platz, es ist eine existenzielle Erfahrung. Ein Besuch hier macht Venedig zu einer Pfütze und Paris zu einem langweiligen Kopfsteinpflaster-Fleck. Lechhausen hat die Welt erobert. Stein für Stein!"

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Jürgen D. Marx will sich in eine Frau umoperieren lassen! Warum das?

 





Das Fußballfieber hatte Jürgen D. Marx, den gestandenen Journalisten und Pressesprecher von Minister Hubert Aiwanger, fest im Griff. Aber nicht etwa das der Männer-WM, nein, es war die Frauen-Europameisterschaft 2029 in Deutschland, die seine kühnsten Träume beflügelte. „Stell dir vor, Inke“, seufzte er eines Abends über seinem lauwarmen Zander, „ich könnte der erste Mann sein, der… nun ja… der mitspielt!“

Inke Marx, selbst eine preisgekrönte Reporterin, deren Ruhm durch ihre knallharten Gefängnisreportagen von der JVA-Gablingen gefertigt war, legte das Besteck beiseite. Ihre Augen verengten sich zu jenen Schlitzen, die man kannte, wenn sie einen verurteilten Häftling in die Mangel nahm. „Jürgen, du bist 58, hast einen Bauchansatz, der an ein schlecht verpacktes Fass erinnert, und deine sportlichste Leistung in den letzten zehn Jahren war, den Fernseher mit der Zunge einzuschalten, weil du die Fernbedienung nicht finden konntest.“

Jürgen winkte großzügig ab. „Details, Details! Die Technik ist das Entscheidende, Inke. Die Technik! Und der Wille! Und da habe ich eine Idee, die sowohl unsagbar fortschrittlich als auch journalistisch bahnbrechend ist: Ich lasse mich umoperieren!“

Ein Schweigen legte sich über den Tisch, das so dick war, dass man es mit Inkes Rechercheinstrumenten hätte zersägen können.

„Du… du willst dich in eine Frau umoperieren lassen… wegen der Frauen-EM?“, fragte Inke schließlich mit einer Lautstärke, die sie sonst nur für die Befragung von korrupten Staatsanwälten reservierte.

„Trans-Inklusion, meine Liebe! Ich nenne es ‚Projekt Libero Marx‘! Als Frau kann ich mich ganz legal für die Deutsche Nationalmannschaft bewerben. Ich bringe eine einzigartige, männlich geprägte Kampfmentalität mit, die das Team auf ein neues Level hebt. Die Quoten steigen ins Unermessliche! Denk an die Exklusiv-Interviews, die wir führen können: ‚Jürgena Marx, die Spielerin, vor dem Umkleidekabinen-Spiegel: Ein kritischer Blick auf die hormonelle Umstellung.‘ Das ist ein Pulitzer, Inke! Ein Pulitzer!“

Inke seufzte. „Jürgen, du hast keinen Sportteil-Pulitzer gewonnen, als du dich als Wurstverkäufer im Stadion eingeschleust hast, um über die Fleischqualität zu berichten. Du hast nur eine Lebensmittelvergiftung bekommen und wurdest wegen Nötigung des Stadionsprechers verhaftet, weil du ihm eine Weißwurst ins Mikro gedrückt hast.“

„Ja, aber diesmal ist es anders! Diesmal ist es Transformation! Ich werde zur Jürgena Marx! Wir müssen nur noch ein paar O-Töne von meiner zukünftigen Gynäkologin bekommen und einen Kameramann finden, der bereit ist, die… äh… Vorher-Nachher-Bilder zu filmen.“

Inke Marx stützte ihren Kopf in die Hände. Ihr Mann, der vor ihr saß und mit dem Enthusiasmus eines Kleinkindes über seine bevorstehende Geschlechtsangleichung plauderte, war die vielleicht härteste Reportage ihrer Karriere. Sie hatte in ihren Artikeln Gefängnisaufstände, dubiose Immobiliendeals und die Tiefen der menschlichen Gier beleuchtet. Aber ein 58-jähriger Mann, der aus rein sportlichen (und publizistischen) Ambitionen seine Identität wechseln wollte, das sprengte selbst ihre Vorstellungskraft.

„Jürgen“, sagte sie und ihre Stimme klang verzweifelt. „Wenn du dich wirklich für ein paar Wochen Frauenfußball in eine Frau umoperieren lässt, dann schreibe ich die Geschichte. Aber nicht für den Pulitzer. Sondern für die Rubrik ‚Menschliches Versagen in der Lokalredaktion‘.“

Jürgen nickte begeistert. „Perfekt! Hauptsache, wir haben eine Story! Kannst du mir schon mal einen Bikini für die Pressekonferenz raussuchen?“

Inke Marx schloss niedergeschlagen die Augen. Der Gedanke, ihren Mann in Bikini und Lipgloss zu sehen, ließ sie kurz überlegen, ob für sie eine Rückkehr in die JVA-Gablingen nicht die bessere Option wäre.

Regina Stuber-Schneider, freie Wählerin Augsburg.

Susanne Rößner, Freie Wählerin Augsburg.


Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Welchen Frauentyp bei den Freien Wählern wird Jürgen sich bei seiner Umoperation wohl raussuchen? Susanne Rößner? Regina Stuber Schneider. Sicherlich nicht Petra Kleber oder gar Angelika Lippert! Also, das finde ich richtig spannend!"

Rätselhaft: Sensations-Gemälde von Bert Brecht aufgetaucht! Wird es der Hingucker fürs kommende Brecht-Festival?



In einem Augsburger Dachstuhl ist ein uraltes Gemälde von Bert Brecht aufgetaucht. Durch seinen Stil und sein Alter ist es eine weltweite Sensation. Experten nehmen an, dass es von einem alten niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts stammen könnte. Schon melden sich Interessenten, die einige Millionen für dieses rätselhafte Brecht-Bild zahlen wollen.

Allerdings soll es noch beim kommenden Brecht-Festival im Februar-März 2026 gezeigt werden und dann erst verkauft, womit
das Festival zugleich finanziert wäre.

Wie immer ein genialer Finanzaktion der Augsburger Stadtregierung, die weiß, wie man zu Geld kommt.

 

Sonntags-Bildla

  Unsere Augsburger OBin Eva Weber lässt sich jetzt von einer Brillen-Testerin beraten. Weber will von ihr wissen ob ein neuer Brillen-Look ...