Samstag, 22. März 2014

Augsburg braucht Ruhe ...

Das Häuschen für den zukünftigen Tunnelwart ist vor dem Augsburger Hauptbahnhof schon aufgebaut worden. So kann das "Horrorloch", wie es die Gegner dramatisch nennen, sicher nicht verkommen. Wenn alles, in Zukunft, wie von unserer Stadtregierung geplant, funktioniert, kann hier dann der gesamte Bahnhof bis 2018 einziehen. Den leeren Bahnhof will man dann als Asylantenheim vermieten.


Bald hat Augsburg mehr Ruhe. Immer mehr Zug-Verbindungen, immer mehr ICE-Züge fallen aus Augsburg weg. Damit kehrt endlich mehr Ruhe in unserer hektischen und überfroderten Großstadt ein. Aber sowas kommt nicht von selbst.

Gott sei Dank haben wir zwischen Lech und Wertach tüchtige Vertreter in der IHK, der Handwerkskammer und in der Stadtregierung, die schon lange auf diese ersehnte Ruhe in Bayerns drittgrößter Wirtschaftsmetropole darauf hinarbeiten.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Ach, es wir die reinste Erholung sein, in diesem schönen Tunnel unterm Bahnhof die Ruhe darüber genießen zu können. Ich werde mir überlegen dort, wenn es soweit sein wird, mal mit dem Zelt bissle Urlaub zu machen."


Endlich ist Augsburg aus den Zukunftsplänen der Deutschen Bahn verschwunden und eine göttliche Ruhe wird bald zwischen Lech und Wertach einkehren.


Ein Ewig-Meckerer aus Datschiburg meint dazu:
(Wir schreiben hier seinen Namen nicht hin, weil manche in Augsburg schon bei seinem Namen einen Hautausschlag bekommen! Jetzt wird er bald im Stadtrat auftauchen und diesen in Angst und Schrecken versetzen!)

"In der Eisenbahn-Revue International 10/2013 ist ein Plan der DB für die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs (HGV) mit den künftigen ICE-Trassen und Knoten dargestellt. Auf diesem Plan ist sowohl im Jahr 2013 als auch im Jahr 2018 die Stadt Augsburg verschwunden. Wer keinen Anschluss an den Fernverkehr hat, entwickelt sich zurück oder bleibt bestenfalls stehen.

Dabei von "Zukunft Bahnhof Augsburg" zu reden ist Volksverdummung.

Standortentscheidungen hängen für Firmengründer wie Fachkräfte von der Verkehrsinfrastruktur ab. Augsburg hat sich seit den Römern über seine Süd/Nord Verbindung entwickelt und Augsburg hatte mit der König-Ludwig Süd/Nord-Bahn die erste Staatsbahnstrecke zwischen 1843 und 1854 von Lindau nach Hof eröffnet.

Es sagt alles über die Qualität unserer Stadt- und Kommunalpolitiker aus, wenn sie es zulassen, dass der 3.-größten Stadt Bayerns diese Lebensader gekappt wird. Vielleicht versteht ja irgendwann jemand die Zusammenhänge und vor allem, warum Kurt und Horst dicke Freunde sind!"


Unser Gast-Kritiker Willi Reißer kann sich leider auch nicht zurückhalten: 

"In Augsburg verfolgen die Verwaltungschefs, ihre Verwaltungen und erst recht die örtlichen Parteivorsitzenden die Zukunftsentwicklungen praktisch nicht. Wozu brauchen wir langjährige Vertreter im Landtag (Grüne, CSU, SPD), wenn die die Öffentlichkeit nicht einmal auf negative Entwicklungen aufmerksam machen, die sich zusammenbrauen.
Welches Europabüro der Stadt Augsburg und der IHK beobachtet eigentliche solche Entwicklungen? Entweder bekommen die das überhaupt nicht mit oder sie bekommen es mit und trauen sich aber mit der Wahrheit nicht heraus!"


Er will uns unser schönstes Zukunfts-Tunnel vermiesen: Christian Ohlenroth.

Und dann doch dieser siebengescheite Ohlenroth, der mit aller Gewalt ein Bürgerbegehren gegen das tolle Tunnel unterm Hauptbahnhof durchsetzen will:

"Wir bleiben dran und sammeln weiter Unterschriften für das www.bbhbf.de kommende Woche nehmen wir die 8.000 in Angriff. Wir sind über jeden aktiven Helfer dankbar. Einfach kurz melden.

Es ist eine Schande, von unseren Kommunalpolitikern, wie sie sehenden Auges unsere Stadt immer mehr vom Rest der Welt abhängen und im selben Atemzug uns eine großmanssüchtige Zukunft versprechen. Grotesker gehts nimmer!

100 Millonen für eine Haltestelle unterm Bahnhof ist rausgeworfenes Geld!"

Warum checken das einige in Augsburg einfach nicht? Es geht doch nicht um dieses blöde Tunnel unterm Bahnhof, es geht darum, dass unsere heimischen Baufirmen mal wieder paar Aufträge bekommen. Vielleicht können wir ja eine große Weltbild-Filiale für die 600 gekündigten Weltbild-Mitarbeiter in das leere Tunnel reinbauen?